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Broschüre: Der Weg zum Energiesparhaus

(26.5.2004) Vorbei die Zeiten, als Energie günstig war und der Verbrauch keine Rolle spielte. Heute wissen wir: Die Vorräte sind endlich und die Preise werden weiter steigen. Überdies schadet das Verbrennen fossiler Energieträger der Umwelt und verändert das Klima. Es gilt daher, den Bedarf einzuschränken. Angehende Bauherren sollten langfristig planen, schließlich stehen massive Häuser eher 100 Jahre und länger. Der Energieaufwand aber sollte keineswegs mit den Jahren ansteigen, sondern dauerhaft niedrig sein. Wie aber ein Gebäude bauen, das die Wärme ein- und die Kälte aussperrt und dabei auch noch ein wohngesundes Raumklima schafft?

Die CO₂-Emissionen in Deutschland sollen sinken, nämlich um 25 Prozent bis zum Jahr 2005. Den Weg zu diesem ehrgeizigen Ziel gibt seit Februar 2002 die EnergieEinsparverordnung (EnEV) vor. Die EnEV verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz. Wie sparsam ein Haus ist, definiert sich zum einen durch die energetische Qualität der Gebäudehülle und zum anderen durch die Effizienz der Anlagentechnik (Wärmebedarf). Mit in die Zielgröße "Jahres-Primärenergiebedarf" fließt zusätzlich eine ökologische Bewertung der Energieträger ein. Biomasse und Holz etwa sind deutlich günstiger als Strom oder Kohle eingestuft, da sie zu den erneuerbaren Energien zählen.

Passivhaus, Niedrigenergiehaus, Energiesparhaus, Ziegelhaus, Poroton-Mauerwerk, Poroton, KfW-Förderstufe
Darstellung der Verlust- und Gewinnquellen einer Gebäudeenergiebilanz

Die gemeinsame Bilanzierung von Wärmeschutz und Anlagentechnik eröffnet Architekten und Bauherren neue Möglichkeiten. Denn: Wie der geforderte Jahres-Primärenergiebedarf erreicht wird, ist weitgehend freigestellt. Theoretisch heißt das, eine hocheffiziente Anlagentechnik (z.B. Holz-Pellets-Heizung) kann mit einer "Standard"-wärmedämmenden Gebäudehülle kombiniert werden oder eine "mäßig" effiziente Anlagentechnik erfordert einen umso höheren baulichen Wärmeschutz. Zielprämisse sollte natürlich die sinnvolle Kombination aus guter Dämmung der Außenhülle und effizienter Heizanlagentechnik sein, um das Gebäude wirtschaftlich und umweltschonend zu beheizen.

Drei Aspekte bestimmen maßgeblich die Qualität einer Gebäudehülle und sorgen so bereits für deutliche Energieeinsparung:

  • Die Wärmedämmwerte der eingesetzten Baustoffe,
  • eine wärmebrückenminimierte Konstruktion und
  • die nachgewiesene Luftdichtheit.

Wer hochwärmedämmende Wandbaustoffe - z.B. Ziegelmauerwerk - einsetzt, kann in solider Bauweise und ohne jegliche Zusatzwärmedämmung sogar Passivhausniveau und damit die höchste KfW-Förderstufe erreichen. Neben der Wandkonstruktion spielen aber auch ein energieoptimierter Dachaufbau, Fenster, Außentüren sowie Schornsteinsysteme eine wichtige Rolle. Optimal ist zudem eine nach der Sonne sowie auf solare Zugewinne ausgerichtete kompakte Architektur.

Eine enge Zusammenarbeit zwischen Planern und Verarbeitern ist erforderlich, damit das fertige Haus die EnEV-Anforderungen auch in der Praxis erfüllt. Besonderes Augenmerk ist auf eine fachgerechte Ausführung des Mauerwerks sowie von luft- und winddichten Anschlüssen zu richten. Handwerklich schwierige Baudetails, wie etwa die Dachanschlüsse oder Schornsteindurchführungen sollten genau überwacht werden. Es empfiehlt sich ein Luftdichtheitskonzept zu erstellen, um so den Handwerkern aufzuzeigen, wie die Anforderungen der EnEV im konkreten Bauvorhaben umzusetzen sind. Ob das gesamte Gebäude luftdicht ausgeführt ist, lässt sich abschließend mit einem Blower-Door-Test prüfen.

Für weitere Informationen zum Thema "Energiesparhäuser" gibt es u.a. eine neue Broschüre von der Wienerberger Ziegelindustrie: "Energiesparhäuser aus Poroton: wenig Energie - viel Wohlgefühl". Auf 26 Seiten sind nicht nur die Anforderungen der EnEV fachlich fundiert und verständlich aufbereitet, sondern auch eine Beschreibung der KfW-Förderpakete bis hin zur Schilderung eines Referenzobjekts enthalten. Checklisten für Architekten und Bauherren sowie eine Sammlung von Adressen und Internet-Links runden die nützliche Informationsunterlage ab. Die kostenlose Broschüre ist bei der Wienerberger GmbH erhältlich: info.de@wienerberger.com

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