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Gartentipp im März: Kampf dem Rasenfilz

(2.3.2003) Zum guten Start in die Vegetationsperiode braucht der Rasen Luft zum Wachsen. Darum gönnen Sie ihm eine Frühjahrskur: Rücken Sie dem Rasenfilz mit einem Vertikutierer zu Leibe.

Im Laufe eines Gartenjahrs bildet sich stets aufs Neue der lästige Filz. Um bis zu einem Zentimeter kann jene Schicht, die großenteils aus abgestorbenen Pflanzenteilen und Schnittgutresten besteht, jährlich anwachsen. Das nicht verrottete Material hat eine dunkelbraune Farbe, verdichtet sich oberhalb der Grasnarbe und macht dem Rasen schwer zu schaffen.

Das Problem: Nährstoffe, Luft und Wasser können die Rasenwurzeln nur noch schwer erreichen. Die Pflanzen trocknen aus, die Wurzeln verkümmern. Moos macht sich breit und es entsteht ein idealer Nährboden für Rasenkrankheiten, wie zum Beispiel Hexenring oder Schneeschimmel. Charakteristisch für einen betroffenen Rasen sind kränkelnde, hellgrüne Flächen.

Die Lösung heißt "Vertikutieren": Mit einem handelsüblichen Gerät - einem Vertikutierrechen oder einem Elektrovertikutierer - kann die Filzschicht leicht entfernt werden. Die Gartenhelfer schneiden Filz und Erdboden senkrecht ein (VERTIKal = senkrecht, CUT = engl.: schneiden). Auf diese Weise wird das unerwünschte Material entfernt. Auch die Lebensadern störender, flach wurzelnder Wildkräuter werden so durchtrennt.

Und so vertikutiert man richtig: Die Messer des Gerätes sollten so eingestellt werden, dass sie den Boden nur drei bis vier Millimeter tief einschneiden. So werden die Rasenwurzeln nicht geschädigt und zugleich werden die schnell verschleißenden Messer geschont. Ein zuvor gemähter Rasen erleichtert übrigens die Arbeit. Zudem sollte der Boden nicht zu feucht sein.

Ein Rasen sollte beim ersten Vertikutieren mindestens drei Jahre alt sein. Mit ein wenig Dünger kann die anschließende Regeneration der Grasnarbe unterstützt werden. Spätestens sechs Wochen nach der Behandlung ist das Gartengrün dichter denn je.

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