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Dem Schmutz auf den Fersen

(24.10.2003) Für die Werterhaltung einer vorwiegend gewerblich genutzten Immobilie sind jährlich etwa 5 Prozent der Bausumme aufzuwenden. Ein Erfahrungssatz. Mit bis zu 90 Prozent stellt die Gebäudereinigung den größten Kostenfaktor. Bei der Planung von Gebäuden mit Publikumsverkehr wird diesem Umstand nicht immer die erforderliche Beachtung geschenkt mit der Folge, daß laufende Unterhaltskosten entstehen, die auf verhältnismäßig einfache Weise hätten vermieden werden können. Auf einen kurzen Nenner gebracht: Schmutz, der nicht vorhanden ist, braucht nicht beseitigt zu werden und senkt somit die für die Reinigung aufzuwendenden Kosten.

Wo kommt der Schmutz her?

Etwa 70 bis 80 Prozent aller Verschmutzungen werden von außen mit den Füßen in das Gebäude getragen. Bringt jeder Besucher durchschnittlich sieben Gramm Schmutz mit, läßt sich leicht errechnen, welche Mengen in einem Bürogebäude, Supermarkt, Hotel oder Restaurant, in einer Klinik oder Arztpraxis täglich anfallen können - sofern wirksame Gegenmaßnahmen unterlassen werden.

Potentielle Schmutzquellen können aber auch im Gebäudekomplex selbst liegen: Werkstätten, Küchen, Kantinen, Umkleide- und Ausstellungsräume oder der Platz vor Getränkeautomaten zählen dazu. Über die Schmutzverschleppung innerhalb des Gebäudes wird selten nachgedacht.

Als Konsequenz ergibt sich aus dieser Erkenntnis: Will man den Schmutzanfall im Gebäude reduzieren, muß er sowohl an allen Eingängen wie auch Übergängen zu Schmutzquellen und am besten zusätzlich an diesen selbst aufgefangen werden.

Schmutz ist nicht gleich Schmutz. Trockener Schmutz, von außen eingebracht, ist eine Mischung aus Sand, Stäuben, Gummiabrieb und mehr. Bei feuchter Witterung kommt Nässe hinzu. An Tankstellen ist mit Öl und Fetten zu rechnen, was auch für Küchen gilt. Werkstattspezifischer Schmutz ist so vielseitig, wie das Material, mit dem gearbeitet wird.

Schmutz: Mehr als ein optisches Problem

Der erste Eindruck, den ein Gast oder Kunde gewinnt, ist meist der entscheidende. Schmutzige Böden schaden dem Image. Bei Regen entsteht hier rasch ein Problem. Laufende Reinigung ist nur selten möglich. Die mit einem feuchten Lappen wischende Putzfrau erhöht eher noch die Unfallgefahr. Angetrockneter Schmutz auf Teppichböden kann oft nur durch Shampoonieren beseitigt werden. Während des Publikumsverkehrs ist dies nicht möglich.

Schmutz schädigt aber auch die teuren Bodenbeläge und verkürzt ihre Lebensdauer. Die in ihm enthaltenen Schleifpartikel erhöhen den Abrieb auf Stein- und Parkettböden. Es muß also beispielsweise häufiger gewachst werden, da sich die Schutzschicht schneller abnutzt. Ähnliches gilt für Teppichböden: Häufiges Staubsaugen und Reinigen nutzt den Flor rascher ab. Der Belag muß dann komplett erneuert werden.

Durch die im Raum vorhandene Luftbewegung wird Staub aufgewirbelt. Auf Heizkörpern und in Klimaanlagen abgelagert, erhöht sich der Energieverbrauch. Besonders empfindlich reagieren die Computer-Laufwerke und -lüfter. Systemausfälle und Wartungsaufwand sind vorprogrammiert. Letztlich ist dies aber auch ein gesundheitliches Problem, wenn die Atemluft belastet ist.

