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Differenzierte Situation bei den Baulandpreisen: Berlin wieder teuerstes Pflaster

(8.8.2003) Nachdem die Baulandpreise in Deutschland im Jahre 2001 erstmals seit 1990 leicht zurückgegangen waren, sind sie im Jahr 2002 wieder angestiegen. Der Quadratmeter baureifes Land kostete im vergangenen Jahr im Bundesdurchschnitt 78 Euro und damit 3 Euro mehr als im Jahr zuvor. In Westdeutschland stagnierten die Grundstückspreise mit 88 Euro nach 89 Euro im Vorjahr auf hohem Niveau. In Ostdeutschland wurde dagegen mit 50 Euro der höchste Wert seit der Wiedervereinigung erreicht; dies waren 5 Euro mehr als 2001. Auf diese Entwicklung hat heute das ifs Institut für Städtebau in Berlin hingewiesen.

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Trotz der moderaten Entwicklung in den letzten drei Jahren seien die Baulandpreise längerfristig weit überproportional gestiegen. Seit Beginn der 90er Jahre sei der Anstieg in Westdeutschland (1990: 63 Euro) mit 39,7 Prozent erheblich stärker gewesen als der Anstieg der Baupreise mit 23,3 Prozent und derjenige der Lebenshaltungskosten mit 26,3 Prozent. In Ostdeutschland hätten sich die Preise seit 1992 sogar fast vervierfacht, wobei man allerdings das niedrige Ausgangsniveau von 14 Euro berücksichtigen müsse.

Dr. Stefan Jokl, Leiter des Instituts: "Die Grundstückspreise haben sich 2002 vor allem im Hochpreissegment, also in den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Bremen und Hessen, zum Teil deutlich verbilligt. In den Niedrigpreisregionen, insbesondere in den ostdeutschen Bundesländern, sind die Preise dagegen deutlich angestiegen. Hier gibt es ganz offensichtlich auf der einen Seite – in den Niedrigpreisregionen – gewisse Nachholeffekte, auf der anderen Seite – in den Hochpreisregionen – macht sich der drastische Einbruch im Wohnungsneubau bemerkbar."

Die höchsten Quadratmeterpreise sind nach Angaben des Instituts in Berlin zu verzeichnen gewesen. Hier hätten Käufer im vergangenen Jahr durchschnittlich 258 Euro (2001: 237 Euro) aufwenden müssen und damit gut 100 Euro mehr als in den nächst teureren Bundesländern Baden-Württemberg und Bayern. Bei den Stadtstaaten, also neben Berlin auch Bremen (für Hamburg liegen keine Daten vor), müsse man allerdings berücksichtigen, dass die Fallzahlen naturgemäß geringer seien, so dass es von daher immer wieder zu stärkeren Schwankungen der Preise als in anderen Bundesländern komme.

An zweiter Stelle rangiere Baden-Württemberg mit 152 Euro (2001: 156 Euro) vor Bayern mit 119 Euro (2001: 129 Euro) und Nordrhein-Westfalen mit 114 Euro (2001: 110 Euro). Am Ende dieser Skala lägen die ostdeutschen Bundesländer Brandenburg mit 56 Euro (2001: 47 Euro), Mecklenburg-Vorpommern mit 52 Euro (2001: 52 Euro), Thüringen mit 43 Euro (2001: 39 Euro) und Sachsen-Anhalt mit 35 Euro (2001: 32 Euro ).

Die Zahl der Verkaufsfälle von Grundstücken sei seit 1999 – parallel zum stark rückläufigen Wohnungsneubau – um fast 40 Prozent eingebrochen. In Westdeutschland sei die Zahl um nahezu 36 Prozent zurückgegangen, in Ostdeutschland sogar um 45 Prozent. Der Anteil Ostdeutschlands an den Veräußerungsfällen sei von 14 Prozent im Jahr 1992 auf 24 Prozent im Jahr 2002 gestiegen.

Die durchschnittlich veräußerte Grundstücksfläche sei mit 870 Quadratmetern in Ostdeutschland nicht mehr wesentlich größer als in Westdeutschland mit 790 Quadratmetern gewesen, nachdem sie 1992 mit 4.410 Quadratmetern noch mehr als viermal so groß wie in Westdeutschland mit 970 Quadratmetern gewesen sei. Das Institut führt den gestiegenen Anteil der Veräußerungsfälle und die Angleichung der Grundstücksgrößen auf einen inzwischen gefestigten Grundstücksmarkt in Ostdeutschland zurück. Jokl: "Wegen der erheblich größeren Flächenreserven dürfte der Abstand bei den Grundstückspreisen zu Westdeutschland allerdings noch auf einige Jahre hinaus deutlich bleiben."

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