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Matratzen im Test - Der (Alp-)Traum vom Schweben

(15.3.2002) Schlafen wie schwerelos - die Matratzenwerbung holt den Weltraum ins Schlafzimmer. Viskoelastisch heißt das Zauberwort. Die neuen wärmeempfindlichen Matratzen sollen sich noch besser an den Körper anpassen. Doch die Testergebnisse der STIFTUNG WARENTEST sind enttäuscht: Statt abzuheben, sanken die Tester zu tief ein. Viele normale Matratzen sind besser. Im Test: 20 Matratzen - und zwar Federkern-, Taschenfederkern-, Latex- und Schaumstoffmatratzen.

Schaumstoff reagiert zeitverzögert

Das Material heißt Tempur: Ein Schaumstoff aus Polyurethan. Die amerikanische Weltraumbehörde Nasa hat ihn entwickelt. Tempur reagiert auf Wärme und Druck. Viskoelastisch heißt das Zauberwort: Die Matratze schmiegt sich praktisch an den menschlichen Körper an. Das Besondere: Der Schaumstoff reagiert zeitverzögert. Wenn der Druck nachlässt, dauert es einige Sekunden, bis der Matratzenkern wieder seine ursprüngliche Form annimmt. Die Liegemulden sind deshalb relativ starr. Gut für Bettlägrige: Der Druck des Körpers wird gleichmäßig verteilt. Das beugt Wundliegen vor. Nachteil für gesunde Schläfer: Die starren Liegemulden können die Bewegung des Körpers erschweren.

Viskoelastisch keine gute Wahl

Das Hin- und her im Schlaf ist wichtig für die Gesundheit. Der Körper muss seine Position verändern, damit sich Wirbelsäule und Bandscheiben erholen. Tiefe Mulden und extrem weiche Matratzen behindern die Bewegung. Fazit: Die neuen viskoelastischen Matratzen sind keine gute Wahl. Der Mensch sinkt zu tief ein. Weiche Matratzen liegen allerdings im Trend. Die STIFTUNG WARENTEST wählte besonders häufig gekaufte Modelle: Keine einzige Matratze im Test war wirklich hart. Dabei kann härter gesünder sein.

Für schwere Menschen zu weich

Die Angaben auf den Etiketten helfen kaum. Da steht mal soft, mal fest, mal Härtegrad 2. Es gibt kein einheitliches System. Manchmal ist gar keine Härte angegeben. So lassen sich die Matratzen nicht miteinander vergleichen. Dabei gibt es ein Maß für die Härte: die Auflagefläche und die Einsinktiefe des Schlafenden. Im Test wurde der Härtegrad der Matratzen mit Messgeräten und Computern ermittelt. Fazit: Auf die Angaben der Anbieter ist kein Verlass. Beispiel: Rummel De Lux Solo. Auf dem Etikett steht: "fest". Tatsächlich ist die Matratze nur mittelhart. Schwere Menschen brauchen festere Matratzen, die den Körper optimal unterstützen. Ein Grundsatz, der für alle Matratzen gilt.

Modulsystem nicht ausgereift

Interessant ist die Produktidee von Freyja: Die Taschenfederkernmatratze Modulus Queen besteht aus mehreren Einzelteilen. Die gibts in verschiedenen Härtegraden. Individuell kombiniert, entsteht die persönliche Traummatratze. Gute Idee - schlechte Umsetzung. Die Modulus Queen war im Test insgesamt zu weich. Die Liegeeigenschaften verschlechtern sich sogar im Laufe der Zeit. Und nach dem Waschen passt der Bezug kaum noch über die Einzelteile. Da müssen die Produktentwickler wohl noch mal ran.

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