Nicht jeder Schmutzfänger hält, was er verspricht

Dem Schmutz zu Leibe rücken wollen viele: Kokosmatten, im Fußboden eingelassene Gitterroste, Gummimatten, textile Schmutzfangmatten in den verschiedensten Ausführungen. Welche Anforderungen haben sie zu erfüllen? Kaum jemand unterzieht sich der Mühe, die Schuhe sorgfältig abzustreifen, ehe er ein Gebäude betritt. Die Schuhsohle muß daher beim flüchtigen Darübergehen gereinigt und gegebenenfalls getrocknet werden:

  • Trockener und nasser Schmutz sind zu entfernen und zu speichern.
  • Nasse Schuhsohlen sind zu trocknen, damit sie keine Abdrücke im Gebäudeinneren hinterlassen.
  • Gespeicherter Schmutz und aufgenommene Nässe dürfen nicht an weitere Benutzer zurückgegeben werden - auch dann nicht, wenn auf Regen Sonnenschein folgt und trockenen Fußes das Gebäude betreten wird.
  • Trittsicherheit muß gewährleistet sein, d. h.: Stolper-, Rutsch- und Sturzgefahr sind auszuschließen.
  • Der Schmutzfänger sollte problemlos mit Rollstühlen und Einkaufswagen befahrbar sein.
  • Trotz aufgenommenem Schmutz und Nässe sollte das Medium selbst möglichst lange sauber wirken und keinen unangenehmen Geruch verbreiten.
  • Den eingefangenen Schmutz umweltgerecht und hygienisch sicher zu beseitigen, muß einfach sein und letztlich zu einer Einsparung bei den Reinigungskosten führen.

Überprüft man anhand dieses Forderungskatalogs die Tauglichkeit der verschiedenen Schmutzfangsysteme, wird rasch klar: Nur wenige sind in der Lage, allen Ansprüchen gerecht zu werden.

  • Die "klassische" Fußmatte

Bekannt seit eh und je als Fußabtreter aus Kokos-, Hanf- oder Sisalfasern, eignen sie sich bestenfalls für den privaten Hausgebrauch. Das Material ist nicht saugfähig und nimmt daher auch kaum Nässe auf. Die Speicherfähigkeit von Staub ist gering. Häufiges Absaugen - und wie ein Blick darunter schnell ergibt - auch des Bodens, ist erforderlich. Für den gewerblichen Bedarf ist die "klassische" Fußmatte also unzweckmäßig!

Als Ersatz werden Schmutzfangmatten zum Kauf angeboten. Auf einer Latex- oder Kautschukunterlage ist ein Nylonflor aufgebracht. Die Mattenformate sind vorwiegend für den Privatgebrauch ausgelegt; für den gewerblichen Einsatz sind sie zu klein. Ein zuverlässiger Schutz der Böden ist deshalb nicht gewährleistet. Schmutz und Nässe werden aus der Matte durch Absaugen nur teilweise entfernt. Waschen in der eigenen Waschmaschine ist nicht empfehlenswert. Die Matte könnte sich auflösen. Das Einsparpotential bei den Reinigungskosten ist gering. Gummi-Profilmatten nehmen keine Nässe auf, trocknen also auch keine Schuhsohlen.

  • Im Boden eingelassene Schmutzfänger

Hierzu zählen Gitterroste. Die Metallprofile können auch mit Bürststreifen aus Kokos-, Textil- oder Nylonfasern kombiniert sein, die Nässe aufnehmen sollen, und Kratzkanten besitzen. Metallgitter können keine Schuhsohlen trocknen. Zu großzügige Maschengitter sind je nach Schuhmode eine potentielle Unfallgefahr! Textileinlagen nehmen nur eine geringe Menge Nässe auf und bürsten in der Folge dann auch Staub ungenügend ab. Der Schmutz wird in einer Wanne bis zur nächsten Reinigung abgelagert. Wannensysteme sind vorwiegend auf den Außenbereich beschränkt und müssen bereits in der Rohbauplanung berücksichtigt werden. Die Wanne muß wasserundurchlässig, frostsicher und chemikalienresistent sein. Der Gebäudebetreiber ist an das einmal gewählte System

Die Reinigung ist aufwendig. Zunächst muß die Laufzone abgesaugt, der Textilbelag eventuell zuvor getrocknet werden. Dann sind die einzelnen Rostsegmente zu entfernen. Die Wanne ist wegen der bestehenden Sturzgefahr zu sichern. Das Entfernen des Schmutzes ist bei Publikumsverkehr kaum möglich.

