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MediaKomm Esslingen präsentiert "Virtuelles Bauamt" und Datenaustauschformat "XBau" auf der CeBIT 2003

(7.3.2003) Das intelligente Formular-Management-System "AllSign", das "Virtuelle Bauamt" und das standardisierte Datenaustauschformat "XBau" sind nur drei der "Highlights" mit denen sich das Projekt MediaKomm auf der diesjährigen CeBIT vom kommenden Mittwoch an präsentiert. Mit diesen und weiteren Vorzeigelösungen für eGovernment hat sich das süddeutsche Pilotprojekt zu den europäischen Vorreitern in Sachen elektronische Services von Verwaltungen für Bürger und Wirtschaft entwickelt. Zu sehen sind die Anwendungen unter anderem im Anwender-Centrum für Kommune Staat und Wirtschaft (enac Europe) in Halle 11, Stand E 26 und F 41.

Bereits vier Bauvorhaben wurden im Esslinger "Virtuellen Bauamt" in Pilotgenehmigungsverfahren vollelektronisch abgewickelt. Im Januar diesen Jahres wurde sogar die erste elektronisch signierte Baugenehmigung erteilt. Bereits im letzten Jahr sorgte das Esslinger Projekt MediaKomm anlässlich der ersten elektronisch signierten Katasterkarte für Schlagzeilen. In diesem Jahr präsentiert sich MediaKomm mit dem fertigen "Virtuellen Bauamt". "Unser 'Virtuelles Bauamt' schafft den Medienbruch zum Papier ab," freut sich Projektleiter Andreas Kraft. Die qualifizierte elektronische Signatur gewährleistet dabei die Rechtsverbindlichkeit.

Mit den in Esslingen entwickelten Lösungen ist das Projekt MediaKomm europäischer Spitzenreiter, wenn es um die rechtsverbindliche elektronische Abwicklung komplexer Prozesse unter Beteiligung von Staat und Wirtschaft wie etwa beim Baugenehmigungsverfahren geht. Nicht nur die Funktionalitäten beim Baugenehmigungsverfahren geht. Nicht nur die Funktionalitäten übertreffen bei weitem andere europäische eGovernment-Vorzeigelösungen wie beispielsweise den in Irland realisierten elektronischen Bauantrag. Unter dem Motto "eGovernment meets eBusiness" integriert das "Virtuelle Bauamt" die Prozesse der Bauverwaltung und der Bauwirtschaft. Wichtig war den Verantwortlichen im Esslinger Projekt dabei, Investitionssicherheit für die beteiligten Nutzer zu gewährleisten. "Das "Virtuelle Bauamt" baut auf den bestehenden Systemen der Fachplaner und Bauverwaltungen auf und vernetzt die Prozesse.

"Was wir entwickelt haben, sind hochintelligente Lösungen, die Medienbrüche abschaffen und den Prozess erheblich effizienter macht," so Kraft. Experten schätzen das mit dem "Virtuellen Bauamt" realisierbare realistische Einsparpotenzial für die deutsche Bauwirtschaft und die Bauverwaltung auf ca. 190 Mio. Euro jährlich.

Im Rahmen der Media@Komm OSCI-Projekte wurde vom Esslinger Team inzwischen das Teilprojekt "XBau" gestartet. (OSCI steht dabei für "Online Services Computer Interface".)

"Ziel", so das Duo Martin Zimmerle und Christoph Geisenheyner - als verantwortliche Projektleiter "XBau" – "ist die Entwicklung eines bundesweit einheitlichen Standardformats für den Austausch von digitalen Bauverwaltungsdaten. Damit wird es möglich, dass sämtliche Behördenprogramme zur Bearbeitung von Bauanträgen jedes elektronisch übermittelte Formular aller am Bau Beteiligten ohne Kompatibilitätsprobleme verarbeiten können. Medienbrüche, Transformationsverluste oder Insellösungen werden vermieden." Die hersteller- und workflowunabhängige Schnittstelle bildet regionale Anforderungen und kommunale Besonderheiten ab und kann unmittelbar in bestehenden Systemumgebungen der Bauverwaltungen eingesetzt werden.

In Verbindung mit der OSCI Sicherheitsinfrastruktur ist es möglich, die Daten auch rechtssicher - einschließlich digitaler Signatur - zu übertragen. Wesentlicher Aspekt des Projekts XBau ist die Bildung eines standardisierten Leit-Datensatzes aus Formular- und Prozessdaten. In einem weiteren Schritt wird dieser in XML-Datenstrukturen umgesetzt. Der Standard wird praxisorientiert entwickelt, dazu werden alle Hersteller und Behörden zur aktiven Mitwirkung eingeladen.

Basis des "Virtuellen Bauamts" ist das Formular-Management-System "AllSign". Die Lösung ist in der Lage, sämtliche formularbasierten Dienste von Verwaltung und Wirtschaft elektronisch und nutzerfreundlich abzubilden. Die elektronische Signatur ist ebenfalls integriert und macht rechtsverbindliche elektronische Transaktionsprozesse im Internet möglich. "AllSign" eignet sich insbesondere zur Vernetzung der Prozesse zwischen Staat und Wirtschaft und zur Umsetzung sogenannter lebenslagenorientierter Angebote. Bereits heute können mit der Anwendung schnell und kostengünstig ca. 5000 Verwaltungsanwendungen elektronisch zur Verfügung gestellt werden. Das durch "AllSign" realisierbare jährliche Einsparpotenzial für Staat und Wirtschaft wird von der MediaKomm-Projektleitung mittelfristig auf ca. 300 Mio. Euro jährlich geschätzt.

Die zahlreichen MediaKomm-Anwendungen werden auf den beiden Hauptständen des Projekts in Halle 11, Stände E 26 und F 41 präsentiert. Das Projekt ist außerdem mit mehreren Fachvorträgen auf der CEBIT präsent.

Zum MediaKomm-Projekt: MediaKomm Esslingen gewann 1999 als eines von drei Projekten den Städtewettbewerb MEDIA@Komm, das bisher größte Multimedia-Projekt des Bundes. Über einen Zeitraum von vier Jahren (2000-2003) soll die virtuelle Stadt mit elektronischem Rathaus und dessen Vernetzung mit einem virtuellem Marktplatz modellhaft erforscht und entwickelt werden. Im Mittelpunkt des Projekts MediaKomm Esslingen steht, rechtsverbindliche Transaktionen im Internet unter Einbindung der elektronischen Signatur möglich zu machen.

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