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Deutscher Architekturpreis 2005 für das BMW Zentralgebäude in Leipzig vergeben

(22.7.2005) Das BMW Zentralgebäude in Leipzig, entworfen und realisiert von der Londoner Architektin Zaha Hadid in Zusammenarbeit mit Patrik Schumacher, wurde mit dem Deutschen Architekturpreis 2005 ausgezeichnet. Der mit 25.000 Euro dotierte Preis wird im Herbst dieses Jahres an die Architekten vergeben. Er wird seit 1971 alle zwei Jahre von der E.ON Ruhrgas AG unter der Schirmherrschaft der Bundesarchitektenkammer ausgelobt (alle folgenden Bilder: BMW Zentralgebäude in Leipzig, copyright BMW; siehe außerdem Bing-Maps und/oder Google-Maps).

Deutscher Architekturpreis 2005, BMW Zentralgebäude, Zaha Hadid, E.ON Ruhrgas AG, Bundesarchitektenkammer, Wärmeversorgung, Ökonomie
Bilder: BMW AG

Die mit namhaften Architekten international besetzte Jury würdigte das BMW Zentralgebäude in Leipzig als "völlig neuen Typus der Industriearchitektur". Das Gebäude sei für die Entwicklung des Bauens in unserer Zeit beispielhaft. Es zeichnet sich durch eine ganzheitliche Lösung und Innovation aus, trägt zur Gestaltung des öffentlichen Raumes bei und ist vorbildlich in der Rücksichtnahme auf Probleme der Umwelt, der wirtschaftlichen Wärmeversorgung und der Ökonomie.

Nachdem der Deutsche Architekturpreis in den letzten Jahren an öffentliche Gebäude ging (2003 Bundeskanzleramt, 2001 Festspielhaus Recklinghausen, 1999 Jüdisches Museum in Berlin), setze die Jury dieses Mal mit der Prämierung eines Bauwerkes aus der Arbeitswelt einen neuen Akzent. "Der Einfluss, den Konzerne auf den sicht- und fühlbaren Teil des öffentlichen Lebens nehmen, ist in den letzten Jahrzehnten gewachsen und nimmt weiter zu. Auch die Bedeutung der Arbeit für unsere Zukunft wird eher zu- als abnehmen. Vom Erfolg dieser Industrien, ganz besonders auch der Automobilindustrie, hängen ganze Städte ab", so die Jury. Sie lobte darüber hinaus, dass das Projekt nicht nur einer "kongenialen Konstellation von geforderter Funktion und Architektursprache, sondern mindestens ebenso sehr dem bewusst formulierten Willen des Bauherrn entspringt."

Die Jury vergab außerdem fünf mit jeweils 5.000 Euro dotierte Auszeichnungen und 13 Anerkennungen für herausragende Arbeiten. In diesem Jahr wurden 420 Arbeiten zum Wettbewerb eingereicht, darunter nicht nur große Bauwerke namhafter Architekten, sondern auch qualitativ hochwertige kleine Bauten von bisher weniger bekannten jüngeren "Newcomern". Die E.ON Ruhrgas AG und die Bundesarchitektenkammer wollen durch die regelmäßige Verleihung des Deutschen Architekturpreises herausragende Bauten auszeichnen, die für die Gestaltung der Umwelt und die Verwendung umweltschonender Energiearten beispielhaft sind.


weitere Auszeichnungen zum Deutschen Architekturpreis 2005 (dotiert mit 5.000 Euro, in alphabetischer Reihenfolge)

  • GFZK-2, Neubau eines Ausstellungsgebäudes für die Galerie für Zeitgenössische Kunst in Leipzig;
    as-if Architekten, Paul Grundei - Stephanie Kaindl - Christian Teckert, Berlin
  • Geschäftsstelle Südwestmetall, Heilbronn;
    Dominik Dreiner, Heilbronn
  • Umweltbundesamt, Dessau;
    Sauerbruch Hutton Architekten, Berlin
  • Servicezentrum auf der Theresienwiese, München;
    Staab Architekten, Berlin
  • Verwaltungsgebäude der Treuhandstelle GmbH, Gelsenkirchen;
    Architektenteam THS, Gelsenkirchen und PASD Feldmeier + Wrede, Hagen

Anerkennungen zum Deutschen Architekturpreis 2005 (in alphabetischer Reihenfolge)

  • Vertriebs- und Servicezentrum, Ditzingen;
    Barkow Leibinger Architekten, Berlin
  • Bogenallee 10-12, Wohnen[+], Hamburg;
    Blauraum Architekten, Hamburg
  • Lern- und Ausbildungszentrum, Ingolstadt;
    Diezinger & Kramer, Eichstätt
  • Olympiastadion Berlin-Charlottenburg;
    Architeken von Gerkan, Marg und Partner, Hamburg
  • Kunstmuseum Stuttgart;
    Hascher Jehle Architektur, Berlin
  • Doppelkirche für zwei Konfessionen, Freiburg;
    Kister Scheithauer Gross, Köln
  • Sammlung Frieder Burda, Baden-Baden:
    Richard Meier and Partners Architects LLP, New York
  • Niederländische Botschaft, Berlin;
    Office for Metropolitan Architecture - Rem Koolhass, Ellen van Loon, Rotterdam
  • Deutsches Historisches Museum, Berlin;
    I. M. Pei, New York mit Eller + Eller Architekten, Düsseldorf
  • Evangelische Gesamtschule Gelsenkirchen-Bismarck;
    plus+ Bauplanung GmbH, Hübner + Forster + Hübner, Neckartenzlingen
  • Bürogebäude Gereonswall 75, Köln;
    Prof. Johannes Schilling, Köln
  • Stiebertalbrücke, Roth;
    Christian Vogel, Vogel + Partner, München
  • Adidas Factory Outlet-Center, Herzogenaurach;
    Wulf & Partner, Stuttgart

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