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Preiswerte Warmwasseraufbereitungsanlagen in Osteuropa gefragt

(4.4.2003) Der mittel- und osteuropäische Markt für Haushalts-Warmwasserbereitungsanlagen zeigt Dynamik. Angesichts lahmender Konjunktur und geringer Kaufkraft erwartet eine neue Analyse der Unternehmensberatung Frost & Sullivan jedoch zunächst nur bescheidenes Wachstum. Der Umsatz soll von gegenwärtig 607 Millionen US-Dollar auf knapp 800 Millionen US-Dollar (1,43 Millionen Einheiten) im Jahr 2009 ansteigen.

Zahlreiche alte, unwirtschaftliche Kessel müssen durch modernere ersetzt werden. In einigen mitteleuropäischen Ländern werden auch zunehmend mit Gas beheizte Zweitkessel neben solchen für feste Brennstoffe installiert. Zusätzliche Nachfrage wird von der stetig wachsenden Zahl der Gaskunden erwartet. Länder wie die Slowakei und die Ukraine sind dabei schon besser erschlossen als etwa Bulgarien.

Wegen der niedrigen Kaufkraft ist eine flexible Preisgestaltung unverzichtbar. Selbst weiter entwickelte Ländermärkte wie Polen und Tschechien werden von preiswerten Anlagen geprägt. Die Hersteller müssen deshalb dem Beispiel von Firmen wie Bosch und Vaillant (Deutschland) oder Beretta/Riello und MTS (Italien) folgen und aggressiv Mittelklasse-Anlagen vermarkten.

Gebremst wird das Wachstum von dem Trend, einen größeren Kessel für einen ganzen Wohnblock, eine Straße oder ein Stadtviertel zu installieren. Ähnlich wirkt die Konkurrenz von Wärmepumpen und Biomassekesseln. Auch die vorhandenen Fernheizungssysteme bremsen den Absatz. Freilich sind sie oft unwirtschaftlich und teuer, weshalb etwa in Rumänien zahlreiche Verbraucher auf private Warmwasserbereitung umgestiegen sind. Wirtschaftlicher ist die Fernheizung in Polen, wo sie 40 Prozent der Haushalte abdeckt. Russland und der Ukraine wiederum, die ebenfalls große Fernwärmenetze haben, fehlen die Mittel zur Modernisierung der vorhandenen Systeme ebenso wie für private Zentralheizungsanlagen.

  • Russland ist allein aufgrund seiner Größe umsatzstärkster Ländermarkt. Für diese Größe ist der Markt jedoch immer noch klein. Das liegt zum einen an dem großen Fernheizungsnetz, das drei Viertel der Haushalte versorgt, zum anderen an der geringen Kaufkraft. Die Freigabe der Energiepreise könnte hier Wachstumsimpulse bringen.
  • Zweitgrößter Markt ist Polen. Der immer noch bedeutende Absatz herkömmlicher Festbrennstoffkessel dürfte dort allmählich zurückgehen.

Von Russland und Tschechien abgesehen, hat das Fehlen einheimischer Qualitätsprodukte zu einer Dominanz ausländischer Hersteller geführt. In Russland dominieren hingegen einheimische Hersteller von billigen Kesseln minderer Qualität. Auch hier scheitert schnelleres Wachstum an den Preisen. Importkessel sind mindestens viermal teurer als russische.

Die tschechischen Hersteller haben die besten Aussichten auf eine gute Marktposition, während deutsche und italienische Anbieter vor einigen Problemen stehen. Dazu gehören eine geringe Kaufkraft für mindestens weitere zehn Jahre mit entsprechend wachsender Nachfrage nach Billigprodukten, die langsame Erholung des Neubausektors und das vorläufige Fehlen eines Ersatzbeschaffungsmarktes für Gaskessel.

Titel der Analyse:

  • Frost & Sullivan's Analysis Of The Central And East European Residential Boiler Market (Report B164)
  • Preis der Analyse: Euro 6.000,-

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