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2. Xella Studentenwettbewerb - Bundespreisverleihung

(30.9.2005) Mit 430 Studenten von 53 Hochschulen war der 2. Xella Studentenwettbewerb gut besetzt. Aufgabe des Ideenwettbewerbs war die Entwicklung eines modernen Nomadenhotels als Alternative zu bestehenden Hotelkonzepten. Im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt am Main fand jetzt die Siegerehrung der bundesweiten Auslobung statt.


Die Gewinner untere Reihe v.l.n.r.: Moritz Groba (3. Preis, RWTH Aachen), Benjamin Hagemann (1. Preis, FH Mainz), Markus Schwarz (2. Preis, FH Augsburg); obere Reihe: Sabrina Engel (Ankauf, RWTH Aachen), Janek Halupzok (Ankauf, Universität Hannover), Alexandra Häsler (Ankauf, FH Zwickau-Reichenbach)

Überraschend einfallsreiche und kreative Lösungen sind das Ergebnis des Xella Studentenwettbewerbes, der in diesem Jahr unter dem Thema "Ein Nomadenhotel für Frankfurt am Main" stand. Gefordert war die Entwicklung alternativer Hotelkonzepte, die den veränderten Reisegewohnheiten im Zeitalter von Globalisierung und Billigfliegern entsprechen. Im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt am Main wurden jetzt die besten Arbeiten der bundesweiten Ausscheidung ausgezeichnet. Die ersten drei Plätze des mit insgesamt 30.000 Euro dotierten Wettbewerbs belegten Studenten der FH Mainz, der FH Augsburg und der RWTH Aachen.

"Die hohe Zahl der Einsendungen zeigt", so Claus Niehaus, Vorsitzender der Geschäftsführung der Xella International GmbH, bei der Preisverleihung, "dass wir mit der diesjährigen Aufgabe offenbar den Nerv der Zeit getroffen haben." Insgesamt wurden 260 Entwürfe zur Bewertung durch die Jury zugelassen.

Innovative Ideen

Die Aufgabe des Wettbewerbs stellte hohe Anforderungen an die Studenten. Um neue Ideen für temporäres Wohnen zu finden, galt es, die bislang üblichen Leistungen eines normalen Hotels, eines Apartment-Hotels oder eines Boarding Houses grundsätzlich zu hinterfragen und durch neue Entwürfe zu ersetzen. Sowohl der flexible Weltenbummler, der allein oder in Gruppen reist, als auch beispielsweise das reiselustige Seniorenpaar oder die Familie mit Kleinkindern sollen in dem zu planenden Objekt ein zeitweiliges Zuhause finden. Um eine vergleichbare Ausgangsbasis zu schaffen, sollten die Planungen auf ein beispielhaft vorgegebenes Grundstück im Frankfurter Osthafen an der Honsellbrücke in der Nähe des künftigen EZB-Gebäudes passen.


1. Preis: Benjamin Hagemann, FH Mainz

Entstanden sind witzige und überraschend kreative Wohnmodelle, die unterschiedliche Ansprüche an eine vorübergehende Heimat erfüllen. Sie überzeugten die unabhängige Jury sowohl als städtebauliches Konzept als auch in ihrer architektonischen Gestaltung. Dabei haben die Studenten die Grenzen zwischen Mobilität und Immobilie völlig neu definiert. So interpretierte der Sieger Benjamin Hagemann von der FH Mainz, betreut von Professor Michael Spies, das Nomadenleben als ständige Baustelle (Bild oben). Jeder Nomade nutzt seine "private Wohnbox", die in einem unterirdischen Lagerschacht aufbewahrt und bei Bedarf an die Infrastruktur eines aus zwei langgestreckten Baukörpern bestehenden Wohnregals mit Mainblick angedockt wird. Damit ist genau wie der Nomade selbst auch das Gesamtbild des Hotels ständig in Bewegung.

Um dem modernen Nomaden einen individuellen Aufenthalt anzubieten und diesen zu verwirklichen, verfolgte der zweite Preisträger, Markus Schwarz von der FH Augsburg (betreuender Dozent Professor Georg A. Sahner), den Leitgedanken der Stadt in der Stadt. Dabei wählt der moderne Nomade seine temporäre Wohnung unter einer Vielzahl von Möglichkeiten aus (Bild unten). Bei Moritz Groba, RWTH Aachen, wird das Hotel selbst zum Nomaden. Ohne neu zu bauen, nutzt er den Leerstand von Büro- und sonstigen Flächen und entwickelt daraus mit zwei transportierbaren Containern temporäre Domizile. Moritz Groba wurde von Prof. Fred Humblé betreut.


2. Preis: Markus Schwarz, FH Augsburg

Der Xella Studentenwettbewerb, der die Tradition des Hebel Studentenwettbewerbs fortführt, fand in diesem Jahr zum 20. Mal statt. Ins Leben gerufen wurde er, um angehenden Architekten und Bauingenieuren die Möglichkeit zu bieten, sich mit praxisnahen Aufgaben auf die Herausforderungen des späteren Berufslebens vorzubereiten. Die zahlreichen Rückmeldungen zeugen vom hohen Renommee der Ausschreibung. Um in einem immer schwierigeren Markt zu bestehen, ergreifen offensichtlich viele Studenten die Chance, den Berufsstart durch die Teilnahme an einem Wettbewerb zu verbessern. Dies gibt ihnen die Chance auf eine objektive Bewertung durch eine unabhängige Jury.

Auch das Thema für den 3. Xella Studentenwettbewerb steht schon fest. Der Titel "Ein Turm für Berlin" verspricht eine spannende Auseinandersetzung mit dem Thema Hochhaus in urbaner Umgebung. Die Unterlagen und ausführliche Informationen zum Wettbewerb sind außerdem im Internet unter www.xella.de (Service für Studenten) erhältlich.

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