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Der Sommer macht den Keller feucht

  • Kondensationsfeuchtigkeit durch falsches Lüften
  • Fünf Tipps für einen trockenen Keller

(12.8.2004) Falsches Lüften verursacht im Sommer häufig Feuchtigkeits- und Schimmelschäden. Betroffen sind vor allem Kellerräume. Während der kalten Jahreszeit werden sie dicht verschlossen gehalten, um ein zu starkes Auskühlen zu verhindern. Mit den ersten heißen Tagen beginnen Hausbesitzer dann die Kellerräume durchzulüften, um den typischen Kellergeruch zu vertreiben. Dabei stehen Fenster und Türen meist den ganzen Tag über offen. Statt eines trockenen Kellers erreicht man damit allerdings genau das Gegenteil: Bei besonders heißem Wetter scheinen die Wände förmlich zu schwitzen.


Das Problem ist die so genannte Sommerkondensation, deren Wirkungsprinzip aus einem ganz anderen Zusammenhang bekannt ist: Nimmt man im Sommer eine Wasserflasche aus dem Kühlschrank, bilden sich an der Flasche Tauperlen. Der Grund: Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit speichern als kalte. Kühlt die warme Zimmerluft also an der Flasche ab, wird Feuchtigkeit frei und in Form von Wasser sichtbar. Das Gleiche gilt für Kellerräume. Wenn die warme Sommerluft beim Lüften in den kühlen Keller strömt, kondensiert die überschüssige Feuchtigkeit an den Wänden und es entsteht ein unbehagliches, feuchtes Raumklima - die Grundlage für Schimmelbildung.

Um Kondenswasser in Kellern zu vermeiden, sollte man nur lüften, wenn die Außentemperatur niedriger und die Außenluftfeuchtigkeit geringer ist als im Keller. Da das regelmäßige Messen und Vergleichen dieser beiden Werte umständlich und zeitaufwändig ist, hat z.B. Isotec ein automatisiertes Lüftungssystem entwickelt. Durch den elektronischen Abgleich der Innen- und Außentemperatur sowie der relativen Luftfeuchtigkeit innen und außen regelt das Airdry-System den Lüftungsvorgang durch einen Ventilator, der in eine Außenwand oder ein Fenster eingebaut wird. Dieses System eignet sich beispielsweise auch für Ferienwohnungen, die oft mehrere Wochen oder Monate im Jahr leer stehen.

Verbrauchertipps für einen trockenen Keller

Wenn ein Keller gut isoliert ist und trockene Außenwände hat, lässt sich Sommerkondensation durch richtiges Lüften vermeiden:

  1. An besonders heißen Sommertagen tagsüber gar nicht lüften, sondern gezielt morgens und abends, wenn es noch nicht bzw. nicht mehr so warm ist.
  2. An kühleren Sommertagen den Keller im Idealfall mehrmals am Tag für etwa 10 bis 15 Minuten durchlüften.
  3. Wenn im Keller Wäsche gewaschen, getrocknet oder gebügelt wird, immer wieder kurz und kräftig durchlüften.
  4. Möbel, besonders große Schränke, nicht direkt an die Außenwand des Kellers stellen, damit die Raumluft ausreichend zirkulieren kann.
  5. Selten benutzte Kellerräume auch im Winter nie ganz auskühlen lassen, sondern leicht temperieren und täglich kurz lüften.

Neben der Sommerkondensation - die sich durch richtiges Lüften  vermeiden lässt - können feuchte Kellerwände aber auch andere Ursachen haben. Bei mangelhafter Außenabdichtung kann beispielsweise Bodenfeuchtigkeit seitlich in die Wände eindringen. Fehler bei der Bauplanung und -ausführung können der Grund für aufsteigende Feuchtigkeit in der Wand sein. In beiden Fällen handelt es sich um ernsthafte Schäden, die durch Lüften nicht zu beheben sind. Generell sollte immer ein Fachmann hinzugezogen werden, der durch eine genaue Analyse die Ursache der Feuchtigkeit bestimmen und die entsprechenden Maßnahmen zur Sanierung vorschlagen kann.

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