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Bayern startet die Online-Vergabe von Bauleistungen nach VOB

(30.9.2003) Die Vergabeplattform "www.vergabe.bayern.de" ist ab sofort im Internet für die Öffentlichkeit freigeschaltet. Mit ihr wickelt die Hochbauverwaltung des Freistaats Bayern Vergabeverfahren für Bauaufträge nach der "Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen" (VOB) auch elektronisch über das Internet ab. Dabei kommt die Software "AVA-Online Public" von ventasoft GmbH aus Berlin zum Einsatz.

Die neue Lösung für die digitale Ausschreibung und Vergabe soll die Arbeitsabläufe bei Vergabeverfahren erheblich vereinfachen und verkürzen. "Sie ist damit ein wichtiger Beitrag zur Verfahrensbeschleunigung. Zugleich kommt mit der elektronischen Bauauftragsvergabe eine innovative Anwendung und Technologie zum Einsatz, die auch für andere Bereiche der elektronischen Datenverarbeitung zukunftsweisend ist", freut sich Innenminister Dr. Günther Beckstein. Die Oberste Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern rechnet mit großem Interesse seitens der Bauwirtschaft. Dies hat sich bereits anlässlich von Infoveranstaltungen in diesem Sommer gezeigt.

Zunächst werden die Bauausschreibungen der staatlichen Hochbauämter Landshut und Bad Kissingen und der Universitätsbauämter Würzburg und Regensburg digital zu beziehen sein. Zug um Zug sollen alle staatlichen Bauämter des Freistaats an das System angeschlossen werden.

Ab sofort haben Baufirmen die Möglichkeit, kostenfrei nach Bekanntmachungen zu öffentlichen Vergabeverfahren der Hochbauverwaltung zu recherchieren und sich nach Aufforderung die Vergabeunterlagen in digitaler Form über das Internet auf ihre Rechner zu laden. Die Bearbeitung von Formularen und Leistungsverzeichnissen erfolgt mit Ausfüllhilfen, Prüfroutinen und Hinweisen zu etwaigen Formfehlern. Ihre verbindlichen Angebote senden die Firmen dann per Internet an das Rechenzentrum zurück, wobei sie die Dateien mit Hilfe einer persönlichen Signaturkarte digital unterschreiben und verschlüsseln. Das zuständige Hochbauamt ruft zum Eröffnungstermin alle digitalen Angebote vom Rechenzentrum ab. "Die oft voluminösen Ausdrucke auf Papier werden nicht mehr benötigt. Das herkömmliche Verfahren bleibt dennoch daneben erhalten, damit Firmen nicht benachteiligt werden, die noch keinen Anschluss an das Internet haben", so Beckstein.

Die Vergabeplattform www.vergabe.bayern.de umfasst eine ganzheitliche Lösung und ermöglicht den durchgängigen Einsatz der elektronischen Datenverarbeitung in allen Schritten des Vergabeverfahrens. Durch einfachere Arbeitsabläufe lassen sich Kosteneinsparungen in der Verwaltung und bei den Baufirmen erzielen. Für letztere ergeben sich geringe einmalige Kosten für die Einrichtung eines Zugangs zur Plattform einschließlich benötigter Software und Nutzung der Hotline in Höhe von 25 Euro zuzüglich Umsatzsteuer sowie Kosten für die Ausstattung mit Signaturkarte (ca. 65 Euro) und Lesegerät (zwischen ca. 50 und 100 Euro). Eine Gebühr für die Nutzung des Systems und den Down- und Upload der Vergabeunterlagen wird nicht erhoben.

Der Freistaat Bayern investiert in die Bereitstellung und Pflege der Software, die Einführung des Systems sowie den zunächst zweijährigen Betrieb rund 650.000 Euro. Projektpartner sind die Firma T-Systems - verantwortlich für den Betrieb im Rechenzentrum - sowie als Subunternehmer das Softwarehaus ventasoft GmbH - verantwortlich für die Programmierung der Anwendung. Das Rechenzentrum der T-Systems ist mit umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen geschützt. Der Zugriff ist nur von autorisierten Anwendern möglich. Die ständige Protokollierung des elektronischen Ablaufs macht die Verfahren transparent und nachvollziehbar.

Die Oberste Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern fördert mit dem jetzt startenden Wirkbetrieb des "Online-Verfahrens" innovative Anwendungen und Technologien, die weit über den Bereich der elektronischen Datenverarbeitung hinausreichen. Die Vergabeplattform stellt die Kommunikation zwischen Bauämtern und Baufirmen im Rahmen von Vergabeverfahren nach VOB auf eine moderne elektronische Basis. Ihr kommt deshalb innerhalb der Initiative "E-Government" der Bayerischen Staatsregierung eine besondere Bedeutung zu.

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