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Insolvenzen in Architektur-/Ingenieurbüros erneut gestiegen

(3.3.2005) Ein weiterer dramatischer Anstieg der Insolvenzen in nordrhein-westfälischen Architektur- und Ingenieurbüros ist im abgelaufenen Jahr zu verzeichnen gewesen. Darauf hat der BDB-Landesverband, mit 6.500 Mitgliedern größter gemeinsamer Architekten- und Ingenieurverband, im Vorfeld seiner diesjährigen Frühjahrsklausur in Bochum hingewiesen.

Ausweislich aktueller Zahlen des NRW-Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik betrug der Anstieg gegenüber dem Vorjahr nahezu erneut ca. 18% bei den Architektur- ( 17,9% ) und Bauingenieurbüros ( 16% ) in NRW. Betroffen waren in lfd. Verfahren dabei rd. 295 Büros mit insgesamt 1.092 Mitarbeitern.

"Die Talfahrt der Bauwirtschaft setzt sich nunmehr seit elf Jahren fort", so Dipl.-Ing. Gabriele Richter, stellvertretende Vorsitzende des BDB-NRW. "Der einstigen Konjunkturlokomotive Bauen geht nunmehr auch noch der letzte Dampf aus", stellte Richter fest. Richter forderte erneut ein "Sofortprogramm Bauen". Sie wiederholte damit Forderungen der NRW-Delegierten aus den Mitgliederversammlung der letzten Jahre (siehe auch Meldung vom 9.6.2002)

Auf die damals verfasste Resolution des höchsten Gremiums des Verbandes seien zwar Reaktionen seitens der Politik erfolgt, die sich jedoch überwiegend in der Bitte um Verständnis für die leeren Kassen erschöpft hätten. Gerade in Zeiten schwacher Konjunktur sei die Politik jedoch gefordert, zusätzlich "Geld in die Hand zu nehmen" und antizyklisch gegenzusteuern. Das Argument leerer Kassen allein sei vor dem Hintergrund der dramatischen Einbrüche nicht mehr akzeptabel.

Nachweislich zieht jeder investierte Euro in das Bauen 3-4 Euro an Folgeinvestitionen nach sich. Von den zusätzlichen Steuereinnahmen für den Staat - Stichwort Umsatzsteuer - ganz zu schweigen.

Richter wies außerdem darauf hin, dass es noch nie so günstig war, zu bauen:

  1. Die Zinsen sind auf einem 10-Jahrestief.
  2. Die Planungsbüros haben Kapazitäten frei.
  3. Die kränkelnde Bauwirtschaft ist bereit und in der Lage, in Bezug auf Beschäftigungsmöglichkeiten ihrer Mitarbeiter auch eng gerechnete Baupreise anbieten zu können.

Hintergrundinfo: Rund 60 BDB-Kollegen/Innen der Vertreterversammlung der Architektenkammer NW kommen am Wochenende 4./5.3.2005 auf ihrer traditionellen Frühjahrsklausur im Bochumer Holiday Inn zusammen, um u.a. Lösungsansätze für eine Verbesserung der Auftragslage der Büros zu erarbeiten und zu diskutieren.

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