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KS-Sturz - nie ohne vermörtelte Stoßfugen!

(15.9.2005) KS-Flachstürze und FTS-Fertigteilstürze werden im Rahmen der Übereinstimmungsverfahren beispielsweise vom Güteschutz Kalksandstein e.V., einer vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) und den Ländern anerkannten Überwachungsgemeinschaft, überwacht und zertifiziert. Ihre Wirtschaftlichkeit und Funktionalität wurde in den letzten Jahren an unterschiedlichsten Objekten erfolgreich unter Beweis gestellt. Für ein schadenfreies Mauerwerk und eine höhere Tragfähigkeit im Sturzbereich spielt die Art der Stoßfugenausbildung in der Übermauerung (Druckzone) eine wesentliche Rolle.

Fertigteilsturz und vermörtelte Stoßfugen

Unvermörtelte Stoßfugen versagen schneller

In der Praxis ist es schwierig, die Steine bei der Herstellung der Übermauerung (Druckzone) auf der Baustelle 100-prozentig knirsch zu stoßen. Somit hat der "Druckbogen" immer etwas Spiel. Erst durch die Belastung erfolgt ein Zusammenschieben der Steine in der Druckzone. So entsteht eine außerplanmäßige Durchbiegung des Sturzes. Diese Durchbiegungen führen in der Regel zu Beanstandungen bzw. Bauschäden, die sich in Form von Putzrissen, besonders bei Dünnputzen, abzeichnen können. Durch vermörtelte Stoßfugen wird ein Kraftschluss in der Druckzone sichergestellt. Bei FTS-Fertigteilstürzen ist die Druckzone bereits integriert.

Vertikale Lasten werden durch eine Schubübertragung in den vertikalen Stoßfugen (Scherfugen) jeweils nach beiden Seiten bis zu den Auflagern transportiert. Fehlt nun der Kraftschluss in den Stoßfugen, so muss die Last in Form von Querkraft allein vom Sturz (Zuggurt) in die Auflager geleitet werden. Der Sturz ist aber planmäßig nicht für die Übertragung von Schubkräften geeignet. Dies führt dann zu einem schnelleren Versagen des gesamten Sturzes. Durch vermörtelte Stoßfugen wird die Schubübertragung in der Fuge erst möglich. Dies gilt gleichermaßen für Mauerwerk in Normal- und Dünnbettmörtel.

Durch die Vermörtelung der Stoßfugen wird eine höhere Tragfähigkeit erreicht und nur so können die Tragfähigkeitswerte aus den entsprechenden Typenstatiken garantiert werden. Kostenintensive Nachbesserungen lassen sich somit vermeiden.

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