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liNear V17: Neues aus allen SHK-Rohren

(26.9.2016) liNear stellt ein umfassendes Upgrade seiner Haustechnik-Software im Rahmen einer Roadshow vor, die bis in den Dezember hinein an 13 Orten in Deutsch­land und der Schweiz Station macht. Außerdem gibt es am 9.11.2016 eine Zusammen­fassung der Roadshow Themen als Webinar. Inhaltlich befasst sich die Version 17 mit Sanitär-, Heizungs- und Raumlufttechnik:

Dezentrale Warmwasserversorgung

Wohnungs- und Frischwasserstationen können sowohl in der Heizungsrohrnetzberech­nung als auch in der Trinkwasserrohrnetzberechnung berücksichtigt und für die Dimen­sionierung der Rohrleitung zugrunde gelegt werden. Sowohl im Schemagenerator (her­stellerabhängig) als auch in den Symbolbibliotheken stehen entsprechende Symbole zur Verfügung. Als erster Hersteller hat Danfoss seine Produkte erfassen lassen. Im Laufe des Jahres folgen die Datensätze von KaMo-Systemtechnik und der strawa Wärmetechnik GmbH. Diese stehen allen Anwendern für die Auslegung zur Verfügung und werden mit benötigtem Zubehör in den Stücklisten ausgewiesen.

Durch den Einsatz einer Wohnungs- bzw. dezentralen Frischwasserstation ist in der Trinkwasserrohrnetzberechnung nun auch eine Zirkulation ohne zusätzliche Z-Pumpe möglich und berechenbar. Bei der Auslegung von den Stationen ist aber die Bemes­sung des Pufferspeichers erforderlich. Deshalb ist nun eine Pufferspeicher-Dimensio­nierung in die Rohrnetzberechnung integriert worden. Es stehen sieben verschiedene Gleich­zeitigkeitsverfahren (u.a. Gleichzeitigkeitsverfahren nach Messungen der TU Dresden) zur Auswahl. Weitere benutzerdefinierte Gleichzeitigkeiten können bestimmt werden.

Strömungsteiler – Vollständige Simulations- und Bemessungsfähigkeit

Mit dem JRGUFLOW von Georg Fischer (Bild unten) steht nun ein vollständig berechen­barer Strömungsteiler zur Verfügung. Durch die Bereitstellung aller Messdaten (Druck­verluste, Staudruckaufbau) ist es möglich, eine realistische Betrachtung der integrier­ten Strömungsteiler vorzunehmen. Der Volumenstrom der Ringabnehmer wird auf beide Ringabzweige hydraulisch aufgeteilt und die Verteilung der Volumenströme im Ring wird aufgrund der Gleichgewichtsanforderungen berechnet.


Mit dem JRGUFLOW von Georg Fischer steht nun ein vollständig berechenbarer Strömungsteiler zur Verfügung.

Bei der Dimensionierung kann der ganze Ring für eine hygienische Ringleitungs-Bemes­sung mit der kleinsten Nennweite ausgelegt werden. Außerdem führt die veränderte Auslegung zu eindeutigen Aussagen über die Hygienesituation. Die bereits bekannte Simulation mit Angabe der Reynolds-Zahl, der Spülgeschwindigkeit und der Strö­mungsform berücksichtigt nun den gesamten Ring mit Strömungsteiler. Die vollstän­dige Betrachtung erlaubt ebenfalls eine konkrete Aussage über die Einhaltung der hy­gienischen Zirkulations-Mindesttemperatur gemäß DIN 1988-300. Die Strömungsteiler sind systemgebunden an das Rohrmaterial JRG Sanipex MT. Die entsprechenden DATANORM-Texte werden ebenfalls mitgeliefert.

Auslegung von Einrohrheizungen

Das Modul Building Heating unterstützt jetzt auch die Auslegung von Einrohrheizun­gen. Die Bedienung ist dabei analog zur klassischen Heizkörperauslegung. In der Vor­einstellung beträgt der Anteil des Heizwasserstroms über den Heizkörper 35%. Dieser globale Richtwert für die Massenstromaufteilung kann in der Heizkörpervorauswahl an­gepasst werden. Weiterhin kann er individuell an jedem Einrohrstrang verändert wer­den. Es handelt sich um einen Richtwert für die Auslegung, da die Heizkörper nicht in beliebig feinen Leistungs-Abstufungen erhältlich sind.

Einrohranschlussverschraubungen sind Bestandteil des VDI3805-2 Datensatzes. Ein­rohrsysteme können sowohl in der horizontalen als auch in der vertikalen Verteilung ausgelegt und in liNear Analyse Heating berechnet werden. Dabei kann die Berechnung sowohl im Schema als auch in 3D durchgeführt werden.

Erweiterung der Schnittstelle VDI 3805 Blatt 2 und jetzt neu Blatt 17

Die Schnittstelle VDI 3805 Blatt 2 wurde um die Einrohr-Anschlussverschraubung für Ventil-Heizkörper erweitert. Außerdem stehen jetzt (neben normalen Differenzdruck­reglern und Durchflussbegrenzern) auch Differenzdruckregler mit Durchflussbegrenzung und Thermostatventile mit Differenzdruckregler/Durchflussregler zur Verfügung.


