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Pelletkessel von Solarvent wird mit Blauem Engel ausgezeichnet

(13.1.2005) Umweltfreundliche Holzpelletheizungen erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Hans-Josef Fell, MdB von den Grünen findet es deshalb besonders erfreulich, dass mit SOLARvent ein Pelletheizkesselhersteller den Blauen Umweltengel erhalten hat. Dies zeige auf, dass Holzpelletanlagen auch im klassischen Schadstoffbereich, wie Stickoxide oder Kohlenmonoxid, besonders umweltfreundlich sein können. Fell ehrte den Geschäftsführer Dominic Umscheid für seine Leistungen und sein Umweltengagement.

"Das ist für uns ein großer Sprung nach vorn", sagte Dominic Umscheid zur offiziellen Verleihung des Umweltzeichens Ende 2004. "So ein Zeichen schafft zusätzlich Vertrauen und öffnet uns die Türen." Der Clou: Der Pelletbrenner bekommt nur dorthin von außen Verbrennungsluft zugeführt, wo diese direkt in die Verbrennung einfließen kann. "Diese neue Technologie sorgt für höchste Wirkungsgrade, gerade auch während der sonst problematischen Leistungsmodulation", so Umscheid. Diese "3-Wege-Luftmassenverteilung" in Kombination mit einer Sauerstoffüberwachung im Abgas hat die Firma zum Patent angemeldet.

Die Technik unterschreitet die strengen Anforderungen des Blauen Engels. Gerade in der Teillast (4 kW) arbeitet der Kessel mit höchsten feuerungstechnischen Wirkungsgraden von bis zu 95%. Der Strom, der für den Betrieb nötig ist, macht weniger als 1 Prozent der gesamten Energie aus. Und die Grenzwerte für den Blauen Engel, nämlich der Ausstoß von Stickoxid, Kohlenmonoxid, Kohlendioxid und Staub werden deutlich unterschritten – bis dato Schwachpunkte der umweltfreundlichen Pelletheizungen. Die Anlage ist ohnehin nach DIN EN 303-5 TÜV zertifiziert.


Solarvent will den Imagegewinn nun nutzen und im laufenden Jahr 150 der neuen Pelletheizungen verkaufen. Außerdem zeigen erste Großkonzerne aus der Heizungsbranche Interesse, weitere 350 Stück zu vertreiben. Der Umsatz von Solarvent würde sich dadurch versechsfachen. "Zwei, drei Mitarbeiter werden wir wohl im kommenden Jahr zusätzlich einstellen", sagt Umscheid. "Tage, Nächte und Wochenenden haben wir vor dem Prototyp verbracht. Zusammen mit zwei eingestellten Softwarespezialisten, einem Schlosser, einem Heizungstechniker, einem Elektrotechniker sowie einem Maschinenbauingenieur haben wir die IQ-Pelletheizung entwickelt und zur Marktreife gebracht", erinnert sich der Firmenchef. Von September 2003 bis Juni 2004 wurde diese Entwicklung durchgeführt - in viel kürzerer Zeit als in großen Unternehmen. "Wir mussten keine Anträge stellen oder lange Berichte schreiben, wir haben es einfach und unbürokratisch ausprobiert, bis es unseren hohen Anforderungen gerecht wurde", erklärt ein Mitarbeiter der Firma. Ständig wurde Altes abgeändert und weiter verbessert. Im Juni war das Modell fertig und der TÜV bestätigte die positiven Erfahrungen der Firma mit seinem Prüfzeugnissen.

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