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Projektbericht: Transitbars im Münchner Flughafen mit farbigem Glas

(8.2.2005) Über 20 Millionen Passagiere jährlich starten vom Münchner Flughafen aus in den Urlaub oder begeben sich auf Geschäftsreise. Für die Reisenden gibt es hier auch nach dem Einchecken zahlreiche Möglichkeiten, sich die Zeit bis zum Abflug zu vertreiben. In Modul C und D des Transitbereichs in Terminal 1 laden seit Anfang November 2004 zwei neue Bars dazu ein, kleine Erfrischungen einzunehmen. Im Gegensatz zum bisherigen Gastronomieangebot, das etwas versteckt in einer Ecke untergebracht war, präsentieren sich die beiden Bars in leuchtenden Farben direkt hinter dem Security Check und damit in zentraler Lage. Bei der Gestaltung entschieden sich die Designer Danilo Silvestrin und Ludwig Herrle unabhängig voneinander für farbiges Glas.

  • Am "Sunshinegate" von Langnese ("rotes Bild") und
  • an der Bar von Hofbräu München ("blaues Bild")

... kommen mit SANCO LAMEX COLORPRINT und SANCO LAMEX COLORDESIGN von Glas Trösch dabei zwei Produkte zum Einsatz, die einen sehr breiten Gestaltungsspielraum ermöglichen. Die einzelnen Glaselemente mit eingearbeiteten Logos und Bildmotiven bilden nicht nur einen außergewöhnlichen Blickfang, sondern dienen daneben als sympathische Werbeflächen. Auf Wunsch des Betreibers wurden alle Glas- und Edelstahlarbeiten aus einer Hand von Glas Trösch durchgeführt.

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Die beiden neuen Bars werden, wie die Mehrzahl der im Flughafen angesiedelten Gastronomiebetriebe, von der Allresto Flughafen München Hotel und Gaststätten GmbH betreut. Die Generalplanung übernahm das Wendelsteiner Unternehmen Aichinger MP, ein sehr erfahrenes Unternehmen, das auch bereits beim Neubau des Terminal 2 mit der Planung und Umsetzung mehrerer Gastronomieobjekte beauftragt war. Da der Zeitrahmen sehr eng gesteckt war, kam es vor allem auf ein gutes Zusammenspiel aller Beteiligten an. Für die Allresto war es daher besonders wichtig, dass Glas Trösch nicht nur die Glasarbeiten, sondern auch die gesamten Edelstahlarbeiten aus einer Hand anbieten konnte und auch die Abstimmung mit den anderen Gewerken übernahm. "Um gute Resultate zu erhalten, ist es für mich entscheidend, dass alle Gewerke ein wirkliches Team bilden", so Harald Zettner, bei der Allresto zuständig für den Bereich Planung und Bau. "Deshalb gab letztendlich das außergewöhnliche Engagement den Ausschlag zugunsten von Glas Trösch. Ich bin sicher, damit die richtige Firma an Land gezogen zu haben, denn wir haben auf den Punkt sehr gute Glasarbeiten erhalten."

Dabei waren die Voraussetzung für die Arbeiten am Flughafen nicht ganz einfach, denn der Aufbau war aufgrund der teilweise hohen Geräuschentwicklung oft nur nachts möglich und erforderte von den Glas Trösch-Mitarbeitern daher einen besonders hohen und flexiblen Einsatz. Auch für zwei weitere Bars der Brandingpartner Langnese und Hofbräu München, die für das Frühjahr 2005 in Terminal 1 geplant sind, ist Glas Trösch deshalb für die Allresto als Partner erste Wahl.

Die Farben des Sommers: Das Sunshinegate von Langnese in Modul C

Beim Sunshinegate von Langnese entschied sich Danilo Silvestrin für eine Kombination aus unterschiedlichen Materialien. Die Türen zur Küche sowie Rück- und Seitenwände bestehen aus farbigen Glasflächen, der Verkaufstresen und die Thekenrückwand aus einer Strukturfläche mit 2 x 2 cm großen Mosaiken, die farblich auf das Glas abgestimmt sind. Als Thekenschürze dient gebogenes Glas, das ebenfalls von Glas Trösch geliefert und montiert wurde. In Orientierung an der CI des Unternehmens wurde von Langnese mit RAL 3018 ganz konkret die Farbe für die Glasflächen vorgegeben. Eine weitere Vorgabe bestand darin, dass die Elemente blickdicht sein sollten. Um das gewünschte Resultat zu erhalten, wurden bei Glas Trösch Farbfolien in unterschiedlichen Rot- und Orangetönen miteinander kombiniert und zwischen zwei Glasscheiben laminiert. Dabei bedurfte es eines großen Bemusterungsaufwands, bis letztendlich das gewünschte "Erdbeer-Rot" erzielt wurde. Am Sunshinegate bestehen die Glaselemente aus SANCO LAMEX COLORDESIGN nun aus der Kombination einer opak weißen, und mehreren roten Folien. Die Elemente mit circa 1 Meter Breite und 2.15 Meter Höhe sind dabei jeweils oben und unten in einer Edelstahl-Halterung befestigt. Auf Wunsch des Designers befindet sich auf den Glaselementen im Wechsel das Langnese-Logo beziehungsweise verschiedene Bildmotive, die junge Menschen beim Eisessen zeigen. Das Logo wurde dabei mit sehr feinem Korn auf die Glasoberfläche gesandstrahlt und erscheint jetzt dezent Ton in Ton. Die Bildmotive im Format 50 x 70 cm wurden auf einen opaken Hintergrund gedruckt (SANCO LAMEX COLORPRINT), damit das Rot der dahinter liegenden Folien nicht durch das Foto durchscheint. Um durch die Türen zur Küche wenig Einblicke, aber dennoch den Blick nach außen zu ermöglichen, schnitt man aus der opaken Folie einen Streifen aus und ersetzte ihn durch einen transparenten Streifen im gleichen Grundton. Für ein einheitliches Gesamtbild wurde auch bei den Tablettwagen Edelstahl mit Glas in der Farbe der Bar kombiniert.

In München steht nicht nur ein Hofbräuhaus

Auch die Bar von Hofbräu München in Modul D beweist, dass sich nahezu jede Farbe mit Glas hochwertig realisieren lässt. Im Gegensatz zu Langnese gab es hier in Punkto Farbe keine klar definierten Vorgaben, man hielt sich jedoch an die Hausfarben Blau und Orange. Nach einigen Experimenten fiel die Entscheidung auf ein kräftiges Orange für die Rückwand der Bar und die Thekenrückwand, für die wieder opake Folien verwendet wurden. Für das 80 m² große Glasdach wählte man transparente Folien im selben Orange.


Auch an dieser Bar wurde das Logo, eine Krone, sowie der Schriftzug "Hofbräu München" mit feinem Korn gesandstrahlt. Ein ganz besonderer Eyecatcher ist jedoch die Vorderfront der Theke aus einer Kombination von Edelstahl und hinterleuchtetem ultramarinfarbenem Glas. Die einzelnen Glaselemente sind dabei im Abstand von 5 cm mit Manet-Punkthaltern am Corpus aus Edelstahl befestigt. Das Licht von sechs beziehungsweise acht kleinen Leuchten bricht auf der Oberkante des Corpus und erzeugt damit ein Gefühl der räumlichen Tiefe.

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