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Bauen in Netzwerken verspricht Rationalisierungs­potenziale für mittelständische Bauwirtschaft

(22.1.2005) Anlässlich des Symposiums "Innovatives Bauen in Netzwerken", das am 19. Januar in München im Rahmen der BAU 2005 stattfand, erklärte der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes, Arndt Frauenrath: "Das Bauen in Netzwerken hat in den vergangenen Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen. Die modernen Informations- und Kommunikationstechnologien sind zu einer entscheidenden Basis der Netzwerkbildung geworden." Und der Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, Tilo Braune ergänzte: "Netzwerke am Bau verbessern die Chancen für innovativen und bezahlbaren Wohnraum. Der Markt für Kooperationsformen beim kostengünstigen Wohnungsbau wird aber noch nicht ausreichend wahrgenommen. Gewerke- und standesorientierte Denkweisen am Bau bilden teilweise noch immer mentale Barrieren, die den Aufbau von Netzwerken eher behindern. Alle am Bau Beteiligten können und müssen daher stärker kooperieren, damit Produktivität, Qualität und Wirtschaftlichkeit weiter gesteigert werden."

Auch Frauenrath kritisierte, dass die Bauwirtschaft zu großen Teilen in den vergangenen Jahren nur zögerlich auf die neuen organisatorischen und technologischen Herausforderungen reagiert und die Chancen, die in innovativen, logistischen Kooperationen und effizienzsteigernden Netzwerken liegen, nur ganz allmählich erkannt habe. Zukünftig werde es immer entscheidender sein, ob ein Unternehmen in der Lage ist, die richtigen Informationen zeitnah, schnell und richtig auszuwerten. "Informationsvorsprünge sind Wettbewerbsvorsprünge. Daher müssen wir das Internet nutzen, um unseren Wettbewerbsvorsprung auszubauen" - so Frauenrath.

"In der umfassenden und durchgängigen Kommunikation aller an einem Bauprojekt beteiligten Partner liegen erhebliche Rationalisierungspotenziale, die es zu nutzen gilt und die wir als deutsche Bauunternehmer in unserer weiterhin angespannten Wettbewerbssituation dringend brauchen." So der ZDB-Präsident. Auch kleinere Unternehmen müssten sich laut Frauenrath der technologischen Herausforderung stellen. Denn Generalunternehmer verlangten oftmals das Bauen in Netzwerken und die Abwicklung größerer Bauprojekte via Internet. Wer sich an solchen Ausschreibungen nicht beteiligen könne, büße einen Teil seiner Marktchancen ein.

Dies gelte auch für die Mitarbeiter der Unternehmen. "Ob Bauleiter oder Polier - schlussendlich müssen sie in der Lage sein, die Entwicklung auf der Baustelle täglich in die Datenbank einzutragen als auch die Eintragungen anderer Gewerke entsprechend lesen und interpretieren zu können. Wir müssen darüber hinaus dafür sorgen, dass unsere Mitarbeiter bereits in ihrer Ausbildung mit dem Arbeiten in Netzwerken vertraut gemacht werden."

Frauenrath hob eine Form des Bauens in Netzwerken besonders hervor, nämlich PPP - Public Private Partnership. Der ZDB-Präsident appellierte an Städte und Gemeinden, verstärkt Projekte als PPP-Projekte auszuschreiben, um so den kommunalen Investitionsstau ein Stück weit abzubauen. "Wir hoffen, dass in 2005 der Durchbruch für PPP-Projekte gelingen wird. Denn gerade auf kommunaler Ebene gibt es eine Vielzahl von Projekten, die von der Größe her für mittelständische Bauunternehmen geeignet sind. Wir warten seit Jahren darauf, dass die öffentliche Hand endlich damit beginnt, Investitionen in den Immobilienbestand, die Umnutzung von Industriebrachen, die Sanierung von öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten, Schwimmbäder, Sportstätten, Kläranlagen oder Infrastruktur in Angriff zu nehmen."

Der Staatssekretär appellierte abschließend an private Bauherren, jetzt die Gelegenheit zum Erwerb von Wohneigentum sowohl im Neubau als auch im Bestand zu nutzen: "Bauen ist jetzt so günstig wie seit langem nicht mehr. Die Rahmenbedingungen stimmen einfach. Nicht zuletzt durch die Konsolidierungsbemühungen der Bundesregierung bewegen sich die Zinsen für Hypothekenkredite auf einem historischen Tiefstand. Auch die Bau- und Objektpreise sind stabil."

Übrigens: Das vom Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen eingerichtete "Kompetenzzentrum kostengünstig qualitätsbewusst Bauen" hält ein umfangreiches Informationsangebot zum umweltgerechten, innovativen und bezahlbaren Bauen für den Bürger bereit und erfreue sich zunehmender Beliebtheit.

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