Neues Konzept für beheizte Fassaden mit FERRO-WICTEC
(7.7.2005) In
Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro Dr. Schulz haben das Systemhaus EVG und
sein deutscher Vertriebspartner esco ein neues Konzept für beheizte Fassaden
entwickelt.
Das Grundprinzip ist seit mehr als 30 Jahren bekannt. Statt Heizkörpern werden die raumseitigen Metallprofile von Fassaden mit warmem Wasser durchströmt. Neben den offensichtlichen ästhetischen Aspekten überzeugt die Idee vor allem durch bauphysikalische Vorteile: Stark verbessertes Behaglichkeitsempfinden durch erhöhte Außenwandtemperaturen und Verhinderung von Kaltluftabfall. Darüber hinaus wird die Lebensdauer der Isolierglasscheiben durch sichere Unterbindung von Tauwasserbildung am Glasrand erhöht.
Besondere Vorteile bieten beheizte Fassaden in Schwimmbädern durch die sichere Verhinderung von Tauwasser auf den raumseitigen Profilen. Im Prinzip stellt dies einen hochwirksamen konstruktiven Basiskorrosionsschutz dar.
Entscheidend für den Durchbruch des Konzepts der beheizten Fassaden war eine ausreichende Wärmedämmung zwischen warmem Profil und Außenklima. Bisher wurde dies in aller Regel durch raumseitig angeordnete Dämmprofile erreicht (Bild oben rechts).
Die neue Lösung von EVG / esco verzichtet ganz auf diesen Dämmkörper (großes Bild oben), ohne daß damit erhöhte Wärmeverluste in Kauf genommen werden müssen. Möglich wird dies durch 2 Maßnahmen: Verwendung von Wärmeschutzgläsern mit gut dämmenden Abstandshaltern wie z.B. Thermix, TIS, Swiss Spacer u.ä. und einem speziell geformten Dämmkörper im Glasfalz aus geschäumten, geschlossenzelligem Thermoplast mit sehr niedrigen Wärmeleitfähigkeitswerten (λ < 0,040 W/mK). Umfangreiche Untersuchungen belegen, daß die Wärmeverluste des neuen Konzepts nicht größer als bei der herkömmlichen Lösung sind.
Die Vorteile sind offensichtlich:
- Wegfall des massiven raumseitigen Dämmkörpers,
- Aufbau und Aussehen wie bei den Standard-Aufsatzkonstruktionen aus dem Hause EVG / esco,
- einfache Verarbeitung wie bei den Standardsystemen, Verwendung von Standard-Glasauflagern,
- gleichmäßiger Isothermen-Verlauf über die Isolierglasebene.
siehe auch:
jüngere Beiträge, die auf diesen verweisen:
- DORMA Entry: Individuelle Glasfassade mit Standards planen (27.10.2006)
- Structural-Glazing-Fassade mit gleicher Optik bei Festfeldern und Öffnungselementen (10.5.2006)
- Neue Richtlinie HM.02 vom Verband der Fenster- und Fassadenhersteller (20.4.2006)
- aquatherm heizt und kühlt über Decke, Wand und Fussboden (1.3.2006)
- 200 Euro Heizkosten für 120 m²-Haus (13.1.2006)
- weitere Details...
ausgewählte weitere Meldungen:
- auf der Intersolar vorgestellt: ein "Solarglas", das speichert, wärmt und kühlt (27.6.2005)
- VFF-Merkblatt "Thermische Beanspruchung von Gläsern in Fenstern und Fassaden" (17.4.2005)
- Photochrome Systeme auf dem Weg zur architektonischen Anwendung (15.3.2005)
- Neue Veredelungsvarianten für Aluminium und Stahl von Schüco (7.3.2005)
- VFF: Vorträge, Studien und aktuelle Branchenberichte auf CD-ROM (20.2.2005)
- Büroarchitektur auf dem Prüfstand (22.1.2005)
- Verbundsystem aus Glas und GFK für elegante und energierichtige Fassaden (13.1.2005)
- VISS Fire - Profilsystem für universelle Stahl-Brandschutz-Fassaden (20.10.2004)
- Broschüre informiert über Photovoltaik in Gebäudehüllen (2.10.2004)
- Gestaltungsvielfalt für Glasfassaden (23.4.2004)
- Schüco Fassaden Innovation: Kalt-Warm-Fassaden in Zukunft mit Basis-Systemen realisierbar (10.2.2004)
siehe zudem:
- Literatur / Bücher zu den Themen Fenster, Fassade, Glas, Glasarchitektur und GFK bei Baubuch / Amazon.de
- Schreiben Sie Ihre Erfahrungen / Meinung dazu: Bau-Forum
- Fassaden-Systeme und Fenster auf Baulinks