Photovoltaik-Portal: Brandschutz
zur Erinnerung: In den letzten Jahren ist die Zahl der installierten Photovoltaik-Anlagen stetig gestiegen. Den wenigsten Betreibern dürfte allerdings bewusst sein, dass diese im Brandfall eine besondere Gefahrenquelle für die Feuerwehrleute darstellen. Dabei wird das Thema nicht nur in Fachkreisen diskutiert. Auch Medien wie Focus und Panorama nahmen schon Fälle, wie den eines Rösrather Feuerwehrmannes, der einen Stromschlag erlitt, zum Anlass, das Problem zu thematisieren. Zwar geht von Solaranlagen nach übereinstimmender Einschätzung von Herstellern und Versicherern keine besondere Brandgefahr aus. Wenn es aber im Gebäude brennt, können sie zu einer tödlichen Falle für die Feuerwehr werden.
Das Problem besteht darin, dass anders als üblicher Haushaltsstrom der Gleichstrom der Solarmodule nicht einfach über eine Zentralsicherung abgestellt werden kann, da Solarzellen Strom produzieren, sobald Licht darauf fällt - und das mit einer Leistung von meist mehreren Hundert Volt. Damit besteht die Gefahr von Stromschlägen, die bereits ab 120 Volt lebensgefährlich sein können. Neuere Anlagen müssen zwar gemäß VDE 0100-7-712 mit einer Gleichstrom-Freischaltstelle (DC-Schalter) vor dem Wechselrichter ausgestattet sein. Der Wechselrichter ist aber häufig im Keller installiert, so dass auch nach dem Ausschalten die Solarmodule selbst und die Leitungen bis zum DC-Schalter noch unter Strom stehen. Um nicht nur den Bereich zwischen Wechselrichter und Hausanschluss sicher zu machen, wären eigentlich Notausschalter direkt an den Modulen nötig, die im Brandfall auch noch sicher und zentral bedient werden könnten. Die theoretische Alternative, die Anlage durch eine Abdeckung total zu verdunkeln und so abzuschalten, würde im Ernstfall an der technischen Umsetzung scheitern. Und Versuche, die Abschaltung durch Aufbringen einer dicken Löschschaumschicht zu bewirken, haben gezeigt, dass nach wenigen Minuten die ursprüngliche Stromleistung wieder erreicht wird ... aus dem Beitrag "Brandfalle Photovoltaik-Anlage" vom 28.10.2009.
Leitungsschutzkanal von Spelsberg kapselt und schützt PV-Leitungen in Gebäuden (15.5.2012)
Mehr Sicherheit für Gleichstromleitungen in der Photovoltaik - das ist die Aufgabe des neuen PV Lifeline-Leitungsschutzkanals von Spelsberg. Mit ihm sind PV-Leitungen in Gebäuden zu jeder Zeit vollständig gekapselt und gegen mechanische Einflüsse geschützt. weiter lesen
Portable Einrichtung zur Lokalisierung von Isolationsfehlern in PV-Anlagen (15.5.2012)
Das EDS3090 von Bender ist eine Einrichtung zur Isolationsfehlersuche nach
IIEC 61557-9 in großen Photovoltaikanlagen. Diese PV-Anlagen
müssen ungeerdet im Sinne der
DIN VDE 0100-410 betrieben werden und bieten damit eine höhere
Verfügbarkeit. weiter lesen
Fachbuchvorstellung: "Handbuch Brandschutzatlas" (16.8.2011)
Das „Handbuch Brandschutzatlas“ liefert einen Überblick über die
Grundlagen des vorbeugenden Brandschutzes. Das Handbuch enthält die wichtigsten
Kapitel des Standardwerkes „Brandschutzatlas“, die dem Leser das Erstellen von
Brandschutzkonzepten ermöglichen. weiter lesen
Sicheres Abschalten von PV Anlagen (21.6.2011)
Photovoltaik-Anlagen lassen sich zwar vor dem Wechselrichter spannungsfrei
schalten, die hohen DC-Spannungen der Module bleiben allerdings solange
bestehen, wie Licht darauf fällt. Hier können dann bis zu 1000 Volt anstehen,
was Wartung, Reinigung oder auch das Löschen von Gebäuden mit PV nicht
ungefährlich macht. weiter lesen
Lichtbogengefahr bei PV-Anlagen (21.6.2011)
In PV-Anlagen können Wackelkontakte oder Isolationsfehler dazu führen, dass in
Gleichstromkreisen Lichtbögen von beträchtlicher Energie entstehen, die
Temperaturen von mehr als +3.000°C erreichen - ein Sicherheitsrisiko sowohl für
die umgebende Infrastruktur als auch für Personen. weiter lesen
Überspannungsschutz für DC-seitig geerdete PV-Anlagen (21.6.2011)
DEHNguard S PV SCI 600 und DEHNguard S PV SCI 150 sind die neuen einpoligen
modularen Überspannungsschutzgeräte für DC-seitig geerdete PV-Anlagen von Dehn +
Söhne, dem Blitz- und Überspannungsschutzspezialisten aus Neumarkt i.d.OPf. weiter lesen
Brandschutz bei Solaranlagen - vom Lichtbogen bis zum Schutz der Rettungskräfte (10.3.2011)
Der TÜV Rheinland führt gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme im Auftrag des deutschen Bundesumweltministeriums ein auf drei Jahre angelegtes
Forschungsvorhaben speziell zum Brandrisiko von Photovoltaik-Anlagen durch. weiter lesen
Brandfall(e) Solardach: Feuerwehr-Einsatzkarte verspricht Klarheit (20.9.2010)
Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) hat zusammen mit
fachkundigen Partnern die Feuerwehr-Einsatzkarte
"Handlungsempfehlung Photovoltaik" erstellt, die die wichtigsten
Eckpunkte und Hinweise zur Vorgehensweise im Fall des Brandes in
einem Gebäude mit Photovoltaik-Anlage enthält. weiter lesen
"Feuerwehrschalter", um Photovoltaikanlagen sicher zu trennen (5.5.2010)
Anders als üblicher Haushaltsstrom kann der Gleichstrom von Solarmodulen nicht einfach über eine Zentralsicherung abgestellt werden, da Solarzellen Strom produzieren, sobald Licht darauf fällt. Damit besteht bei der Wartung von defekten Wechselrichtern oder im Brandfall die Gefahr von Stromschlägen und Lichtbögen, die durch die laut VDE 0100-712 geforderte Gleichstrom-Freischaltstelle (DC-Schalter) vor dem Wechselrichter nur teilweise eingedämmt werden kann. weiter lesen
Brandprüfungen an Photovoltaikmodulen (3.5.2010)
TÜV
Rheinland baut sein Netz an Dienstleistungen zur Kontrolle von Qualität und
Sicherheit bei Solarmodulen weiter aus. Der Weltmarktführer im Bereich der
Prüfung und Zertifizierung von Photovoltaik-Modulen bietet Brandtests zur
Überprüfung der Widerstandsfähigkeit von Modulen gegenüber der Einwirkung durch
Feuer von außen an. TÜV Rheinland bietet damit auch allen Herstellern eine
Vollprüfung nach der ANSI/UL 1703 für den Marktzugang in Nordamerika. weiter lesen