  • Mit Sauberlaufzonen Böden schützen

Im Eingangsbereich aufgelegte Matten sollen Schmutz und Nässe beim Darübergehen aufnehmen. Ein spezieller Synthetikflor, mitunter auch unterstützt durch Gummi- und Aluminiumleisten, erzielt diese Wirkung. Auf Rutschsicherheit ist zu achten, wenn die Matte auf glatten Belägen oder Teppichböden ausgelegt wird. Auf einen möglichst bodengleichen Übergang muß geachtet werden. Mehr als 4 mm Höhenunterschied führen zu Stolperstellen.

Das Problem liegt in der notwendigen Reinigung, denn die Aufnahmefähigkeit einer Sauberlaufzone ist nicht unbegrenzt. Nasse Matten müssen getrocknet werden, ehe sie abgesaugt werden können. Staubsaugen entfernt den im Flor haftenden Schmutz nur teilweise. Der Wirkungsgrad soll gemäß einer Studie lediglich bei 30 Prozent liegen. Durch Öl und Fett verursachte Verfleckungen lassen sich nur durch intensives Shampoonieren beseitigen. Fazit: Solange die Sauberlaufzone relativ neu ist, kann sie für einen begrenzten Zeitraum ihren Zweck erfüllen. Dagegen steht der Zeitaufwand für die regelmäßige und doch nur unvollkommene Schmutzbeseitigung sowie letztlich auch die Kapitalbindung. Je nach Beanspruchung muß die Sauberlaufzone nach relativ kurzem Einsatz komplett erneuert werden.

  • Die bessere Alternative: Schmutzfangmatten im Mietdienst

Erinnern wir uns an den eingangs aufgestellten Forderungskatalog. Soll ein optimaler Wirkungsgrad über eine unbegrenzte Zeit gesichert sein, muß die Schmutzfangmatte samt allem, was sich in ihr angesammelt hat, gegen eine frisch gereinigte ausgetauscht werden. Je nach Publikumsverkehr kann dies täglich oder wöchentlich nötig sein. Den regelmäßigen Austausch besorgt beispielsweise CWS mit dem DustControl-Service. Das eigene Personal wird mit der Reinigung nicht belastet. Im Gegensatz zu den nur unvollkommen abgesaugten Sauberlaufzonen werden DustControl-Schmutzfangmatten in speziell dafür ausgerüsteten Betrieben gewaschen. Die Schmutzfracht wird aus der Matte vollständig entfernt und umweltgerecht entsorgt. Auf diese Weise wird ein Wirkungsgrad von bis zu 94 Prozent erreicht.

Die Matten werden dem Kunden gegen eine Pauschale überlassen, die das Holen und Bringen, die Reinigung und den normalen Verschleiß einschließt. Für den Kunden heißt dies: keine Kapitalbindung, kein eigener Personalaufwand für den dauerhaften Schutz gegen den Schmutz.

Die richtige Schmutzfangmatte wählen

Die Auswahl an DustControl-Matten in unterschiedlichen Materialien, Farben und Designs je nach Art der Verschmutzungen und Einsatzorte ist groß. Das richtige Mattenmaterial ist ebenso wichtig wie die passende Größe. Gewählt und kombiniert werden kann zwischen Standard-Designs und individuellen Entwürfen sowie den robusten "Scraper"-Matten. Jedes Material hat spezifische Qualitäten, abgestimmt auf den zu bindenden Schmutz. Auf Grund der mit den Jahren gewonnenen Erfahrungen werden heute Standardmatten in verschiedenen Größen angeboten, die einen sicheren Schutz je nach Beanspruchung und abzudeckendem Bereich bieten. Spezielle Lösungen sind ebenso möglich, wenn beispielsweise die Aufzüge in Hotels mit Schmutzfangmatten in den Hausfarben auszustatten sind. Der Kreativität bei der Gestaltung sind kaum Grenzen gesetzt.

