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"LBS-Stadthaus - im Zentrum zu Hause": 160 Fachleute diskutieren Vorschläge für urbanes Wohnen

(17.6.2003) "Zwei Drittel aller Deutschen wünschen sich eigene vier Wände in stadtnaher Lage – mit kurzen Wegen zum Arbeitsplatz, für Einkäufe und zu Freizeiteinrichtungen". Mit diesen Worten eröffnete Rainer Schäfer (Vorstand der Westdeutschen Landesbausparkasse) jetzt die bundesweite Wanderausstellung "LBS-Stadthaus – im Zentrum zu Hause" in Dortmund. 160 Stadtplaner, Architekten und weitere Fachleute diskutierten anhand von sechs ausgestellten Stadthaus-Modellen über attraktive Möglichkeiten für urbanes Wohnen. Die Experten begrüßten die Initiative zur Wiederbelebung der Städte und forderten von Politik und Kommunen Grundstücke zu erschwinglichen Preisen.


Im Auftrag der Landesbausparkassen entwickelte ein Architektur-Studenten-Team um die Professoren Walter Stamm-Teske (Bauhaus-Universität Weimar) und Klaus Theo Brenner (Berlin) sechs Stadthaus-Modelle, die neue Wege für kostengünstiges Wohneigentum mitten in der Stadt eröffnen. Rund 160 Bau-Fachleute aus Wirtschaft, Verwaltung und Forschung nutzten die Anregungen, um bei der Ausstellungseröffnung in Dortmund lebhaft zu diskutieren.

"Soziales Gewebe" gegen "Stadtvertreibung"

In der Podiumsdiskussion mit den Architekten sowie Sabine Nakelski (Düsseldorfer Städtebau-Ministerium), Prof. Bela Dören (Deutscher Städtetag), Dipl.-Ing. Hartmut Miksch (Präsident der Architektenkammer NRW) und Rainer Schäfer (Vorstand der LBS West) wurde deutlich: Die Abwanderung ins Umland belastet viele Städte. Dabei würden knapp die Hälfte der "Abwanderer" gern in der Stadt bleiben, wenn es denn den passenden Wohnraum gäbe. Die Experten sprachen in diesem Zusammenhang von "Stadtvertreibung" anstelle von "Stadtflucht". Die Folge: Die Zentren veröden, das Verkehrsaufkommen steigt, Umweltverschmutzung und Lärmbelästigung nehmen zu.

Daher sollten Immobilien und Wohnformen angeboten werden, die der heutzutage eher differenzierten Nachfrage entsprechen und gerade für die sogenannten Schwellenhaushalte zu finanzieren sind. Gefordert wurde ein "integrierter Ansatz", der Wohnfläche mit dem Umfeld (insbesondere die Straße) verbindet und so neu belebt. Professor Brenner: "Wir müssen den Menschen ein soziales Gewebe bieten, in dem sie sich wohlfühlen."

Die präsentierten Modelle kommen diesem Anspruch mit repräsentativen Fassaden zur Straßenseite sowie großzügigen Balkonen und Terrassen mit Gartenblick auf der Hausrückseite nach. Auf diese Weise entsteht Freiraum für das "Private" inmitten städtischen Lebens. Moderne Lebensformen – von Singles und Familien bis hin zu Mehrgenerationen-Wohngemeinschaften – finden dabei ebenfalls Berücksichtigung. Eine kompakte Bauform trägt mit ihrer effektiven Nutzung des Grundstückes den hohen Grundstückspreisen Rechnung.

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