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Fußbodenheizung auch im Gebäudebestand: Fliegengewicht heizt ein

(20.3.2002) Fußbodenheizungen liegen im Trend - bei Neubauten. Dagegen galt im Gebäudebestand bisher: zu viel Dreck, zu hoch, zu schwer. Das ändert sich mit einem neuen Kupferrohr-Trockenbausystem von cuprotherm. Anstelle des klassischen Fußbodenheizungsaufbaus - 30 Millimeter Dämmplatte plus 65 Millimeter Estrich - besteht die 'trockene' Konstruktion in einem ausreichend gedämmten Altbau aus einer 25 Millimeter dicken Verlegeplatte sowie einer 25 Millimeter starken Trockenestrichplatte. Und selbst dort, wo die Statik gegen zusätzliches Gewicht spricht (etwa bei alten Holzbalkendecken), kann das Trockenbausystem eingesetzt werden. Denn im Vergleich zu einem herkömmlichen Estrich, der pro Quadratmeter rund 130 Kilo auf die Waage bringt, wiegt der trockene Aufbau rund 50 Kilo - ein Fliegengewicht.

Weil das System mit wenigen Komponenten - Verlegeplatte sowie Wärmeleitlamellen und -bögen für die bessere Wärmeübertragung - auskommt und montagefreundlich ist, ist es vom Heizungsfachmann auch schnell installiert. Reicht die Aufbauhöhe aus, kann die Lösung sogar auf einem vorhandenen Oberbelag eingesetzt werden, vorausgesetzt, der Untergrund ist trocken und eben. Egal, ob 'trockene' oder 'nasse' Systeme, also solche, die mit mineralischem Estrich abgeschlossen werden, die Wirkungsweise bleibt gleich. Die Wärme, die von den mit Heizwasser durchflossenen Kupferrohren abgegeben wird, heizt zunächst die Estrichschicht plus Fußbodenbelag auf. In diesem Fall ist dies die Trockenbauplatte sowie beispielsweise Parkett oder Fliesen. Von hier wird dann die Wärme abgestrahlt. Das bei einem solchen Heizsystem empfundene Behaglichkeitsgefühl entsteht, wenn die Strahlungswärme auf den menschlichen Körper trifft – direkt über die Heizfläche, den Boden, oder als reflektierte Strahlungswärme durch Wände oder Möbelstücke. Es wird also nicht die den Menschen umgebende Luft erwärmt, sondern Personen und Gegenstände im Raum.

Und dazu braucht es nicht viel Energie: Heizwassertemperaturen von 40 bis 50 °C reichen aus, um Wohnräume ausreichend zu erwärmen. Weil die trockene Fußbodenkonstruktion so leicht ist, erwärmt sie sich schnell. Deshalb reichen kleinere Kupferrohrdimensionen mit einer geringeren Menge an Heizwasser aus - das bedeutet eine zusätzliche Energieeinsparung. Weiterer Vorteil der Strahlungsheizung: Im Gegensatz zu herkömmlichen Wärmekörpern erzeugen Fußbodenheizungen kaum Konvektion. Das bedeutet, dass kein Luftzug entsteht, mit dem die warme Luft nach oben steigt und die abgekühlte wieder absinkt. Gleichzeitig vermeidet es die Verwirbelung von Hausstaub und schont so Allergiker - ein angenehmes Wärmeempfinden für alle ist garantiert.

Der nachträgliche Einbau einer Fußbodenheizung macht betagte Häuser nicht nur komfortabel und energetisch sparsam, sondern auch bereit für die Kombination mit alternativen Energiequellen und damit fit für die Zukunft. Bei Neubauten wird dies vorausgesetzt. Nicht umsonst werden bereits die Hälfte aller neuen Ein- und Zweifamilienhäuser mit einer Fußbodenheizung ausgestattet. Und auch hier eignet sich das Trockenbausystem von cuprotherm, beispielsweise in Fertighäusern oder wenn es auf der Baustelle schnell gehen muss. Denn Wartezeiten für die Austrocknung des Estrichs entfallen bei Verwendung der trockenen Platten, der Bodenleger kann sogleich mit den Folgearbeiten beginnen. Sollte es erforderlich sein, kann das System jedoch auch beispielsweise mit einem Zementestrich kombiniert werden.

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