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Feinstaub: Quellen der Staub-Emissionen

(24.4.2005) In der derzeitigen Diskussion um Feinstaub und die daraus resultierenden Gesundheitsgefahren wird vor allem der Straßenverkehr dämonisiert. Laut GEMIS 4.2 (Globales Emissions-Modell Integrierter Systeme) zeigen Dieselfahrzeuge im Vergleich das schlechteste Staub-Emissionsverhalten auf: Auf Basis des Durchschnitts der in Deutschland erhältlichen Dieselqualitäten weist GEMIS dafür ein Emissionsvolumen von 67,8 Gramm pro 1.000 Personenkilometer aus - für benzingetriebene Fahrzeuge dagegen im Mittel 19,3 Gramm. Noch besser stehen Erdgasfahrzeuge da; hier betragen die Staubemissionen im Mittel je nach Typ nur 14,1 Gramm beziehungsweise 5,4 Gramm pro 1.000 Personenkilometer bei den Fahrzeugen. In einem Hintergrundpapier vom März 2005 macht das Umweltbundesamt diverse konkrete Vorschläge zur Emissionsminderung im Verkehrsbereich - u.a. könnten Busse, Müllfahrzeuge und andere kommunale Fahrzeuge auf Erdgas umzustellen.

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*) Werte von 2002 in 1.000 Tonnen - Quelle: Umweltbundesamt 2004

Wenngleich Abgase von Straßenfahrzeugen gerne als Hauptursache für die Feinstaubbelastung ausgemacht werden, so emittieren tatsächlich andere Verbrennungsprozesse, etwa aus Kraftwerken oder Heizungsanlagen, fast ebenso viele Partikel - im Jahr 2002 laut Umweltbundesamt rund 34.000 Tonnen der Kategorie PM10 (Partikeldurchmesser kleiner oder gleich zehn Mikrometer).

Nach Ansicht der ASUE könnten die Staubemissionen von Verbrennungsprozessen durch emissionsarme Energieträger signifikant gesenkt werden. Denn die verschiedenen Energieträger unterscheiden sich markant hinsichtlich ihrer Partikelemission ¹): Laut GEMIS 4.2 emittieren (auch abhängig u.a. von der Verbrennungstechnik und Abgasanlage)...

  • Steinkohlen-Briketts bei der Bereitstellung einer Kilowattstunde (kWh) Nutzwärme bis zu 1,25 Gramm Staub,
  • Braunkohlenbriketts je nach Herkunft - Rheinland oder Lausitz - bis zu 0,63 Gramm bzw. 0,50 Gramm,
  • Heizöl (Brennwerttechnik) rund 0,03 Gramm Staub pro kWh Nutzwärme und
  • Erdgas (Brennwerttechnik) 0,01 Gramm.

Quelle: Gemis 4.2; Gesamter Lebenszyklus berücksichtigt

Biogene Brennstoffe ²) weisen ebenfalls ein vergleichsweise Emissionsverhalten auf. Eine Holzhackschnitzel-Heizung (10 kW) beispielsweise produziert laut GEMIS 0,27 Gramm Staub pro kWh Nutzwärme, ein Holzpellets-Heizungssystem mit gleicher Leistung immerhin noch rund 0,08 Gramm. Das Umweltbundesamt erwartet in Zukunft beispielsweise in der Gruppe Haushalte und Kleinverbraucher, die schon jetzt mehr als zehn Prozent des gesamten Staubaufkommens verursacht, einen weiteren Anstieg der Emissionen, unter anderem wegen des verstärkten Einsatzes von Holz als Brennstoff.

Übrigens: Als Feinstaub definiert man Partikel mit einer Größe von unter zehn Mikrometern. Dabei gelten vor allem Partikel mit einem Durchmesser von weniger als 2,5 Mikrometern als besonders gefährlich, da sie als "lungengängiger Feinstaub" tief in das menschliche Atmungsorgan eindringen.

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¹)  GEMIS-Datenblatt "Wärme-Heizung (el-mix) - Wärmebereitstellung je kWh Nutzwärme" unter Berücksichtigung folgender Systemgrenzen: Betrachtung des gesamten Lebenszyklus inkl. Transporte + Materialvorleistung ohne Entsorgung.
²)  GEMIS-Datenblatt "Wärme-Heizung Bio-Rest - biogene Wärmebereitstellung je kWh Nutzwärme" unter Berücksichtigung folgender Systemgrenzen: Gesamter Lebenszyklus inkl. Transporte + Materialvorleistung ohne Entsorgung.

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