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Do it yourself: Keine Frage von Eigentum

(25.7.2002) Die Verantwortung für den guten Zustand der Wohnung und für anstehende Modernisierungen beim Vermieter abgeben? Diese Strategie geht für die meisten Mieter nicht auf. Tatsächlich sind sie beim Instandhalten und Verschönern ihrer Wohnung vielfach sogar genauso engagiert wie Eigentümer – und sie geben entsprechend viel Geld dafür aus. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des Nürnberger Marktforschungsinstituts ICON im Auftrag der Landesbausparkassen (LBS). Immerhin 59 Prozent aller rund 19 Millionen Mieterhaushalte in Deutschland beabsichtigen, im laufenden Jahr mindestens eine Modernisierungs- oder Renovierungsmaßnahme in Angriff zu nehmen. Bei Haus- und Wohnungseigentümern macht der Anteil 70 Prozent aus.

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Die Erneuerung von Bädern und Küchen steht bei Mietern (13 Prozent oder 2,54 Millionen) sogar häufiger auf der Tagesordnung als bei Eigentümern (12 Prozent oder 1,86 Millionen). Etwa gleichauf ist der Einsatz beider Gruppen, wenn es um eher kleinere Renovierungsarbeiten geht. So haben zum Beispiel 28 Prozent aller Mieter (das sind 5,39 Millionen) und 31 Prozent aller Eigentümer (4,71 Millionen) vor, im laufenden Jahr Wände und Decken auszubessern, zu tapezieren oder zu streichen. Beim "Aufmöbeln" von Fußböden erweisen sich Eigentümerhaushalte mit einem Anteil von 11 Prozent (1,68 Millionen) deutlich aktiver. Aber immerhin wollen sich auf diesem Feld noch 1,46 Millionen Mieterhaushalte (8 Prozent) betätigen. Ähnlich das Bild bei den geplanten Maßnahmen im Bereich "Türen, Fenster und Jalousien". Hier wollen 1,22 Millionen Eigentümerhaushalte (8 Prozent) und 850.000 Mieterhaushalte (5 Prozent) zur Tat schreiten (vgl. Grafik).

Die vergleichsweise kostspielige Modernisierung der Heizungs- bzw. Warmwasseranlage sowie der Elektroinstallation ist laut Umfrage überwiegend ein Thema für Haus- und Wohnungseigentümer. Jeweils über eine halbe Million Eigentümerhaushalte planen entsprechende Arbeiten. Aber: Auch 330.000 Mieterhaushalte wollen die Elektroinstallation in ihrer Wohnung auf Vordermann bringen. Die Verbesserung der Heizungs- bzw. Warmwasseranlage steht in 220.000 Mieterhaushalten an.

Wenn die Deutschen als ein "Volk von Heimwerkern" bezeichnet werden, hat man gemeinhin das Bild eines "Eigenheimers" vor Augen, der sein Domizil umbaut oder verschönert. Tatsächlich, so die LBS-Immobilienexperten, wird durch die Umfrage deutlich, dass auch Mieter in erheblichem Umfang in ihre Wohnung investieren – vielfach sogar in einem Ausmaß, das über ihre vertraglichen Verpflichtungen hinausgeht. Darauf deutet auch hin, dass 14 Prozent der Mieterhaushalte (2,8 Millionen) in der ICON-Befragung angaben, in den letzten Jahren schon einmal Geld für Renovierungsleistungen bezahlt zu haben, obwohl dies ihrer Meinung nach Sache des Vermieters gewesen wäre. In 55 Prozent der Fälle handelte es sich dabei um Beträge unter 500 Euro, in 30 Prozent um Beträge zwischen 500 und 5000 Euro, und in 5 Prozent der Fälle ging es um mehr als 5.000 Euro.

Mit Renovierungsarbeiten, die das Gebäude und nicht die einzelne Wohnung betreffen, haben Mieter in der Regel unmittelbar nichts zu tun. Trotzdem sind sie finanziell am Ende immer auch mit dabei. Denn zum einen können Vermieter Kosten für Modernisierungen, die den Wohnwert verbessern oder zur Energieeinsparung führen, in bestimmtem Umfang auf die Mieter umlegen (Modernisierungsumlage). Zum anderen gehen übliche Instandhaltungsmaßnahmen von vornherein kalkulatorisch in die Miete ein. Die tatsächlichen Kosten für das Wohnen trägt somit stets der Bewohner selbst – egal ob Eigentümer oder Mieter. Und vielen Mietern bleibt auch die Eigeninitiative nicht erspart. Denn immerhin 20 Prozent der Befragten glauben, dass Renovierungsarbeiten zwar notwendig sind, aber nicht ausgeführt werden, weil der Vermieter nicht bereit ist, die Kosten zu übernehmen.

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