Erweitertet um Differenzdruckregler mit Durchflussbegrenzung und Thermostatventile mit Differenzdruck­regler/Durchflussregler stehen alle praxisrelevanten Armaturentypen des VDI 3805 Blatt 2 zur Verfügung.

Durch die direkte Implementierung der Trinkwasserarmaturen nach VDI 3805 Blatt 17 wird das bisherigen Ventildatensatzformat (*lvd2) abgelöst. Bei Projekten, die mit liNear V16 oder früher geplant wurden, erfolgt in V17 eine automatische Konvertie­rung der Zirkulationsregulierventile in das neue Format.

Die Trinkwasserarmaturen können genau wie die Heizungsarmaturen über den Arma­turendialog ausgewählt werden. Für folgende Hersteller stehen bereits überarbeitete und getestete Datensätze zur Verfügung:

Raumbuch in Anlehnung VDI/DVGW 6023

Gemäß VDI/DVGW 6023 gehört ein abgestimmtes und detailliertes Raumbuch zur Grundlage der Gebäudeplanung. Um diesem Umstand Rechnung zu tragen, gibt es nun die Möglichkeit, Räume innerhalb des Projektes zu definieren und die Ergebnisse raum­weise auszugeben. Hier können die Bauteile den Räumen zugeordnet werden. Folgende Kategorien stehen im Raumbuch zur Beschreibung bereit:

  • Art der Benutzung / Häufigkeit
  • Schutz des Trinkwassers nach DIN EN 1717 / DIN 1988-100
  • Instandhaltung
  • Qualifikation des Betreibers
  • Bemerkungen

Kühlkonvektor-Auslegung

Analog zur Heizkörperauslegung wurde in der Version 17 eine neue Kühlkonvektor-Aus­legung realisiert. Unter Berücksichtigung des maximal zulässigen Schallpegels werden die Gebläsestufen automatisch gewählt. Als erster Hersteller steht Arbonia mit seinen Unterflurkonvektoren zur Verfügung. Herstellerneutrale Konvektoren sind ebenfalls auswählbar.

Berechnung der feuchten Kühllast für Räume mit erhöhtem Komfortanspruch

Besonders in Räumen mit erhöhtem Komfortanspruch (Konferenzräume, Museen, Kran­kenhäuser,...) ist neben der trockenen Kühllast auch die feuchte Kühllast, also die Feuchtebilanz relevant. Mit der neuen Version kann nun die Feuchtebilanz aktiviert werden, um im Anschluss an die trockene Kühllast auch die Wasserdampfbilanz im Raum/Gebäude zu betrachten. In der Berechnung werden die definierten Feuchtig­keitsgrenzen des Behaglichkeitsfelds berücksichtigt. Dies hat direkten Einfluss auf die Dimensionierung des Klimagerätes. Die Grenzen des Behaglichkeitsfelds und die Ergeb­nisse werden mit Hilfe eines h/x-Diagramms dargestellt, welches den Zustand der Raum- und Außenluft im 24-h-Tagesgang simuliert. Die Feuchtebilanz gibt an, wie viel Feuchtigkeit über den Tagesverlauf ab- bzw. zugeführt werden muss. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, den Lastverlauf sowie die Ergebnisse der trockenen, feuchten und gesamten Kühllast im Tagesgang in einem Diagramm darzustellen.

Wohnungslüftung

Das Modul Building Ventilation wurde umfassend erneuert - u.a. wurden die zuvor zu­sammenhängenden Bereiche des Lüftungskonzepts und der Anlagenauslegung ge­trennt. Dieses Prinzip ist bereits von der Heizlast und der dazugehörigen Heizkörper­auslegung bekannt.

Im neuen Bereich Lüftungskonzept können in gewohnter Weise die Projektdaten und Nutzungseinheiten definiert werden. Im Bereich Wohnungslüftung befindet sich eine detaillierte Auflistung aller Räume sowie des darauf basierenden Luftmengenplans. Die Volumenströme werden hier aus dem Lüftungskonzept übernommen. Alternativ können auch manuell Volumenströme angegeben werden. Im Luftmengenplan werden durch einen Klick auf eines der Lüftungssystembauteile die Materialien und Bauteile ange­zeigt. Außerdem ist es möglich, die Stranglängen und Anzahl an Bögen direkt im Luft­mengenplan zu konfigurieren.

In der Version 17 wurde das Sortiment von Viessmann umfangreich erweitert und mit Kermi und Wolf stehen zwei weitere Hersteller von Wohnungslüftungsanlagen zur Aus­wahl. Die Datensätze sind in Verbindung mit der Software so konzipiert, dass mit we­nigen Eingaben und minimalem Aufwand neben dem rechnerischen Nachweis der DIN 1946-6 auch eine detaillierte Stückliste der jeweils benötigten Bauteile automatisch generiert wird.

liNear Roadshow 2016

Die liNear Roadshow 2016 widmet sich bis zum 1. Dezember 2016 dem Thema Buil­ding Information Modeling (BIM) und den Weiterentwicklungen der neuen Programm­version 17.

Alternativ findet am 9.11.2016 von 10:00 bis 10:45 Uhr eine Zusammenfassung der Roadshow Themen als Webinar statt.

Weitere Informationen können per E-Mail an liNear angefordert werden.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

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