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Wohnungswechsel: Hauptrolle fürs Bad

(21.6.2004) Das Bad wächst den Deutschen immer mehr ans Herz. Dieses Fazit zieht die Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) aus einer neuen, von ihr veranlassten Forsa-Erhebung. So fand die Mitte 2004 durchgeführte, für die Bundesbürger ab 14 Jahren repräsentative Studie heraus, dass das Bad bei einem Wohnungswechsel zunehmend eine Hauptrolle spielt. Demnach ist sein Gesamteindruck dann für 27% der Bevölkerung "entscheidend". Weitere 62% stufen ihn als "wichtig" ein. Nur ganze 2% dagegen halten ihn für unbedeutend. Nennenswerte Unterschiede zwischen West und Ost sowie Männern und Frauen recherchierten die Berliner Sozialforscher nicht. Die hohe Bad-Relevanz eint die Nation, folgert daher der Dachverband der Sanitärbranche. Die "ausgeprägten Lebensraum-Qualitäten" fachgerecht und individuell modernisierter Bäder lägen also flächendeckend im Trend.

Das signalisiere auch ein weiteres Resultat der Studie: 13% der Bundesbürger sehen danach das Bad als den Wohnungsbereich an, der am ehesten größer sein sollte. Mit 17% vertreten die 45- bis 59-Jährigen besonders häufig diese Meinung. Eine Personengruppe, die laut VDS ohnehin über eine überdurchschnittliche Investitionsbereitschaft und -fähigkeit verfügt. Insgesamt steht das Bad beim Wunsch nach mehr Platz in den eigenen bzw. gemieteten vier Wänden hinter Küche (19%) und Wohnzimmer (38%) auf Position 3. Klar abgeschlagen sind hier Kinderzimmer (6%), Schlaf- bzw. Arbeitsraum (jeweils 5%) und Esszimmer (3%).

Außerdem brachten die Forsa-Interviewer ein gängiges Klischee wenigstens etwas ins Wanken. Denn: Auf ihre Frage "Wer hält sich in der Regel am längsten im Badezimmer auf?" antworteten zwar 66% der Frauen "Ich selbst". Von den Herren der Schöpfung gaben jedoch immerhin bereits 36% zu, dass sie dort am meisten Zeit verbringen. Auch Kinder wissen offenbar verstärkt die Vorzüge des nassen Vergnügens zu schätzen. In Haushalten mit drei und mehr Personen schauen sie zu etwa einem Viertel am seltensten auf die sanitäre Uhr. Das statistische Gesamtranking im Überblick:

Wer hält sich in der Regel am längsten im Badezimmer auf?

Im Übrigen steht den Bundesbürgern im Bad keineswegs nur nach Zähneputzen, Duschen & Co. der Sinn, rundet die Dachorganisation von Industrie, Fachgroßhandel und Fachhandwerk ihren aktuellen Datenreport ab. Sie verweist dabei auf eine repräsentative Untersuchung, die das Ipsos-Institut im Auftrag der Publikumszeitschrift "Das Haus" im Frühjahr 2004 bei der über 14-jährigen Bevölkerung realisierte. Thema: Was die Deutschen im Bad (sonst noch) anstellen. Das Beschäftigungsspektrum erstreckt sich danach von "Nichts Besonderes" (62%) über "Lesen" (37%) bis zu "Wehwehchen kurieren" (25%) und "Fernsehen" (3%). Und: Erotisch wird’s im "Tatort mit Lustgewinn" mitunter außerdem. Das jedenfalls bekunden beide Geschlechter. Insgesamt flirten 25% "manchmal zu zweit in der Wanne". Melden zumindest die Meinungsforscher:

Was die Deutschen im Bad anstellen:

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