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Schächte für Abgasleitungen aus modernen Materialien stellen konventionelle Lösungen in den Hintergrund

(17.2.2003) Die Musterfeuerungsverordnung von 1995 wurde mittlerweile in der Mehrzahl aller Bundesländer umgesetzt. Sie fordert, dass Abgasleitungen, die Geschosse überbrücken, in einem eigenen Schacht angeordnet werden müssen. Die Schächte haben eine Feuerwiderstandsdauer von mindestens 90 Minuten aufzuweisen, in Gebäuden geringer Bauhöhe sind mindestens 30 Minuten gefordert. Ebenso müssen sie während der gesamten Widerstandsdauer die Rauchübertragung in andere Geschosse und Brandabschnitte verhindern. Das setzt auch eine Standsicherheit und Stabilität der baulichen Anlage während der geforderten Feuerwiderstandsdauer voraus. Daher sind nicht nur die Baustoff der baulichen Anlage von Interesse, sondern auch zusätzlich die Verbindungs- und Anschlusstechniken, die diese Forderungen miterfüllen müssen.

Über den gesamten Zeitraum (30 bzw. 90 Minuten) dürfen zudem keine gefährlichen Oberflächentemperaturen an den Außenseiten der Schächte entstehen, die möglicherweise zur Entzündung von brennbaren Baustoffen und Bauteilen führen könnten. Folglich können nicht einfach Baustoffe mit definierter Feuerwiderstandsdauer von 30 bzw. 90 Minuten als bauliche Anlage "zusammen geschustert" und dann als "geprüfte bauliche Anlage" dargestellt werden: Bauseitige "Verschläge" gehören der Vergangenheit an. Nicht zuletzt überprüfen die Bezirks-Schornsteinfegermeister im Rahmen ihrer bauaufsichtlichen Tätigkeiten die Schächte für Abgasleitungen sehr genau.

Grundsätzlich kommen eine Reihe von Möglichkeiten in Betracht, um eine korrekte Planung und Ausführung von Abgasanlagen zu ermöglichen. Dazu gehören z. B. Lüftungsleitungen nach DIN 4102-6, Bauprodukte gemäß DIN 18160-1 wie z. B. Formstücke aus Leichtbeton nach DIN 18150-1 oder Mauerziegel nach DIN 105 usw.

Alle diese konventionellen Lösungen haben eines gemeinsam: Sie sind vielfach nicht mehr zeitgemäß und bringen zu viele Einschränkungen mit sich. In den letzten Jahren haben sich deshalb neue Bauprodukte durchgesetzt - beispielsweise die SKOBIFIX-Systeme der Firma Skoberne aus Pfungstadt. SKOBIFIX ist der Name eines völlig neuartigen Materials, der sogenannten Schaumkeramik. Die Skoberne Schornsteinsysteme GmbH hat gleich eine ganze Reihe von Schachtsystemen und Varianten aus diesem Material entwickelt. Die Systeme eignen sich für viele Feuerungsarten und Brennstoffe. Sowohl für öl- als auch gasbetriebene Feuerstätten im Niedertemperatur- oder Brennwertechnikbetrieb.

Eine ganz besondere Lösung haben sich die Pfungstädter mit dem System SKOBIFIX 30 einfallen lassen. Hier stellen Schacht und Kunststoffabgasleitung eine Einheit dar. Die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung des Deutschen Institut für Bautechnik spricht hier von einer sogenannten Abgasleitung mit Feuerwiderstandsschutz. SKOBIFIX 30 eignet sich für Feuerstätten bis zu einer Abgastemperatur von 120°C und einer Leistung bis zu etwa 35 kW. Die druckdichte Kunststoffleitung im Innern besteht aus schwerentflammbarem Polypropylen (PPs). Außen umgibt die Abgasleitung ein Mantel aus Schaumkeramik. Der Ringspalt zwischen der äußeren Schale und dem abgasführenden Rohr hinterlüftet das System. Brennwertfeuerstätten werden sowohl in raumluftabhängiger als auch raumluftunabhängiger Betriebsweise hier angeschlossen.

Mit 75% Gewichteinsparung gegenüber konventionellen Materialien, wiegt ein laufender Meter SKOBIFIX 30 Schacht weniger als ein Kasten Bier. Die Schachtelemente sind 1000 mm hoch. Die schmale Grundfläche von 150 mm x 260 mm bietet sich an, um das System in der Wand praktisch zu verstecken. Insbesondere in Installationswänden und Vorwandinstallationen ist der Schacht ideal zu integrieren. Völlig neue Installationsmöglichkeiten sollten so mit dem SKOBIFIX 30 Schachtsystem zu realisieren sein.


Der Systemanschluss über das ebenfalls patentierte Deckenanschlusselement mit integrierter Revisionsöffnung bietet zudem einen komfortablen und stufenlosen Anschluss an die Brennwertfeuerstätte. Der Schornsteinfeger übernimmt von hier aus die Überprüfung der Abgasanlage. Das spart teure Dachfenster und Sicherheitseinrichtungen für das Schornsteinfegerhandwerk.

Über Dach mündet das System mit einer koaxialen Dachdurchführung und entsprechender Schrägdachpfanne bzw. entsprechendem Flachdachkragen. Auch dies gehört zu der Grundmaßgabe der Pfungstädter, um ein schnell und rationell aufbaubares Produkt dem Markt zur Verfügung zu stellen: Weniger als 1½ Stunden (ohne Rüstzeit) benötigt ein Handwerker, um das Schachtsystem in einem Einfamilienhaus zu montieren, so die Angaben des Herstellers.

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