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Vorgehängte hinterlüftete Fassade (VHF) - traditionell und topmodern

(10.2.2005) "Ach, Sie montieren auch Fassaden!" Immer wieder hören Dachdecker solche erstaunten Ausrufe, wenn sie Bauherren das Leistungsangebot ihres Betriebes vorstellen. Tatsächlich gehören Wandbekleidungen mit groß- oder kleinformatigen Platten aus den verschiedensten Werkstoffen traditionell zum Berufsbild dieses Handwerks.

Entstanden ist die Bauweise in den Gebirgsregionen, wo viele Häuser bis heute mit Dachziegeln, Schiefer oder auch Holz bekleidet werden. Die Materialwahl sowie die Art der Verlegung folgen oft regionalen Besonderheiten und sorgen für das spezielle, bei Touristen sehr beliebte Ambiente der Bergstädte etwa im Harz, in der Eifel oder in Thüringen. Doch es sind nicht der Charme und der Gestaltungsreichtum allein, die für die vorgehängten Bekleidungen sprechen. Vielmehr bieten sie auch handfeste technische Vorteile, weil sie ausgezeichnet der rauhen Witterung in den Gebirgen widerstehen können. Der Hausbesitzer erhält einen dauerhaften und wartungsarmen Schutz für seine Außenwände.

Diese Argumente wirken auch für viele Bauherren im Flachland überzeugend, weshalb die vorgehängten Fassaden mittlerweile über ihre Ursprungsregionen hinaus Verbreitung gefunden haben. Außerdem vergrößerte sich die Palette der möglichen Werkstoffe. Neben Dachziegeln, Schiefer oder Holz werden heute auch Faserzement, verschiedene Keramikplatten oder sogar Metalle eingesetzt. Dadurch können sich die vorgehängten Fassadenbekleidungen architektonisch an jeden Gebäudetyp und jedes Umfeld anpassen. Egal, ob städtisch oder ländlich, ob Tiefland oder Gebirge.

Die Ausführung von vorgehängten Außenwandbekleidungen wird überall in Deutschland von Dachdeckerbetrieben angeboten. Sie bilden deshalb auf der DACH + WAND, der Leitmesse der Bedachungsbranche, einen wichtigen Ausstellungsschwerpunkt. Die vom Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) veranstaltete Messe findet vom 4. bis 7. Mai 2005 in Leipzig statt. Handwerker, Architekten und Ingenieure, aber auch Bauherren, Bauträger sowie andere fachlich interessierte Besucher können dort einen umfassenden Überblick zu den technischen und gestalterischen Möglichkeiten der Außenwandbekleidungen erhalten. Die Messestände bieten ideale Möglichkeiten, bewährte Lösungen sowie neueste Entwicklungen unmittelbar in Augenschein zu nehmen und die verschiedenen Angebote untereinander zu vergleichen.

Zumal in Leipzig nicht nur die Hersteller der Werkstoffe für Außenwandbekleidungen vertreten sein werden, sondern auch die Anbieter von Unterkonstruktionen und Wärmedämmstoffen. Diese drei Komponenten bilden zusammen eine vorgehängte hinterlüftete Fassade, die allen modernen Erkenntnissen der Bauphysik und des Wärmeschutzes entspricht.

Zuerst werden die Wärmedämmung in der jeweils erforderlichen Dicke sowie die wahlweise aus Holz oder Metall bestehende Unterkonstruktion montiert. Dabei ragen die Traglatten oder -profile der Unterkonstruktion mindestens 2 cm, besser jedoch 4 cm über die Wärmedämmung hinaus. Wenn anschließend die Bekleidung angebracht wird, entsteht ein 2 bis 4 cm breiter Hinterlüftungsspalt zwischen der Wärmedämmung und dem Bekleidungsmaterial. Diese Hinterlüftung gewährleistet die anerkannt hohe Schadenssicherheit der Fassade. Denn selbst wenn durch starken Schlagregen oder heftiges Schneetreiben etwas Feuchtigkeit durch die äußere Bekleidung hindurchtreten kann, tropft sie im Hinterlüftungsspalt nach unten ab. Diese zusätzliche Sicherheit fehlt bei allen einschaligen, also nicht mit einem Hinterlüftungsspalt ausgerüsteten Fassadensystemen.

Die tragenden Bauteile hinter einer vorgehängten hinterlüfteten Fassade bleiben in jedem Fall trocken und durch die Dämmung auch warm. Abplatzungen oder gar Gefügezerstörungen durch Feuchtigkeit und Frost der Außenwand werden sicher verhindert. Gerade diesen Schutz benötigen Häuser in den winterkalten Gebirgsregionen, aber eben auch im Flachland.

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