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Interpane 2004: Rückgang bei Umsatz und Gewinn

  • Nachfrage nach Isolierglas gesunken
  • Preiswettbewerb weiter verschärft
  • 2005: niedrigere Kosten, höhere Effizienz

(9.12.2004) Die angespannte Situation auf dem Isolierglas- und Fenstermarkt wirkt sich auch auf das Ergebnis der Interpane Gruppe aus. Der Vorstandsvorsitzende Bernd Kramer verwies am 9.12. mit bemerkenswerter Offenheit vor Journalisten in Stuttgart auf "anhaltenden Nachfragerückgang und einen ruinösen Preiswettbewerb" in der Branche. Mit rund 14,1 Millionen Quadratmetern veredeltem Glas wird der Absatz der Gruppe nahezu stabil bleiben (Vorjahr: 14,2). Der Umsatz der Produktionsbetriebe geht dagegen deutlicher auf rund 206 Millionen Euro zurück (Vorjahr: 215,2). Das Konzern-Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) wird voraussichtlich 1,9 Millionen Euro betragen (Vorjahr: 5,8). Auch die Konjunkturaussichten für 2005 sind wenig ermutigend. Dem will die Gruppe mit Kostensenkungen und höherer Effizienz begegnen.

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In den letzten zehn Jahren hat sich der deutsche Fenstermarkt nahezu halbiert, allein 2004 beträgt der Rückgang rund drei Prozent. Der Gesamtabsatz an Isolierglas fällt nach Einschätzung des Unternehmens um rund eine Million auf 22 Millionen Quadratmeter. "Nach einem hoffnungsvollen Start im Frühjahr hat uns seit dem Sommer die Realität eingeholt," so Kramer. Besonders hart treffen die Branche zurückgehende Modernisierungsinvestitionen. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) rechnet bei den bestandsbezogenen Bauleistungen mit einem Minus von etwa 3,5 Prozent. Bislang galt dieser Markt als Hoffnungsträger für die Baukonjunktur.

Halbzeug: Unterschiedliche Entwicklung

Während bei beschichtetem Basisglas (Warmglas "iplus" und Sonnenschutzglas "ipasol") Absatz und Umsatz sinken, entwickelt sich die Beschichtung metallischer Absorberbänder für Sonnenkollektoren ("sunselect") "nach wie vor erfreulich". Der Umsatz steigt auf mehr als 14 Millionen Euro (plus 30 Prozent). Besonders deutlich wird der wachsende Marktdruck bei Sicherheitsglas. Zwar stabilisiert sich hier der Absatz etwa auf Vorjahresniveau; aber der Umsatz sinkt um rund 4,5 Prozent.

Isolierglas: Scharfer Preiswettbewerb

Im nach wie vor umsatzstärksten Geschäftsfeld "Isolierglas" steigt der Absatz entgegen dem Branchentrend auf ca. 2.865.000 Quadratmeter. Das Plus von rund sechs Prozent ergibt sich nahezu ausschließlich aus der weiter gestiegenen Auslandsnachfrage. Aber: "Auch im Marktsegment Isolierglas ist der Preiswettbewerb gnadenlos", berichtete Kramer. Entsprechend fällt der Umsatz von 114,2 auf 110,0 Millionen Euro.


Rendite: Unbefriedigend

Das Ergebnis vor Zinsen, AfA und Steuern (EBITDA) hat sich ebenso wie Cash-Flow und Konzern-Ergebnis verschlechtert. Das operative Ergebnis wird voraussichtlich nur mehr 1,9 Millionen Euro betragen. Die Investitionen von 16,4 Millionen Euro liegen deutlich über dem Vorjahresniveau. Hintergrund: Im Frühjahr 2005 wird in Frankreich der vierte Beschichtungsbetrieb die Produktion aufnehmen. Vor allem dadurch steigt gruppenweit auch die Mitarbeiterzahl auf 1.055.

Ausblick 2005

Die Prognosen für die Baubranche sind für Kramer "ernüchternd". Die Frühindikatoren, wie Auftragseingänge und Baugenehmigungen, zeigen starke Rückgänge. Das Unternehmen rechnet daher für 2005 in der Glas- und Fensterbranche mit erneut zurückgehender Nachfrage um etwa fünf Prozent.

Kosten sparen, Effizienz steigern sei daher die Devise für 2005. Erster Schritt: Die Gruppe passt ihre Produktionskapazität den schlechten Marktbedingungen an; Personalabbau ist dabei nicht vermeidbar. Um neue Geschäftsbereiche zu erschließen, stärkt Interpane die Entwicklung von Produktinnovationen. So soll z. B. die vorspannfähige Low-E-Schicht "iplus V" im Frühjahr 2005 am Markt eingeführt werden.

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