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Projektbericht: Prachtvolle altdeutsche Deckung auf ehemaliger Ruine

(19.9.2004)Das Dach ist die Krone eines Hauses. Diese These gilt besonders für Schieferdächer in der Altdeutschen Deckung. Ein überzeugendes Beispiel für diese Behauptung ist das ehemalige Kloster Paradiese in Soest. Noch 1996 war das Bauwerk eine Ruine. Heute präsentiert es sich prachtvoll. Das neue Schieferdach spielt dabei eine überragende Rolle.

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Die Geschichte des Klosters Paradiese beginnt mit der Gründung eines Dominikanerinnenkonvents im 13. Jahrhundert und endet 1806 mit seiner staatlichen Auflösung. 1996 präsentierte sich das Bauwerk als Ruine. Zwei Ärzte kauften das unter Denkmalschutz stehende Gebäude und wandelten es in ein medizinisches Zentrum für Krebserkrankungen um. Unter anderem wurde der marode Dachstuhl komplett abgetragen und der neue Dachstuhl aus Holzleimbindern auf einer neuen obersten Stahlbetonrippendecke errichtet. Über die gesamte Höhe des Daches erstreckt sich heute neben einigen Verwaltungsräumen ein großer Andachts- und Vortragsraum.

Entsprechend einer Bestandszeichnung aus dem Jahre 1806 erhielt das Bauwerk wieder eine Schieferdeckung mit 48 Schleppgauben. Sie sind handwerklich anspruchsvoll eingedeckt und für den Betrachter ästhetisch anzusehen. Zur Eindeckung des 55° steilen Daches wurden verschieden große Steine genutzt. Die größten Schiefer liegen an der Traufe. Je höher das Dach hinaufragt, um so kleiner sind die eingesetzten Steine. Diese Schiefersortierung von großen zu kleinen Steinen ist ein typisches Merkmal der Altdeutschen Deckung und lässt das Dach höher und schlanker wirken. Das Ergebnis überzeugt in jeder Hinsicht.

siehe auch:

  • schieferwelt.de
    ... ist eine Informations-Initiative Deutscher Schieferunternehmen
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