alternative Energien: Kleinwindkraftanlagen
Die Motivation für die zunehmende Investitionsbereitschaft ist unterschiedlich. Im Vordergrund steht natürlich ein wirtschaftliches Interesse. Hinzu kommt zuweilen der Wunsch nach Energieautonomie oder einfach nur das Interesse an einer erneuerbaren Energiequelle. Viele Investoren übersehen aber häufig, dass die Nutzung der Windenergie zahlreiche Probleme mit sich bringt. Zu den technischen Fragen gehört vor allem die Wahl des richtigen Standortes. Hinzu kommt die Entscheidung für ein Funktionsprinzip und einen Hersteller. Anders als im Bereich großer Windkraftanlagen, bei denen die Begutachtung des Standortes und die Zertifizierung der Anlage selbstverständlich sind, ist bei kleinen indenergieanlagen dieses Vorgehen eher eine Seltenheit. Man verlässt sich auf die Aussagen der Hersteller und die eigene Expertise. Zusätzlich sind rechtliche Gesichtspunkte und schließlich ökonomische Randbedingungen zu bewerten.
Windräder mit senkrechter Drehachse
Ein großes Manko heutiger Windräder ist, dass sie aufgrund der Luftverwirbelungen in hohem Abstand voneinander aufgestellt werden müssen. Entsprechend groß ist der Flächenverbrauch und die Ausweitung der Umwelt- und Lärmbelastung, was die Gemüter von Anrainern oft erhitzt. Viel enger geht es laut Forschern vom California Institute of Technology, wenn man Windräder mit vertikaler statt horizontaler Drehachse verwendet. Die Computersimulation bestätigte eine hohe Effizienz, sobald im und gegen den Urzeigersinn laufende Windräder dieser Art abwechselnd aufgestellt werden.Erklärbar ist der Effekt den Forschern zufolge durch die Bewegung der Rotoren nebenan, was eine größere Luftströmung bewirke. Die Idee dazu kommt aus der Analyse der Anordnung von Fischschwärmen, die bereits in den 70er Jahren gelungen war. Wenn sich Fische im Schwarm bewegen, nutzen sie eine Formation, die es dem einzelnen Tier erlaubt, sich vom Wasserwirbel der beiden weiter vorne schwimmenden Fische ziehen zu lassen.
Die Idee von Windturbinen mit vertikaler Drehachse ist ebenfalls nicht neu. Am 25.09.2009 gab es einen interessanten Beitrag einer sehr leisen Neuentwicklung für den Hausgebrauch(!) in der Fernsehsendung nano: 3sat.de/mediathek/mediathek.php?obj=14544&mode=play.
redaktionelle Einzel-Beiträge zum Thema:
Windkraft für den Hausgebrauch und Gewerbebetriebe (5.2.2012)
Windkraft für den Hausgebrauch: Was bisher großen Energieunternehmen vorbehalten war, wird immer mehr auch für den Privat- und Gewerbehaushalt interessant. Die Allgäuer MRT Wind GmbH hat passende Windkraftanlagen entwickelt, die sich genehmigungsfrei installieren lassen, im Betrieb lautlos sein sollen und sich bereits innerhalb von fünf Jahren amortisieren könnten. weiter lesen
Studie: Wärmepumpen sind zum Ausgleich von volatilem Windstrom geeignet (6.12.2011)
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) hat am
30.11.2011 eine Studie zu den "Potenzialen der Wärmepumpe zum Lastmanagement im
Strommarkt und zur Netzintegration erneuerbarer Energien" veröffentlicht. weiter lesen
WindEnergy Hamburg hat im September 2014 Premiere - zeitgleich zur HUSUM WindEnergy (27.11.2011)
Als "neue internationale Windleitmesse" soll die WindEnergy Hamburg
erstmals vom 23. bis 26. September 2014 in der norddeutschen Metropole
veranstaltet werden - parallel zur zeitgleich geplanten HUSUM WindEnergy. Das hat der Messefachbeirat entschieden, der sich jetzt
konstituiert hat. weiter lesen
Hamburg oder Husum? Wo trifft sich die Windbranche im Jahr 2014? (16.10.2011)
Hamburg soll ab 2014 Austragungsort einer weiterentwickelten
internationalen Fachmesse der Windbranche werden. Das verkündeten zumindest VDMA Power
Systems und die Hamburg Messe und Congress GmbH am 12.102011 auf einer
gemeinsamen Pressekonferenz. Der Konter der HUSUM WindEnergy kam umgehend. weiter lesen
EEG-Umlage 2012 steigt moderat (16.10.2011)
Die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber haben am 14.10.
bekannt gegeben, dass die
EEG-Umlage 2012 moderat steigen wird. Nachdem die Stromverbraucher im Jahr
2011 für die Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien 3,53
Cent/kWh gezahlt haben, wird sich dieser Betrag im Jahr 2012 wohl auf 3,592
Cent/kWh erhöhen. weiter lesen
Mit seiner Informationskampagne „Windkraft im Visier“ will der Deutsche Naturschutzring (DNR) den Ausbau der erneuerbaren Energien weiter voranbringen und gleichzeitig deren Umwelt- und Naturverträglichkeit gewährleistet wissen. Nach der angestrebten Energiewende äußert sich der DNR deshalb auch zum Bau von Windkraftanlagen in Wäldern. weiter lesen
Vertikalturbinen sind für Windparks sinnvoller (17.7.2011)
Windparks können bei gleicher Standfläche zehnmal mehr Energie
liefern, wenn sie kompakte Vertikalturbinen anstelle der derzeit gängigen,
großen Horizontal-Windräder nutzen. Diesen Schluss haben Forscher des California
Institute of Technology (Caltech) aus einem Feldtest gezogen. weiter lesen