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Initiative Zukunftsorientierte Gebäudemodernisierung empfiehlt Energiepass auch für Altbau

(23.7.2002) Mit der EnEV kommt der Energiebedarfsausweis: Bei Neubauten ist er Pflicht, im Altbau bietet er sich als Dokumentations-Instrument für Mieter und Käufer an. "Wir begrüßen die Einführung des Energiepasses - damit steht ein von allen Bau-Beteiligten akzeptierter Nachweis über den Energieverbrauch von Immobilien zur Verfügung“, sagt Dipl.-Ing. Günther Volz, Vorsitzender von "jetzt!". Weiterer Vorteil: Der Pass weist klar nach, wo das größte Einsparpotenzial aus energetischer Sicht liegt.

Maßgeblichen Anteil an der Einführung des Energiebedarfsausweises hat die Energiepass Initiative Deutschland (EID). In dieser Initiative wirken die Unternehmen und Verbände der Dämmstoff-, der Glas- und der Heizungsindustrie mit, unterstützt von der Deutschen Energieagentur (dena) und den Bundesministerien für Bau und Wirtschaft. "Die Mitarbeit der Industrie sichert einen breiten Konsens der Bau-Beteiligten", unterstreicht Volz. Er betont, dass sich der Energiepass auch für Altbauten anbietet, obwohl er hier nicht vorgeschrieben ist. Neubauten erhalten den Pass zwangsläufig – aber diese müssen ohnehin seit Gültigkeit der EnEV den Niedrigenergiestandard erfüllen. Bei älteren Immobilien liegt der Energieverbrauch oft weitaus höher. "Wer als Vermieter oder Verkäufer hier mit dem Energiebedarfsausweis nachweisen kann, dass sein Gebäude modernen energetischen Ansprüchen genügt, hat überzeugende Argumente für eine angemessene Miete bzw. einen lukrativeren Verkaufspreis", nennt Volz den entscheidenden Vorteil für den Energiepass im Altbau.

Chance für die Bauwirtschaft

Mit dem Pass erhält die Bauwirtschaft neue Chancen. Die staatlich geförderte Energieberatung dokumentiert den Energiebedarf und liefert gleich Vorschläge für eine Sanierung unter energetischen Gesichtspunkten mit. Da auch für Folgemaßnahmen Fördergelder bereit stehen, ist die Entscheidung des Hausbesitzers für eine Renovierung leichter. Handwerk und Bauindustrie profitieren von der steigenden Nachfrage – Bauherren von niedrigen Energiekosten und die Umwelt von sinkenden Schadstoff-Emissionen.

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