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Rechteckschiefer für Vorhangfassade: Tradition neu interpretiert

(20.3.2003) Unter extremen Witterungsbedingungen sind besonders solide Baukonstruktionen erforderlich. In der Schweiz, im Appenzeller Land mit seinen langen Wintern, haben sich kompakte Häuser mit relativ geschlossenen Fassaden und traditionellen, kleinen Fensteröffnungen bewährt. Schuppenartige Fassadenbekleidungen sind hier von der Baubehörde vorgeschrieben.

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Das Einfamilienhaus, das Architekt Bruno Bottlang aus St. Gallen plante, kombiniert diese altbewährte Bauweisen mit neuen und zugleich traditionellen Baustoffen. Hoch wärmedämmende Fenster nach Süden erlauben heute großflächige Verglasungen und gleichzeitig solare Wärmegewinne. Und statt einer traditionellen Holz-Schindelbekleidung, prägt eine lebhaft strukturierte Schiefer-Rechteckdoppeldeckung die geradlinige dezente Fassade des Hauses. Schweizer Architekten haben in der felsigen Landschaft ihrer Berge das hier früher übliche und grundsolide Schiefergestein mit seiner archaischen Kraft wiederentdeckt. Das bewährte Gestein erlebt zur Zeit eine Renaissance.

 

 

Mit moderner Technik gepaart, erfüllen traditionelle Konstruktionen selbst allerhöchste Ansprüche. Hinter der hinterlüfteten Schiefer-Rechteckdoppeldeckung verbirgt sich ein schweres, wärmespeicherndes Ziegelmauerwerk. Zwischen Mauerwerk und Fassade wurden hier 2 x 60 mm Steinwolle montiert; sie sorgt für eine sehr gute Wärmedämmung. Ein Windschutzvlies bewahrt die Isolierung vor mechanischer Beschädigung und Auslüftung. Auf diese Weise kühlt das Haus auch bei eisigen Bergwinden nicht aus. Drinnen bleibt es angenehm warm und trocken. Dafür sorgt die hinterlüftete Fassade, selbst wenn draußen der Schnee an der Wand steht.


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