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ZDB: Keine hoch gesteckten Erwartungen am Bau

(13.7.2002) Auch im Juni blieb die Geschäftslage für die meisten Bauunternehmen unbefriedigend. Mit Ausnahme des öffentlichen Hochbaus gibt es Lichtblicke auf Seiten der westdeutschen Betriebe, die von einer befriedigenden saisonüblichen Geschäftslage sprechen. In Ostdeutschland gab es derartige Hoffnungsfunken vor allem im Tiefbaubereich und mit Abstrichen im gewerblichen Bau. Dies ergab die monatliche Umfrage des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes unter seinen Mitgliedern.

Die Baunachfrage bewegte sich demnach überwiegend auf Vormonatsniveau. In Westdeutschland war für den Wohnungsbau ein etwas ansteigendes Ordervolumen zu verzeichnen. Ostdeutsche Betriebe meldeten eine leichte Zunahme im sonstigen Tiefbau.

Hinsichtlich der Bautätigkeit berichten die Betriebe überwiegend von einem unveränderten Niveau. Nach wie vor gerät die Bautätigkeit vor allem durch Finanzierungsschwierigkeiten ins Stocken. Die Zahlungsverzögerungen seitens der Auftraggeber klingen nicht ab. Zudem belasten die geforderten Bürgschaften die Kreditlinien der Bauunternehmen in erheblichem Maße und führen zu einem steigenden Verhandlungsaufwand mit den Banken. Produktionsstockungen waren im Monat Juni vereinzelt durch Streikmaßnahmen und bei einigen westdeutschen Betrieben auch durch fehlende Facharbeiter zu verzeichnen. Die Beschäftigung blieb weitgehend unverändert, wenngleich Kündigungen wegen Auftragsmangels nicht vermieden werden konnten.

Die Auftragsbestände der westdeutschen Betriebe weisen für den Wohnungsbau und auch für Tiefbauleistungen in einigen Regionen ein leichtes Plus auf. Die ostdeutschen Betriebe verspüren in allen Aufgabenbereichen eine geringfügige Verbesserung. Die vereinzelten Aufhellungen reichen allerdings nicht aus, um die vorherrschende Einschätzung, dass die Auftragsbestände zu gering seien, entscheidend korrigieren zu können. Die durchschnittlichen Reichweiten liegen nach wie vor unter zwei Monaten. Im Westen ergeben sich für den Hochbau 1,8 Monate, für den Straßenbau 1,5 Monate und für den sonstigen Tiefbau 1,6 Monate. Die ostdeutschen Betriebe verfügen über ein Auftragspolster, das im Hochbau und im Straßenbau für je 1,4 Monate und im sonstigen Tiefbau für 1,8 Monate Arbeit sichert.

Bei den Baupreisen scheint derzeit das Niveau im Hochbau stabiler zu sein. Sowohl in den alten wie in den neuen Ländern berichten die Baubetriebe eher für den Tiefbaubereich über ein sich verringerndes Preisniveau.

Die Geräteauslastung tendiert im Westen fester bzw. leicht zunehmend im Osten. Die Auslastungsgrade im Hochbau (West 59 %, Ost 50 %) übertreffen die im Tiefbau (West 57 %, Ost 47 %) deutlich. Angesichts der schwierigen Geschäftslage dominiert die Ersatzbeschaffung in Verbindung mit Rationalisierungsmaßnahmen als Investitionsmotiv.

Die Erwartungen der Bauunternehmen sind nicht hochgesteckt. Überwiegend gehen die Unternehmen von einer unveränderten Entwicklung hinsichtlich der Geschäfte, Aufträge und Preise aus. Veränderungen erwarten nur wenige Unternehmen. Dabei werden positive Entwicklungen bei den Aufträgen bzw. negative Verläufe bei den Preisen erwartet.

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