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Schäden durch Ameisen im Garten vermeiden

(14.5.2003) Er war klein, reichlich schwach auf der Brust, und das Schlimmste war: Er hatte Hunger. Also brach die Ameise mit dem hübschen Namen "Z-4195" im Kino-Kracher "Antz" kurzerhand auf, um "Insectopia" zu suchen, das Land, in dem Milch und Honig fließen. Und der kleine Leinwand-Held fand sein Paradies: einen übervollen Mülleimer mit reichlich Resten von Süßkram - und Millionen Kinogänger gönnten es ihm.

So weit die schöne heile Hollywood-Welt. "In der Realität aber werden Ameisen im Haus, besonders in der Küche oder Vorratskammer, aber auch auf der Terrasse oder im Garten schnell zur lästigen Plage", weiß Gerd Schürtz, Gartenexperte bei Bayer CropScience. Gut, einen einzelnen kleinen "Z-4195" könnte man ja noch tolerieren, aber gleich ein paar Hunderttausend seiner Kumpels? "In einem richtigen Ameisenstaat leben aber nun einmal bis zu einer Million Tiere", verweist Schürtz auf die eindrucksvolle Populationsdichte der fleißigen Krabbler. "Im Frühstadium befinden sich in den Nestern nur einige wenige Ameisen, die die Königin und ihre Brut versorgen." Da Madame Regentin aber bienenfleißig bis zu 300 Eier pro Tag legt, wird aus dem kleinen "Dorf" in Rekordzeit eine ausgewachsene Ameisenmetropole. Apropos Bienen: Im Gegensatz zu jenen sind Ameisenköniginnen ausgesprochen harmoniebedürftig - oft leben mehrere Königinnen friedlich beieinander im selben Staat.

Und dann geht der Ärger los - für uns Zweibeiner. Jahr für Jahr entstehen in Deutschland Kosten in Millionenhöhe für die Renovierung von durch Ameisennester unterhöhlten Terrassenböden. Solche regengeschützten Stellen sind nämlich bevorzugte Siedlungsplätze der sechsbeinigen Malocher. Aber auch vor dem Gartenboden machen sie nicht halt. Mit traurigen Folgen für die dort lebenden Pflanzen. Bayer-CropScience-Mann Schürtz: "Durch die starken Verwühlungen im Boden verlieren die Wurzeln oft den Bodenkontakt und können dann kein Wasser mehr aufnehmen." Und es gibt noch ein weiteres Problem: Ameisen und Blattläuse sind dicke Freunde. Weil "Z-4195" die Honigtauausscheidungen einer Blattlaus so wahnsinnig süffig findet, hegen er und seine Staatsgenossen die Pflanzenschädlinge wie Weidevieh: Sie beschützen sie vor deren natürlichen Feinden, bringen sie sogar persönlich zu neuen Futterplätzen und regen auch noch deren Saugtätigkeit an - verabschieden Sie sich also schon mal von der Blütenpracht im Garten oder auf der Terrasse.

Oder Sie unternehmen was, und zwar rechtzeitig. "Ameisen ernähren sich bevorzugt von Kohlehydraten und Eiweiß", erklärt Gerd Schürtz. Offen herumstehende Tiernäpfe oder auch die Reste der Grillparty müssen demnach schnell beseitigt werden. Auch einzeln herumschleichende Ameisen sollten vor die Tür gefegt werden. Diese sind nämlich mit Sicherheit auf Nahrungssuche - "Insectopia" eben. Finden sie was, holen sie ihre Kumpels. Können kleinere Siedlungen noch durch den Einsatz von kochendem Wasser zum Umzug überredet werden, hilft bei größeren Armeen nur der Einsatz von speziellen Produkten aus dem Fachhandel. "Produkte aus der Blattanex-Reihe beispielsweise sind ideal zur Bekämpfung von Ameisennestern", rät Gartenprofi Schürtz. Ob als Köderdose, als Pumpspray oder Streu- und Gießmittel - Blattanex ist einfach anzuwenden und wirkt lange und sicher. "Der Bitterstoff Bitrex schützt zudem vor versehentlichem Verschlucken", betont Schürtz. Angenehmer Nebeneffekt: Blattanex lässt auch anderen Schädlingen wie Kellerasseln oder Silberfischchen keine Chance. Letzter Tipp aus dem reichlichen Erfahrungsschatz des Gartenexperten: "Die Blattanex-Ameisenpipette ist das einzige Flüssigkonzentrat auf dem Markt. Eine Pipette löst sich in fünf Liter Wasser sofort auf - das reicht für gut fünf Quadratmeter Terrasse."

Also dann: Tschüss "Z-4195" - wir sehen uns im Heimkino!

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