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Tipps zur Kellersanierung

Kellersanierung, Keller, Kellerräume, Feuchtigkeit, feuchter Keller, Kellerfeuchte, Bautenschutz, Landesbauordnung, Untergeschoss, Belichtung, Belüftung, Außenabdichtung, Kellerwand, Schimmel, Wasserdampf, Wärmedämmung, Schimmelpilze, Lichtschächte(13.9.2002) Als Abstell- oder Vorratskammer ist ein Keller eigentlich zu schade. Vielmehr kann man es sich dort auch ganz gemütlich machen – vorausgesetzt, das Raumklima stimmt, die Füße sind warm, es riecht nicht muffig, ist weder feucht noch schummrig. Fehlen nur noch die passende Ausstattung und Einrichtung, und das ehemals graue "Kellerverlies" mausert sich zur wertvollen Nutz- und Wohnlandschaft "unter Tage" – wahlweise mit Spielzimmer, Hobbyraum, Büro, Party-Lounge, Fitness-Studio oder Sauna. In Altbauten diente die Unterkellerung in der Vergangenheit meist als Heizungs- oder Kohlenkeller oder einfach nur als Pufferzone zwischen Wohngeschoss und Erdreich. Das Wärmedämmvermögen der Kellerwände und die Trockenheit der Räume spielten dabei keine besondere Rolle. Das ist anders, wenn der Bauherr die Raumreserven "unter der Oberfläche" effektiver nutzen will. Dann stehen Sanierungsmaßnahmen an. Dafür hat die Bausparkasse Schwäbisch Hall wertvolle Tipps zusammengestellt.

Feuchtigkeit, die auf verschiedenen Wegen in die Bausubstanz eindringen kann, ist das Grundproblem. Was im Einzelfall die Ursache für einen feuchten Keller ist, kann man als Laie meist nur schwer erkennen. Fachlicher Rat beugt unnötigen Kosten und fehlerhaften Maßnahmen vor. Mit einem unabhängigen Sachverständigen für Bautenschutz befindet sich der Bauherr bei der Analyse auf der sicheren Seite.

Wer seinen Keller ausbauen will, muss auch die Landesbauordnung im Auge behalten. Sie unterscheidet zwischen Nutz- und Aufenthaltsräumen. Soll das Untergeschoss vermietet werden, ist es also für den "dauerhaften Aufenthalt von Menschen" gedacht, gelten baurechtliche Vorgaben für die Belichtung und Belüftung.

Schutz vor Feuchtigkeit

Um die Durchfeuchtung in den Griff zu bekommen, gibt es verschiedene Rezepte. Dauerhaften Schutz vor Feuchtigkeit aus dem Erdreich bietet eine vertikale Abdichtung von außen, z.B. mit Bitumenschweißbahnen. Allerdings lässt sich eine Außenabdichtung nicht immer problemlos durchführen, weil dafür die Kellerwand freigelegt werden muss. So können enge Innenstadtbebauung oder wertvolle Bepflanzung diese Vorgehensweise unmöglich machen. Gegen aufsteigende Feuchtigkeit aus tieferen Bodenschichten helfen so genannte Horizontalsperren. Dabei wird flüssige Dichtmasse in den Baustoff injiziert und ausgehärtet.

Vorsicht, Schimmel!

Noch eine wichtige Feuchtigkeitsquelle ist nicht zu unterschätzen: die Raumluft. Wasserdampf aus der Luft schlägt sich an kalten Wänden als Tauwasser nieder. Abhilfe schafft eine geeignete Wärmedämmung, beispielsweise mit Hartschaumplatten. Die Wände bleiben dadurch trocken und Schimmelpilze, die nicht nur Baumaterialien zerstören und den typischen Kellermief erzeugen, sondern auch die Gesundheit belasten, haben keine Chance. Dämmen sollte der Bauherr nicht nur Wände und Decken, sondern auch den Boden.

Ein Sanierputz fördert das Abtrocknen der Wand und bindet gelöste Salze, die sonst durch den Wandanstrich dringen könnten. Gipshaltige Putze und Fließestriche sind übrigens bei der Kellersanierung fehl am Platz, da Gips feuchtigkeitsempfindlich ist.

Heller Keller

Schließlich muss der Bauherr seine Kellerräume noch ins rechte Licht rücken. Denn die Wohnqualität "unter der Grasnarbe" steht und fällt mit dem Lichteinfall von außen. Lichtschächte aus Kunststoff lassen viel Helligkeit in die tiefliegenden Räume und sind einfach zu montieren. Es gibt sogar wasserdichte Lichtschächte, die einem hohen Grundwasserspiegel gewachsen sind und den Keller auch bei Hochwasser trocken halten. Kellerfenster sollten bei häufiger Nutzung der Räume zu Wohnzwecken eine Wärmeschutzverglasung erhalten.

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