  • Universelle Nylonmatte

DustControl-Schmutzfangmatten werden mit dem speziellen High-Twist-Nylon-Flor angeboten. Gegenüber den früher eingesetzten Baumwoll-Matten weisen sie eine Reihe von Vorteilen auf. Die Fasern des Teppichflors sind so verdrillt, daß er stets aufrecht steht. Beim Darübergehen wird der Schmutz dadurch gründlich abgebürstet. Er sinkt in die Zwischenräume der einzelnen Faserbündel, wird am Mattenboden gespeichert und ist an der Oberfläche nicht mehr sichtbar. Die Matte behält dadurch auch bei starker Beanspruchung ihr frisches Aussehen. Auch Nässe perlt an den Nylonfäden herab, da die synthetische Faser keine natürliche Feuchtigkeitsaufnahme aufweist. Umgekehrt beschleunigt dies die Verdunstung, so daß die Matte an regnerischen Tagen vermehrt Wasser aufnehmen kann. Die rasche Verdunstung verhindert auch eine Geruchsentwicklung. Speziell dem groben Schmutz geht es mit "Scraper"-Matten an die Schuhsohlen. Sie sind aus einem dickeren HTN-Material hergestellt. Das breite abfallende Randprofil schmiegt sich an den Boden an und schließt eine Stolpergefahr von vornherein aus. Die Matte ist selbst mit Einkaufswagen gut zu befahren. Der Rutschsicherheit dient die Wabenstruktur der Gummiunterlage.

  • Lebendige Farbgestaltung bei Nylon-Matten

Die Auswahl an Farben und Designs bei Nylonmatten ist fast unbegrenzt. Sie als Element in die Raumgestaltung einzubeziehen, ist besonders reizvoll. In der Praxis werden gedeckte Farben bevorzugt, die sich mit den vorhandenen Bodenbelägen gut kombinieren lassen: uni grau oder braun, anthrazit oder blau/braun gesprenkelt. Freundlich wirken die Streifenmuster der Euro Design und Exklusiv Design in grau/schwarz, bzw. grau/blau. Dies dient gleichzeitig der Sicherheit, da das Muster unwillkürlich den Blick auf die Matte lenkt.

Neben den standardmäßig angebotenen Mustern können auch individuelle Entwürfe umgesetzt werden. Matten in den Hausfarben, mit Firmen- oder Branchen-Logo oder einer prägnanten Werbebotschaft tragen zum Corporate Identity des Betriebes bei. Farbgestaltung, Design und Mattenformate werden mit dem Auftraggeber abgestimmt. Sie erfreuen sich zunehmender Beliebtheit.

Designermatten werden wie reguläre Standardmatten zu vereinbarten Terminen getauscht und nach dem gleichen Waschverfahren regeneriert. Ihre volle Funktionstüchtigkeit ist damit wie bei allen Schmutzfangmatten gewährleistet. CWS bietet mit dem Pauschal-Abonnement einen "Alles-inklusive-Preis". Die zusätzlichen Kosten für die individuelle Mattengestaltung halten sich im Rahmen. Erwartet wird lediglich eine Mindestlaufzeit des Mietvertrags, die sich an der durchschnittlichen Nutzungsmöglichkeit der Matte orientiert.

Welches ist der beste Schutz vor Schmutz?

Die Gebäudereinigung stellt den größten Posten der Unterhaltskosten einer gewerblichen Immobilie. Zunehmender Kostendruck zwingt dazu, alle Rationalisierungspotentiale auszuschöpfen. Schmutz, der nicht beseitigt werden muß, weil verhindert wurde, daß er in das oder im Gebäude verschleppt worden ist, ist eines dieser Potentiale, dem schon in der Planungsphase Beachtung geschenkt werden muß. Die Wahl der richtigen Methode entscheidet letztlich über die Folgekosten. An der Meßlatte der Anforderungen für eine effektive Schmutzabwehr zeigt sich, daß, abgesehen von Sonderfällen, sich die DustControl-Schmutzfangmatte im Mietdienst allen Ansprüchen und Wünschen am flexibelsten anpassen läßt. Investitionsbelastete Fehlentscheidungen werden vermieden. Sollten im laufenden Betrieb neue Erfahrungen Änderungen im bestehenden System wünschenswert erscheinen lassen, lassen sie sich über einen Mietvertrag einfacher und kostengünstiger realisieren als bei getätigten Investitionen.

Die Vorteile einer Schmutzfangmatte lassen sich am besten in einem von CWS angebotenen kostenlosen 14-Tage-Test ermitteln. Näheres hierzu erfährt man von der Marketingabteilung der ...

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