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Karlsruher Forscher entwickeln hocheffizientes Kernbohrgerät

(15.2.2004) Ein hocheffizientes Elektrowerkzeug haben Ingenieure des Elektrotechnischen Instituts der Universität Karlsruhe in Zusammenarbeit mit dem mittelständischen Unternehmen WEKA-Elektrowerkzeuge entwickelt: Es handelt sich um ein tragbares Kernbohrgerät, das in der Bauindustrie zum Bohren von Wand- und Deckendurchbrüchen von bis zu 350 Millimetern Durchmesser verwendet wird. Neu daran: Das Gerät ist außergewöhnlich leistungsstark - es bezieht aus einer 230-Volt-Steckdose die maximal mögliche Leistung von 3700 Watt. 73 Prozent davon - nämlich 2700 Watt - werden für den Bohrvorgang genutzt. Herkömmliche Kernbohrgeräte erreichen den Karlsruher Angaben zufloge eine maximale Leistung von 3000 Watt, von der rund 2100 Watt für den Bohrvorgang genutzt werden können.

Den hohen Wirkungsgrad erreichen die Entwickler zum einen dadurch, dass die Maschine nahezu keine negativen Rückwirkungen auf das Stromnetz hat, und zum anderen durch den optimierten Wirkungsgrad des Maschinenantriebes. Dies gelang unter anderem durch den Einbau eines neuartigen Elektromotors, eines so genannten Geschalteten Reluktanzmotors (Switched Reluctance Motor). Dabei konnten die Forscher auf Erfahrungen zurückgreifen, die sie während des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekts "Switched Reluctance Drive" machen konnten. Außerdem wurde das Gerät mit einer neu entwickelten Antriebselektronik ausgestattet. Dieses Konzept lässt sich prinzipiell auch in weiteren Elektrowerkzeugen und anderen Maschinen einsetzen. Ein weiterer Vorteil: Der Antrieb arbeitet ohne drehende Wicklungen und ohne Kohlebürsten und ist somit wartungsarm. Zusätzlich ist das Gerät mit einem vollständig geschlossenen Gehäuse ausgerüstet, das die Maschine gegen das Eindringen von Wasser und Schmutz schützt.

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