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Deutsche Bauproduktion wird laut DIW auch 2004 zurückgehen

(8.11.2003) Das Bauvolumen - als Gesamtleistung aller an der Bautätigkeit beteiligten Branchen (Bauhauptgewerbe, Ausbaugewerbe sowie baunahe Dienstleistungen) - wird im Jahr 2003 um 2,7% gegenüber dem Vorjahr zurückgehen. In der ersten Hälfte dieses Jahres fiel das Bauvolumen um etwa 5% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Derzeit zieht die Nachfrage vor allem im Wohnungsbau an, deshalb ist für das zweite Halbjahr mit Zuwächsen zu rechnen.

Die vergleichsweise günstige Entwicklung im zweiten Halbjahr ist aber noch keineswegs als Aufschwung am Bau zu werten. Vielmehr handelt es um eine vorübergehende Belebung, die nicht weiter trägt. Sie geht vor allem vom Wohnungsbau aus, bei dem es infolge der Diskussion um Subventionskürzung zu Vorzieheffekten kommt. Im Wirtschaftsbau ist bisher keine Nachfragebelebung in Sicht. Der öffentliche Bau steht weiterhin unter dem Vorzeichen einer angespannten Finanzlage der öffentlichen Haushalte, insbesondere bei den Gemeinden.

Bei dieser Ausgangslage kann auch für das Jahr 2004 kein Zuwachs der Bauproduktion erwartet werden: Im ersten Halbjahr - getragen vom Wohnungsbau - dürfte die Bauleistung höher ausfallen, während in der zweiten Jahreshälfte wieder eine Abschwächung eintreten wird. Dann wird es voraussichtlich zu einer Belebung des Wirtschaftsbaus kommen; schwach bleibt der öffentliche Bau. Für das gesamte Bauvolumen wird, übers Jahr gesehen, mit einem Rückgang um 2% gerechnet. Bei dieser Prognose ist - anders als in der jüngst vorgelegten Gemeinschaftsdiagnose der Wirtschaftsforschungsinstitute - kein zusätzlicher Effekt infolge der höheren Zahl von Arbeitstagen gegenüber 2003 berücksichtigt worden. Die zusätzlichen Arbeitstage entfallen auf die beiden Winterquartale, in denen - neben der Auftragslage - Witterungseinflüsse und Kurzarbeit das Baugeschehen bestimmen.

Übrigens: Im Jahre 2001 betrug das Bauvolumen 263,6 Mrd. Euro in Preisen von 1995 und unterschritt damit den Vorjahrswert um 4,8%. Besonders stark fiel der Rückgang in Ostdeutschland aus (-11%); die Bauleistung in Westdeutschland nahm um 3% ab. Davon war das Bauhauptgewerbe (Hoch- und Tiefbau) mit -9% (im Westen -7%, im Osten -14%) weitaus stärker betroffen als der Ausbaubereich (Bauinstallation, sonstiges Baugewerbe) mit -2,5% (alte Bundesländer -0,6%, neue Bundesländer -10,5%). Auch die sonstigen Bereiche (Fertigbauten, Stahlbau usw., Planungsleistungen sowie Eigenleistungen der Investoren) wiesen Einbußen von zusammen 2,6% aus. Das Bauvolumen schrumpfte im Jahre 2002 unvermindert. Das reale Jahresergebnis betrug 251,4 Mrd. Euro (-4,6% im Vergleich zum Jahr 2001).

In Westdeutschland sind die Preise im Jahre 2001 nur wenig gestiegen, und dort nur im Bereich des Ausbaugewerbes. In Ostdeutschland sind sie wegen der Baukrise weiter gesunken. Der Druck auf die Preise hielt auch 2002 und im ersten Halbjahr 2003 an. Erstaunlich ist aber, dass in den neuen Ländern ein Preisanstieg zu verzeichnen war. Man kann das wohl so interpretieren, dass trotz harten Wettbewerbs für weitere Preiszugeständnisse kein Spielraum mehr vorhanden ist und die Kostenseite Anhebungen erfordert.

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