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Projektbericht: Altbausanierung mit "Oranger Wanne"

(13.10.2004) Der Sanierungsbedarf der Häuser in der Duisburger Gelderblomstraße ist offenkundig: "Seit Jahren sind die Bewohner der Altbauten vom aufsteigenden Grundwasser betroffen. Zudem führt das Grundwasser geringe Mengen benzolhaltige Stoffe mit sich; Kellerwände und Bodenplatten sind stark durchfeuchtet." Für den planenden Architekten aus Köln und das mit der Sanierung beauftragte Bottroper Bauunternehmen eine interessante Herausforderung.

"Wir haben von der Stadt Duisburg den Auftrag auf der Gelderblomstraße in Duisburg ein abgesacktes Gebäude, dessen Keller im Grundwasser stand, mit einer Betonwanne auszubetonieren", erzählt der Unternehmer. Grundlage für den Auftrag war ein Sanierungskonzept, das in gemeinsamer Arbeit von Gutachter, dem ausführenden Bauunternehmen und der Statikabteilung der Readymix AG in Bayreuth entwickelt wurde. Dieses Konzept enthielt, neben dem vorrangigen Ziel, den abgesackten und mit Grundwasser gefüllten Altbau so schnell wie möglich zu einem vertretbaren Preis trockenzulegen, als zweiten wesentlichen Punkt die Forderung nach einer möglichst langfristigen Gewährleistung.

Doch nicht nur die Abdichtung eines Kellers gegen aufsteigendes Grundwasser war umzusetzen sondern auch eine Niveauangleichung im Kellergeschoß des betroffenen Hauses. "Es handelt sich im Wesentlichen um den Keller einen Hauses aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts und einen Anbau aus den 60er Jahren", erläutert der Architekt die Sanierungsmaßnahme. "Die Niveaus dieser beiden Gebäudeteile sollten angeglichen werden und ein permanenter Schutz auch gegen einen maximalen Grundwasser-Einstand erzielt werden."

Erfolgreiche Altbausanierung: Die Orange Wanne wurde in den bestehenden Keller eingesetzt.

Für den Architekten, ebenso wie für das ausführende Bauunternehmen, das über eine langjährige Erfahrung mit der herkömmlichen Weißen Wanne verfügt, war das Prinzip der Orangen Wanne von Readymix absolutes Neuland. Für den Entschluß, die Sanierung nach dem Readymix-Prinzip durchzuführen, sprachen schließlich gleich mehrere Gründe: "Da waren zunächst einmal die besonderen Eigenschaft des ausgeschriebenen Betons Aaton mit Stahlfasern. Dann kam die ständige Überwachung durch geschultes Personal von Readymix und die angebotene hohe Versicherungssumme bei auftretenden Mängeln hinzu und schließlich waren da auch noch wirtschaftliche Aspekte." Wesentlich war jedoch für den Architekten, wie für den Bauunternehmer, die Verwendung von stahlfaserarmiertem Aaton, und die besonderen Eigenschaften dieses Betons.


Dabei waren es nicht nur die Anforderungen des Bauunternehmers und des Architekten an die Qualität des verwendeten Betons, auch der eigentliche Auftraggeber, die Stadt Duisburg hatte hohe Anforderungen an die Orange Wanne gestellt: So wurde die absolute Dichtigkeit der Bodenplatte und der umlaufenden Betonaufkantung gegen Druckwasser gefordert. Weiterhin war, bedingt durch viele kleine Kellerräume, eine normale Bewehrungseinlage im Boden und den Wänden nur bedingt möglich. Hier konnte der von Readymix gelieferte Aaton mit Stahlfasereinlage seine besonderen Eigenschaften in Bezug auf die Fließfähigkeit unter Beweis stellen. Doch nicht nur die technischen Spezifikationen überzeugten Auftraggeber und Unternehmer von der Orangen Wanne: "Es wurde vor allem auch ein Partner gesucht, der eine langjährige Haftung für seine ausgeführten Arbeiten gab" erläutert Friedhelm Schellberg. "Dies erfüllt mit Abstand nur die Firma Readymix."

Das erste von insgesamt 22 Häusern an der Gelderblomstraße in Duisburg ist mittlerweile durch eine Orange Wanne gegen aufsteigendes Grundwasser geschützt. Und auch für die Bewohner der übrigen Häuser ist es bald so weit, daß sie wieder trockenen Fußes ihre Keller betreten können.

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