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Preise für (Eigentums)Wohnungen noch leicht unter Druck - aber ...

(16.9.2001) Der Markt für neue Eigentumswohnungen befindet sich weiterhin leicht unter Druck. Mit nennenswerten Preisabschlägen ist laut einer Umfrage unter 600 Immobilienvermittlern von LBS und Sparkasse allerdings nur noch in den neuen Bundesländern zu rechnen. Im Westen ist die Marktlage dagegen alles in allem stabil. Zwar sind vereinzelt noch Preisrückgänge möglich, doch gleichzeitig ziehen in manchen Großstädten die Preise wieder an. Ein deutliches Zeichen, so LBS Research, dass sich der Gesamtmarkt - wenn überhaupt - nur noch geringfügig nach unten bewegen wird und vor der Wende nach oben steht.

Zur einer weiteren stabilen Entwicklung in Ost- und Westdeutschland tragen nach Einschätzung der Immobilienexperten mehrere Faktoren bei.

  • Zum einen sei der Neubaumarkt insgesamt kleiner und differenzierter geworden. Im vergangenen Jahr wurden in der Bundesrepublik nur noch rund 60.000 neue Eigentumswohnungen genehmigt. Auf dem Höhepunkt der Bautätigkeit Mitte der 90er Jahre waren es mehr als dreimal so viel. Dies dürfte in absehbarer Zeit zu einer Angebotsknappheit und damit zu tendenziell steigenden Preisen führen.
  • Zum anderen wurden die Wohnungen, die jetzt auf den Markt kommen, in der Regel begleitet von einer kritischeren lokalen Marktanalyse. Entstanden früher - häufig angetrieben von steuerlichen Motiven - ganze Neubausiedlungen mit Mehrfamilienhäusern, sind Eigentumswohnungen heute meist nur noch ein kleiner Teil einer breiter angelegten Neubaustrategie, in deren Mittelpunkt auch in den Städten immer mehr das Eigenheim steht.

Qualitativ hochwertige Neubau-Wohnungen in einer gemischten Siedlungsstruktur dürften also auch künftig Abnehmer finden. Der Markt hat sich dabei, so LBS Research, weitgehend auf Selbstnutzer eingestellt; ein breites Engagement von Kapitalanlegern sei zur Zeit nicht zu erkennen.


Die aktuelle Umfrage macht deutlich, dass die Faustformel "Höherer Wohlstand, höhere Preise für Immobilien" auch auf dem Markt für neue Eigentumswohnungen gilt. Während in den Mittel- und Großstädten im "reichen Süden" der Quadratmeter im Schnitt 4.650 Mark kostet, muss man Norden nur rund 3.600 Mark bezahlen. Etwa dazwischen liegt das Preisniveau in der "Mitte" (Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland). Knapp 4.000 Mark müssen hier pro Quadratmeter veranschlagt werden. Noch deutlich dahinter liegen die neuen Bundesländer mit durchschnittlich 3.200 Mark. Um diese Mittelwerte herum variieren die Preise unterschiedlich stark.

Von gleichen Lebensverhältnissen kann jedenfalls bei einem Blick auf die "Preisliste" für Eigentumswohnungen in verschiedenen deutschen Städten nicht die Rede sein. Während Käufer z.B. in München für eine 100-Quadratmeter-Wohnung bereits 620.000 Mark auf den Tisch legen müssen, kostet die gleiche Wohnung etwa in Schwerin nur 250.000 Mark. Aktueller Spitzenreiter auf der Preisskala ist Frankfurt am Main. Der mittlere Quadratmeterpreis hat hier bereits 6.500 Mark erreicht, Spitzenlagen kosten bis zu 8.500 Mark.

In einem für die meisten bereits unerschwinglichen Bereich von 5000 Mark pro Quadratmeter (besagte 100-Quadratmeter-Wohnung kostet dann eine halbe Million DM) liegen die Großstädte Berlin (5500 Mark), Köln (5500 Mark), Hamburg (5400 Mark), Stuttgart (5000 Mark) und Düsseldorf (4900 Mark). Aber auch kleinere Städte können hier gut mithalten, etwa Heidelberg (5800 Mark), Bad Homburg (5700 Mark) oder Wiesbaden (5500 Mark). Unter der 5000-Mark-Grenze befinden sich die Metropolen Dortmund und Duisburg (3800 Mark), Essen (4500 Mark) sowie und Hannover (4000 Mark). In den Großstädten unter 500.000 Einwohnern dominieren Preise zwischen 3000 und 4000 Mark; in Klein- und Mittelstädten (Einwohner zwischen 20.000 und 100.000) prägen Preise zwischen 2500 und 3500 Mark das Bild. Den unteren Rand markiert Aurich (Ostfriesland) mit 2.000 DM. Besonders kostspielig ist dagegen die Aussicht auf Alpen und See in Starnberg (7100 Mark) und Garmisch-Partenkirchen (6500 Mark).

LBS-Broschüre "Markt für Wohnimmobilien"

Ein aktueller Immobilien-Preisspiegel mit Angaben zu Eigentumswohnungen, Einfamilienhäusern und Baugrundstücken in über 300 Städten (darunter 80 Großstädte) befindet sich in der LBS-Broschüre "Markt für Wohnimmobilien 2001 – Daten, Fakten, Trends" . Der Preisspiegel gibt einen Überblick über die Marktlage im Neubau und Bestand, wobei jeweils Preisspannen und der am häufigsten anzutreffende Kaufpreis angegeben sind.

Die Broschüre kann kostenlos unter Angabe des Stichworts "Immobilienmarkt 2001" bestellt werden:

  • LBS-Versandservice
    Stichwort: "Immobilienmarkt 2001"
    Teinacher Straße 62
    71634 Ludwigsburg
  • Fax: 07141/3 77 01 10
  • E-Mail: LBS-Versandservice@roernst.de

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