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Keller aus Kalksandstein

(2.6.2005) Der Keller hat ein Marktpotenzial, auf das niemand verzichten sollte. Weder Architekten, Bauunternehmer, Bauträger, Investoren noch private Bauherren, die schon seit geraumer Zeit wissen, dass ein Haus ohne Keller quasi wie ein Auto ohne Kofferraum ist. Der Keller steigert nicht nur den Nutzwert der Immobilie, sondern auch den Wiederverkaufswert.

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Foto: Remmers GmbH

Die Nutzungsmöglichkeiten sind mannigfaltig und die finanziellen Pluspunkte überzeugend. Nur 5% Mehrkosten schaffen 35% mehr Nutz- und Wohnfläche. In Euro und Cent ausgedrückt: Aufenthaltsräume im Kellergeschoss werden mit nur ca. 200 € /m² veranschlagt. Im Obergeschoss schlagen sie dagegen mit 1.200 € / m² zu Buche. Die Vorteile sind schon lange nicht mehr nur kulinarischer Art, in dem sie der Vorratshaltung von Lebensmittel wie Kartoffeln dienen. Heute ist der "höherwertige Keller" ganz oben auf der Prioritätenliste angesiedelt. Als Party-, Hobby- und Arbeitsraum oder Wellness-, Beauty- und Saunazentrum erfreut er sich wachsender Beliebtheit.

Eine detaillierte Wirtschaftlichkeitsbetrachtung hilft die Baukosten für den Keller zu senken. So sollten der Personalaufwand, die Bautechniken und die Ausführungssicherheit - wie die Abdichtung - genauestens unter die Lupe genommen werden.

Die Arbeitszeit zur Erstellung von ca. 100 m² Kelleraußenwänden beträgt je nach Bauweise zwischen 35 und 70 Stunden. Das sind, je nach Kolonnengröße - zum Beispiel vier Mann - ein bis zwei Arbeitstage. In nächsten Bild sind die unterschiedlichen Bauweisen gegenüber gestellt. Die Abdichtung und der Tauwasserschutz werden bei allen Bauweisen gleich ausgeführt - zum Beispiel mit kunststoffmodifizierten Bitumendickbeschichtungen (kurz KMB) und außen liegenden Perimeterdämmplatten. Maßgeblich sind daher die reinen Arbeitszeiten für die Wände.


Es wird deutlich, dass Mauerwerkswände aus Kalksandsteinen mit Verlegehilfe (KS XL und KS-Plansteine) in diesem Vergleich am wirtschaftlichsten sind. Mitverantwortlich hierfür sind mehrere KS-Bautechniken. Sie reduzieren die Kosten und steigern zugleich die Rohbauqualität. Zum Beispiel werden mit dem Mörtelschlitten Materialverluste verringert. Der Mörtel wird an jeder Stelle in der gleichen Dicke aufgetragen. Ein deutlicher Gütevorsprung gegenüber dem Auftrag mit der Kelle. Bei zweischaligen Haustrennwänden hat das fachgerechte Aufziehen mit dem Mörtelschlitten zusätzlich den Vorteil, dass kein Mörtel in die Luftschicht fällt und die Schalldämmung durch Mörtelbrücken nicht beeinträchtigt wird.

Eine weitere Erleichterung und Beschleunigung des Baufortschrittes wird mit der Stumpfstoßtechnik erreicht. Im Gegensatz zur liegenden Verzahnung, die stets das rasche Aufmauern der Wände behindert, ermöglicht die Stumpfstoßtechnik einen weitestgehenden Verzicht auf aussteifende Querwände. Die Wände werden einzeln, ohne Verzahnung, in einem Arbeitsgang hochgemauert. Sie beschleunigt den Bauablauf und sorgt für behinderungsfreies Arbeiten bei den oft sehr beengten Baustellenverhältnissen.

Das Erstellen ebener Wandflächen ist besonders wirtschaftlich durch das Nut-Feder-System: Die Zeit raubende und kostenintensive Stoßfugenvermörtelung und das Verkanten der Steine entfallen damit.

Bezüglich der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung muss die Abdichtungsart und die normgerechte Ausführung des Mauerwerks besonders beachtet werden, weil die Mehrzahl der Bauschäden im Kellerbereich auf Durchfeuchtungen beruht. Wesentlich sind die korrekten Ausführungen des Mauerwerkes nach DIN 1053 sowie die Abdichtung entsprechend DIN 18195.


Foto: Remmers GmbH

Aufgrund der hohen fachlichen Anforderungen sollte nur qualifiziertes Personal diese anspruchsvollen Arbeiten ausführen. In diesem Zusammenhang macht die KS-Industrie auf einen Lehrgang aufmerksam, der seit September 2000 im Auftrag des Ausbildungsrates der Bildungszentren des Baugewerbes e.V. (BZB) angeboten wird. Der dreitägige Lehrgang "Herstellen von Abdichtungen aus kunststoffmodifizierten Bitumendickbeschichtungen (KMB) auf Basis DIN 18195" schließt mit einem bundeseinheitlichen Zertifikat, dem "KMB-Schein" ab. (Für weitere Informationen siehe www.kmb-ausbildung.de.)

Wände aus Kalksandstein sind durch DIN-gerechte Abdichtungsstoffe - Bahnen oder KMB - nicht nur "wasserundurchlässig" sondern auch wasserdicht. Wie gefordert ist durch die hohe Maßhaltigkeit und große Mauerwerksdruckfestigkeit des KS-Plansteinmauerwerkes der Untergrund frostfrei, fest, eben und tragfähig, sodass die Abdichtungslagen (Abdichtungsbahnen oder KMB) problemlos, sach- und fachgerecht aufgetragen werden können.

Ein zusätzlicher Außenputz zum Egalisieren eventueller Unebenheiten ist nicht notwendig, da aufgrund des Nut-Feder-Systems die Stoßfugen des KS-Mauerwerkes unvermörtelt bleiben. Dabei spielt es keine Rolle, ob KS-Plansteine in Dünnbettmörtel oder als KS-Steine in Normalmörtel verarbeitet werden. KS-Mauerwerk ist außerdem auch bei erddruckbelasteten Wänden meist die wirtschaftlichste Lösung.

Die außen liegende Perimeterdämmung auf dem KS-Mauerwerk hat zwei Vorteile. Sie dient als Schutzschicht für die Abdichtung. Zusätzlich lässt sich der Wärmeschutz an die Nutzerwünsche gut anpassen. Der Nachweis der Tauwasserfreiheit nach DIN 4103 ist bei KS-Mauerwerk mit Perimeterdämmung nicht erforderlich. Darüber hinaus wird Schall- und Brandschutz ohne Mehrkosten aufgrund der natürlichen Bestandteile von Kalksandstein - Kalk, Sand und Wasser - sowie dem umweltfreundlichen Herstellungsverfahren von Anfang an mit eingebaut.

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