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Hinterlüftung schützt Indach-Solarsysteme vor Überhitzung

(15.7.2005) Immer mehr Bundesbürger holen sich die Sonne über das Dach ins Haus - zumal Sorgen um die Optik beim heutigen Stand der Technik dank der Indachmontage unbegründet sind. Wie der Name schon sagt, werden hierbei Thermokollektoren oder Solarmodule bündig in die Dachfläche integriert. Die Anlage nimmt dann die Stelle der eigentlichen Deckungsmaterials ein - egal ob Dachpfannen, Schiefer oder Titanzink.

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Die Indachmontage hat nicht nur ästhetische Vorteile, sie macht auch bautechnisch und finanziell Sinn: Werden die Module bzw. Kollektoren direkt auf den Dachlatten befestigt, so bekommt das Dach keine zusätzlichen Lasten aufgebürdet. Der Verbrauch an Eindeckungsmaterial ist zudem um die Fläche der Solaranlage geringer, und Anschlüsse sowie Kabel werden besser vor der Witterung geschützt. Fachleute weisen allerdings auf die Bedeutung einer guten Hinterlüftung bei Photovoltaik-(PV-)Anlage hin: Sind die Module ins Dach eingesenkt, muß unbedingt Luft unter den Modulen zirkulieren können. Ohne entsprechende Maßnahmen kann sich ein System so erhitzen, dass sich im Sommer Leistungsfähigkeit und Wirkungsgrad erheblich verringern. Hier sind allemal PV-Systeme im Vorteil, die über eine spezielle Unterkonstruktion mit Lüftungsöffnungen verfügen.

Das ideale Dach für eine Solaranlage - gleich ob für Strom oder Wärme - hat eine Neigung zwischen 20 und 60 Grad, ist nach Süden ausgerichtet und nicht verschattet.

  • Eine Solaranlage zur Brauchwassererwärmung für einen Vier-Personen-Haushalt sollte sechs Quadratmeter groß sein.
  • Die Dimension einer Solarstrom-Anlage hängt nicht vom Bedarf, sondern von der Investitionsbereitschaft ab, denn der Strom wird in aller Regel nicht selbst verbraucht, sondern ins öffentliche Netz eingespeist und vergütet. Üblich ist eine Fläche zwischen zehn und zwanzig Quadratmetern.

Zu unterscheiden sind Anlagen, die aus mehreren kleinen Komponenten bestehen, welche von Hand auf das Dach transportiert werden können. Große, zusammenhängende Systeme können sehr schnell mittels Kran installiert werden. Für jedem Fall sei darauf hingeweisen, dass nur ein Fachmann den Einbau vornehmen darf. Werden Kollektoren oder Module direkt auf den Dachlatten befestigt, so ist darauf zu achten, dass das Holz nicht beschädigt ist und eine ebene Unterlage bildet. Anderenfalls können schädliche Spannungen in der Anlage auftreten. Schadhafte Latten sollten ausgetauscht, schiefe Hölzer aufgestockt werden.

Übrigens: Nahezu unsichtbar bei der Indachmontage sind Solarmodule in Verbindung mit Schiefer und Titanzink. Das Anthrazit des Schiefers beispielsweise "verschluckt" die fest mit dem Stein verbundenen Solarzellen nahezu komplett. Beide Elemente verschmelzen zu einer perfekten Einheit, sind von unten kaum voneinander zu unterscheiden. Solar-Module für Titanzink werden mit einem transparenten Kleber direkt und vollflächig auf die einzelnen Paneele geklebt. Die kristallinen Siliziumzellen und die Paneele harmonieren farblich perfekt. Zudem gibt es unsichtbare Kollektoren für Bedachungselemente aus Titanzink: Ein System von Kapillarröhrchen wird hier nicht auf der Sichtseite, sondern auf dem abgewandten Rücken angebracht:


Bild aus der Meldung "Solarthermie nach Understatement-Manier" vom 10.2.2005

Zum Thema "Alles rund ums Dach" bietet dach.de ab sofort eine Informationsbroschüre für Bauherren und Renovierer an. Die Broschüre kann kostenlos per E-Mail an info@dach.de angefordert werden.

siehe auch:

  • www.dach.de
    Neutralitäts-Check: Verantwortlich (ohne ein Geheimnis daraus zu machen) für die Inhalte des Dachportals sind einige Marktführer der Dach-Branche - nämlich ISOVER (Dämmsysteme), Lafarge/Braas (Betondachsteine), Rathscheck Schiefer (Schiefer für Dach und Fassade), RHEINZINK (Dachlösungen aus Zink) sowie VELUX (Belichtungssysteme).
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