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Markt für Gebäudemanagement- und Kontrollsysteme: Hohes Engagement gefragt

(17.5.2002) Unternehmen, die ihre Position im Europamarkt für Gebäudemanagement- und Kontrollsysteme behaupten oder gar ausbauen wollen, kommen derzeit nicht umhin, ihre Geschäftsstrategie einer kritischen Analyse zu unterziehen. Der hohe Konkurrenzdruck und die rückläufige Zahl an Neubauten verschärfen die Wettbewerbssituation zusehends. Laut Frost & Sullivan ist das Wachstumspotenzial begrenzt: Zwischen 2001 und 2008 werden die Umsätze von 3,31 Milliarden US-Dollar auf 3,73 Milliarden US-Dollar steigen.

Dabei geht die Unternehmensberatung davon aus, dass der öffentliche Sektor aufgrund geplanter Infrastruktur-Investitionen im Gesundheits-, Erziehungs- und Transportwesen noch weitaus bessere Wachstumschancen bieten wird als der kommerzielle und der Industrie-Sektor. Gleichzeitig wird die Nachfrage nach Systemen und Produkten zurückgehen, während das dienstleistungsbasierte Segment für Betriebs- und Wartungsverträge an Volumen zulegen wird. Eine wichtige Rolle spielt hier das zunehmende Interesse der Endnutzer an Kosteneinsparungen und damit am Outsourcing sämtlicher Funktionen, die nicht zu ihrem Kerngeschäft zählen. Folglich rechnet Frost & Sullivan damit, dass sich der Bereich Dienstleistung und Wartung zum dynamischsten Marktsektor entwickeln und im Jahr 2008 37,3 Prozent des Gesamtumsatzes erwirtschaften wird.

Offene Protokolle weichen Kundenloyalität auf

Als zentrale Strategien für die Zukunft empfiehlt die Analyse den Akteuren in sämtlichen Sektoren ein effektives Marketing sowie die Optimierung der eingesetzten Technologien und Vertriebskanäle. Auch eine Diversifizierung der betrieblichen Prozesse im Bereich Kontrollsysteme könnte den Marktteilnehmern Wettbewerbsvorteile verschaffen. Eine Schlüsselfunktion kommt darüber hinaus der Erhaltung der Kundenloyalität zu, denn seit einiger Zeit erleichtern offene Protokolle die Einführung integrierter Gebäudemanagement- und Kontrollsysteme. Diese Entwicklung wird das Marktbild grundlegend verändern, da sie die Endnutzer dazu verleiten könnte, ihre Systeme aus Technologien unterschiedlicher Anbieter zu kombinieren. Damit ist ein Verlust der Markenbindung abzusehen, und statt mit einem einzigen Hersteller werden die Kunden Geschäftsbeziehungen mit diversen Partnern aufbauen, womit die Ausschließlichkeit immer mehr verloren geht.

Nutzerfreundlichkeit als Verkaufsargument

"Unter diesen Voraussetzungen ist es wichtig, dass die Hersteller den Kunden die konkreten Vorteile ihrer Systeme bewusst machen, vor allem, was die Möglichkeit zu Energieeinsparungen betrifft," meint Jose Melero-Marti, Research Analyst bei Frost & Sullivan. "Für den Erfolg der Kontrollsysteme ist außerdem ausschlaggebend, dass für die Installation ausführliche technische Informationen zugänglich gemacht werden." Für die Bewusstseinsbildung und Schulung der Kunden und Installateure sollten sich die Unternehmen verantwortlich zeigen. "Wichtige Maßnahmen wären hier die Reduzierung der Anzahl der Kommunikationsprotokolle und die Steigerung der Nutzerfreundlichkeit," so Melero-Marti weiter. "Auf diesem Weg werden sich Systemverständnis und -wert maximieren und letztlich höhere Umsätze erzielen lassen."

Ersatz von pneumatischen Systemen bringt Umsatz

Unabhängig von der Nachfrage aus der Bauindustrie werden sich Kontrollsystem-Upgrades mit neuen Mikroprozessor-, elektronischen und digitalen Technologien positiv auf die Marktentwicklung auswirken. Zudem wird die Branche kurz- und mittelfristig vom Modernisierungsbedarf bei Anlagen profitieren, die noch mit alten pneumatischen Systemen ausgerüstet sind.

Deutlicher Marktführer: Siemens Building Technologies

Mit Abstand wichtigste Anbieter im Europamarkt für Gebäudemanagement- und Kontrollsysteme sind laut Analyse die Unternehmen

  • Siemens Building Technologies (Marktanteil 2001: 30,0 Prozent),
  • Honeywell (19,8 Prozent) und
  • Johnson Controls (15,9 Prozent).

In einigen regionalen Märkten spielen auch Namen wie Invensys und Fr. Sauter AG eine bedeutende Rolle. Hauptvertriebsweg ist nach wie vor der Direktverkauf an den Endnutzer; europaweit werden 80 Prozent aller Systeme über diesen Kanal abgesetzt. Frost & Sullivan beobachtet zudem einen wachsenden Trend zum Komplettangebot von Produkten und Betriebs- und Wartungsverträgen in einem Paket.

Einheitliche Standards gefragt

Eindeutig negativ, so betont die Analyse, wirkt sich das Fehlen eines universellen Protokolls aus. Bis zur vereinzelten Einführung offener Protokolle in jüngster Zeit waren die Systemkomponenten unterschiedlicher Marken nicht kompatibel, und auch jetzt noch mangelt es dem Markt dadurch an Flexibilität, Glaubhaftigkeit und Vertrauenswürdigkeit. Positive Perspektiven eröffnen zum einen die geplante EU-Direktive zum Energieverbrauch in Gebäuden und zum anderen die Verhandlungen der Marktteilnehmer über ein einheitliches Protokoll. Daraus ergäbe sich nicht nur ein höheres Maß an Produktstandardisierung, sondern - und das wäre noch weitaus wichtiger - ein transparenteres und offeneres Marktgefüge.

Zusammenfassend bezeichnet Frost & Sullivan die Etablierung offener Protokolle und Industriestandards als entscheidenden Schritt in die richtige Richtung. Eine der Schlüsselherausforderungen der nächsten Jahre wird darin bestehen, adäquate Softwarepakete zu entwickeln, um den Nutzen der angebotenen Produkte zu erhöhen und die Anwendung und das Management zu erleichtern. In dieser Hinsicht werden Produktmerkmale wie Nutzerfreundlichkeit, leichte Integrierbarkeit und die Reichweite der Software eine zentrale Rolle für die Zukunft der Branchenakteure spielen.

Titel der Analyse:

  • Frost & Sullivan's Analysis Of The European Building Management and Control Systems Market (Report B061)

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