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Zementherstellern drohen Bußgelder in Milliardenhöhe

(13.8.2002) Zementherstellern in Deutschland und einigen Nachbarländern stehen möglicherweise weitere Kartellverfahren ins Haus. Laut Informationen der Tageszeitung "Die Welt" will die EU-Kommission mit weiteren Prüfverfahren gegen Absprachen über Preise, Produktionsmengen und Absatzgebiete in der europäischen Zementbranche vorgehen.

Das Bundeskartellamt hat der deutschen Zementindustrie wegen verbotener Preis- und Quotenabsprachen Bußgelder in Milliardenhöhe angedroht, wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" zuvor berichtete. Durchsuchungen des Bundeskartellamts im Juli bei 30 Zementunternehmen sollen demnach Listen zu Tage gefördert haben, die Jahrzehnte lange Absprachen belegen würden. Der zuständige Leiter der Beschlussabteilung im Bundeskartellamts, Andreas Knochenhauer, geht davon aus, dass eine Reihe von Unternehmen mit hohen Bußgeldern rechnen müsse - insgesamt werde es auf jeden Fall ein Milliarden-Euro-Betrag.
Auch die EU gehe dem Verdacht nach, dass es nicht nur auf dem deutschen Markt sondern auch in Teilen der EU entsprechende Absprachen gegeben haben soll, sagte ein Mitarbeiter der Brüsseler Wettbewerbsbehörde der "Welt".

Angesichts der drohender Bußgelder wollen führende deutsche Zementhersteller mit dem Bundeskartellamt zusammenarbeiten - immerhin können Unternehmen, die bei der Aufklärung mitwirken, nach der so genannten "Bonusregelung" mit einem Nachlass bei den Geldbußen rechnen.

  • HeidelbergCement, nach Angaben des Bundesverbandes der deutschen Zementhersteller Nummer zwei auf dem deutschen Markt, kündigte am 12.8. an, mit dem Bundeskartellamt "offen zusammenzuarbeiten". Ob Rückstellungen für ein mögliches Bußgeld gebildet wurden, wollte ein Unternehmenssprecher nicht sagen.
  • Der drittgrößte Hersteller Readymix (Ratingen/NRW) hat eigenen Angaben zufolge für mögliche Bußgelder keine Rückstellungen gebildet und hofft nun, glimpflich aus dem Verfahren herauszukommen. "Wir gehen bereits seit geraumer Zeit einen geraden Weg und wollen mit dem Kartellamt kooperieren", sagte eine Sprecherin des Unternehmens gegenüber dpa. So soll es bei Readymix klare Leitlinien der Unternehmensführung geben, sich nicht mehr an Absprachen zu beteiligen.
  •  Der größte Zementhersteller in Deutschland, die Wiesbadener Dyckerhoff AG, hat sich angesichts des laufenden Verfahrens zunächst nicht geäußert.

Nach Einschätzung von Readymix wird das Kartellverfahren zu einem Umbruch in der Baustoffindustrie führen, denn in der Branche existierten Überkapazitäten, die es zu bereinigen gelte.

Zur Erinnerung: Vor vier Jahren war Readymix wegen unerlaubter Absprachen mit einer Geldbuße von rund 50 Millionen Euro abgestraft worden. Diesmal könnte die Strafe deutlich höher ausfallen. Die Readymix-Sprecherin nannte eine Summe zwischen maximal 300 und 400 Millionen Euro.

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