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Wasser sparen mit modernen Armaturen

(22.3.2005) Was das Wasser betrifft, sind wir Deutschen schlicht verwöhnt: 125 Liter bestes Trinkwasser verbrauchen wir im Schnitt pro Einwohner und Tag. Und weil davon nur 3% zum Trinken und Kochen verwendet werden, ist den meisten Menschen nicht einmal bewusst, dass Wasser unser wichtigstes Lebensmittel ist und besonderen Schutz genießen sollte. Solange jedoch Wasser überall verfügbar ist - mit minimalen Einschränkungen in Jahrhundertsommern wie 1974 und 2003, gehen wir völlig sorglos damit um. Im Privathaushalt entfallen ...

  • 32% des Trinkwassers auf die Toilettenspülung und
  • 30% auf das Baden und Duschen;
  • 14% werden zum Wäschewaschen verwendet,
  • jeweils 6% zum Geschirrspülen und für die Körperpflege,
  • 4% zum Gießen im Garten,
  • 3% zum Reinemachen und
  • 2% zum Autowaschen.

Alles kein Problem, zumindest was die Verfügbarkeit anbetrifft. Denn 99,1% der Bevölkerung sind an die öffentliche Wasserversorgung angeschlossen - auch das ein Luxus, den wir in der Regel gar nicht mehr wahrnehmen.

Preissteigerungen haben Wirkung gezeigt

Schon eher stört den Durchschnittsverbraucher, dass der Preis für Trink- und Abwasser in den letzten Jahren - genau seit 1991 - um beachtliche 49% gestiegen ist. Das hat immerhin zu einer Ersparnis von 20 Litern pro Kopf und Tag in dieser Zeit geführt, den unaufhaltsamen Anstieg der Wasserrechnung aber nicht gebremst: Die durchschnittliche Rechnung stieg in diesem Zeitraum von 115,- Euro auf 171,- Euro pro Jahr und Haushaltsmitglied. Die Spanne ist allerdings riesengroß, denn tatsächlich bewegt sich die Jahresrechnung je nach Wasserverbrauch und Preis pro Kubikmeter in den verschiedenen Kommunen zwischen 65,- Euro und 477,- Euro pro Person. Hochgerechnet auf einen Vier-Personen-Haushalt werden die Dimensionen erschreckend deutlich und das Sparpotenzial erstrebenswert: Wer spart und einen günstigen Wasserpreis hat, bezahlt für die vierköpfige Familie 260,- Euro im Jahr. Aber es können eben auch 1.908,- Euro zusammenkommen.

So schön kann Wasser sparen sein

Natürlich kann Wasser sparen in unserer Gesellschaft nicht heißen, dass die Qualität des Trinkwassers gesenkt wird oder Familien am Samstag wieder reihum in das gleiche Badewasser steigen. Deshalb beschäftigen sich Unternehmen wie die Schell Armaturentechnologie in Olpe konzentriert mit einer Frage: Wie kann man Wassersparen ohne Verluste an Qualität und Komfort? Und dazu ist den Fachleuten viel eingefallen - ausgehend von zwei Grundgedanken: Wenn man schon den Preis nicht beeinflussen kann, dann doch wenigstens den Verbrauch, und wenn diese Technik auch noch schön aussieht, dann wird die Umrüstung zum doppelten Gewinn.

Im Zentrum der allgemein bekanntesten Sparmaßnahmen steht die Spartaste für die Toilettenspülung,. Ist die Hauptspülung auf immerhin schon sparsame 6 Liter eingestellt, verbraucht ein Vier-Personen-Haushalt bei fünf Benutzungen pro Tag 120 Liter Wasser. Das macht bei einem Preis von 4,35 € pro Kubikmeter rund 190.- Euro im Jahr. Rechnet man stattdessen mit der 3-Liter-Spartaste für vier kleine Geschäfte am Tag und nur einmal 6 Liter für das große Geschäft, reduziert sich der Wasserverbrauch auf 72 Liter pro Tag und die Jahresrechnung geht auf 114.- Euro zurück. Pro Jahr lassen sich so 76.- Euro einsparen. Die zusätzliche 3-Liter-Spartaste in der Frontplatte des Schell Verona Druckspülers kostet dagegen nur ca. 35.- Euro (empfohlener Verkaufspreis).

Deutlich Wasser sparen lässt sich aber auch durch spezielle Eckregulierventile unter dem Waschtisch und unter der Spüle (nächstes Bild). Damit lässt sich der Volumenstrom einer herkömmlichen Zweigriff-Armatur von 12 l/min auf einen Durchfluss von nur noch 8 l/min drosseln. Das ist eine Ersparnis von einem Drittel oder 4 l/min bei jeder Nutzung - ohne Komfortverzicht. Denn durch einen eingebauten Strahlregler im Auslauf, über den heute alle modernen Armaturen verfügen, ist der Wasserstrom absolut ausreichend, fürs Händewaschen ebenso, wie für die Reinigung eines Topfes, der nicht in die Spülmaschine passt. Ebenso kann mit Eckregulierventilen das Auslaufverhältnis von Warm- und Kaltwasser optimiert werden. Nicht immer ist bei einer Einhandmischarmatur in Mittelstellung auch eine Warmwasserbeimischung gewünscht.

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Am Waschbecken lässt sich diese Ersparnis noch weiter steigern durch eine elektronische Armatur wie die Schell Puris (nächstes Bild). Da das Wasser nur fließt, wenn die Hände in den Bereich des Sensors kommen, und die Temperatur bereits eingestellt ist, reduziert sich der Wasserverbrauch bei einer Nutzungsdauer von 25 Sekunden gegenüber einer herkömmlichen Zweigriff-Armatur für einmal Händewaschen von 5 Liter auf 3 Liter bei Hochdruck-Mischwasser und auf 1,7 Liter bei Niederdruck-Mischwasser. Und schön ist die Schell Puris auch: Für das schlichte Design wurde die Armatur mit zwei Designpreisen ausgezeichnet.


Wen die schönen Armaturen und die steigenden Wasserpreise noch immer nicht überzeugt haben, sich vom Sanitär-Installateur zum Thema "Wasser sparen" beraten zu lassen, der wird vielleicht hellhörig beim Ergebnis des Weltwasser-Entwicklungsberichts 2003 der UNESCO. Bei diesem weltweiten Ländervergleich, der Quantität und Qualität des Rohwassers, insbesondere des Grundwassers erfasst, belegte Finnland Platz 1, Kanada und Neuseeland folgten auf den Plätzen 2 und 3, die Schweiz erreichte Platz 16 und Österreich Platz 18. Deutschland war auf Platz 57 unter insgesamt 122 bewerteten Ländern weit abgeschlagen. Unsere Trinkwasserqualität ist zwar nach wie vor noch ausgezeichnet, aber der Aufwand dafür wird immer größer. Und unerschöpflich sind die Vorräte auch nicht. Die Reduzierung des Wasserverbrauchs seit 1991 zeigt zwar, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Trotzdem gibt es noch viel zu viele Armaturen, die das kostbare Nass sinnlos verschwenden und damit den kommenden Generationen ein weiteres, absolut überflüssiges Problem aufladen.

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