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Wärmedämmung in verschiedenen Spielarten

(5.3.2005) Dämmen tut Not! Und das nicht nur dem Gesetzgeber zuliebe, der mit der Energieeinsparverordnung (EnEV) auch privaten Bauherren konkrete Vorgaben macht. Eine gute Wärmedämmung kann vielmehr für ein angenehmes Raumklima sorgen und mit Blick auf Heizenergie-Kosten langfristig den Geldbeutel schonen.

Die Palette an aktuellen Dämm-Möglichkeiten reicht von künstlichen Stoffen wie Polystyrol über Mineralwolle bis hin zu natürlichen Materialien wie Kork, Zellulose, Schafswolle, Schilfrohr oder Hanffasern. Bei der Auswahl ist auch an das Thema Allergien zu denken, nicht dass der Dämmstoff dem Bewohner Kopfschmerzen oder Atembeschwerden bereitet.

Außendämmung / Fassadendämmung

Wichtige Rahmenbedingung in Sachen Wärmedämmung ist die Bauweise des Hauses. Was Konstruktion und Ausgestaltung der Fassade anbelangt, sind folgende Varianten bei Neubauten besonders gängig:

  • Massive Wände in homogener Bauweise aus z.B. Wärmedämmziegeln oder Porenbeton-Steinen.
  • Schlanke Beton- oder Kalksandsteinwände mit zusätzlicher Wärmedämmung - z.B. einem Wärmedämm-Verbundsystem.
  • Leichtbaukonstruktionen in Holzrahmen- oder Holztafelbauweise mit zusätzlicher Wärmedämmung.

Wird die Dämmschicht extra eingebracht, sollte sie um die zwölf Zentimeter dick sein. Die Außendämmung ist dabei bauphysikalisch die effektivste Methode. Denn: Beim Schutz von außen kann sich auf den Innenseiten der Außenwände kaum Schwitzwasser bilden. Zudem wird die Kälte vom Mauerwerk ferngehalten - und die im Haus gewonnene Wärme sowie Feuchtigkeit werden gepuffert und gespeichert.

Innendämmung

Wenn von innen gedämmt wird, kommt man an einer so genannten Dampfsperre nicht vorbei. Gemeint sind Folien oder Spezialpapiere, die verhindern sollen, dass Wasserdampf in die Wand eindringt, dort kondensiert und so einen idealen Nährboden für Schimmelpilze bildet. Allergien und Krankheiten können sonst die Folge sein.

Dachdämmung

Eine gute Dachdämmung hält im Herbst und Winter warm und verhindert im Sommer einen aufgeheizten Dachraum. Ob Mineral- oder Schafswolle: Wichtig ist, dass das Dämm-Material sowie die Dampfsperre auch in den Ecken des Daches und an den Übergängen zu Dachfenstern, Schornsteinen, Strangentlüftern und anderen Dachdurchgänge sorgfältig angearbeitet werden. Von außen ist zudem eine "zweite Dachebene" einzubauen - meist in Form in einer diffusionsoffenen Dachbahn / Unterspannbahn aus Kunststoff.

Schutz vor ungewollten Effekten

Eine Bauweise, die teure Wärme nicht aus dem Haus entweichen lässt, kann ungewollte Folgen haben. Denn auch die feuchte Luft bleibt in den Räumen und provoziert die Schimmelbildung. Deshalb ist regelmäßiges Lüften angesagt. Zur Kontrolle der Luftfeuchtigkeit empfiehlt sich ein Hygrometer: Im Winter sollte die relative Luftfeuchte im Altbau nicht über 40 Prozent ansteigen, im Neubau liegt die Grenze bei 50 Prozent. Die große Alternative bilden kontrollierte Be- und Entlüftungsanlagen, die idealerweise mit einer Wärmerückgewinnung ausgestattet sind. Wärmebrücken, die sich durch falsche Bauausführung oder durch Fehler beim Dämmen ergeben, bieten dem Schimmelpilz ebenfalls ideale Lebensbedingungen.

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