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Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V.: Keine Entspannung auf dem Bauarbeitsmarkt

(5.4.2001) Die Lage auf dem Bau-Arbeitsmarkt hat sich weiter verschärft. Wie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie gestern in Berlin mitteilt, waren im März 2001 insgesamt 325.000 Arbeiter mit bauhauptgewerblichen Berufen arbeitslos gemeldet. Gegenüber März 2000 stieg die Zahl um 28.000 bzw. 9,3%. Auf eine offene Stelle entfielen im März 19 arbeitslose Bauarbeiter. "Der Bau belastet den Arbeitsmarkt. Im Gegensatz zur leichten Entspannung in der Gesamtwirtschaft ist am Bau keine Besserung in Sicht", betont RA Michael Knipper, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes.

Kritisch ist die Lage auf dem ostdeutschen Bau-Arbeitsmarkt. Mit 171.000 Arbeitslosen wurde die höchste März-Arbeitslosigkeit seit der Vereinigung erreicht. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl um weitere 18.000 bzw. 11,4% gestiegen. Zum gleichen Zeitpunkt waren in ostdeutschen bauhauptgewerblichen Betrieben rund 185.000 gewerbliche Arbeitnehmer tätig. Knipper: "Für die meisten Bauarbeitslosen in Ostdeutschland ist bei der heutigen Verfassung des Baumarkes eine Chance auf eine Beschäftigung gering. Das ist doppelt bitter, da es sich überwiegend um junge und qualifizierte Arbeitskräfte handelt." Seit einem Jahr ist die Zahl der in Ostdeutschland registrierten Arbeitslosen mit bauhauptgewerblichen Berufen höher als in Westdeutschland.

Eine Verschlechterung ist auf dem Bau-Arbeitsmarkt in Westdeutschland zu beobachten. Der seit Januar 1998 anhaltende Rückgang der Arbeitslosen ging im Januar 2001 zu Ende. Im März wurden 154.000 Arbeitslose mit bauhauptgewerblichen Berufen gezählt, d.h. 10.000 bzw. 7,0% mehr als im März 2000. "Uns zeigt das, dass auch die westdeutsche Bauwirtschaft noch nicht die konjunkturelle Talsohle durchschritten hat. Der extrem niedrige Auftragsbestand zu Jahresbeginn sollte auch der Politik klargemacht haben, dass die Branche mit dem Rücken zur Wand steht" erklärte Knipper.

Einen Tag vor dem Bündnisgespräch Bau mit Bundeskanzler Gerhard Schröder appelliert Knipper noch einmal an die Entscheidungsträger in Politik und Verwaltung, endlich die von den Bauverbänden geforderte Investitionsoffensive auf den Weg zu bringen. Vor allem die Länder und Kommunen in Ostdeutschland warten auf schnelle Hilfe durch ein Sofortprogramm zugunsten der ostdeutschen Infrastruktur. Darüber hinaus müsse schon jetzt darüber nachgedacht werden, wie im Rahmen des Solidarpakts II ab 2005 ein dezidierter Infrastrukturschwerpunkt für die neuen Bundesländer gesetzt werden könne. Unabhängig davon sei es aber auch notwendig, die mit dem Zukunftsinvestitionsprogramm eingeleitete Investitionswende auf der Ebene des Bundes über das Jahr 2003 hinaus zu verstetigen. Knipper: "Deutschland braucht zur Beseitigung seiner Infrastrukturdefizite eine öffentliche Investitionsoffensive. Ansonsten droht die Gefahr, dass Deutschland im internationalen Standortwettbewerb zurückfällt."

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