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Wohnungsmieten steigen allmählich an

  • IVD-Wohnimmobilienpreisspiegel zeigt überproportionalen Anstieg in einfachen Lagen und in Städten
  • Die höchsten Mieten werden in Bad Homburg bezahlt

(13.12.2005) Die Mieten in Deutschland ziehen leicht an. Wer im Jahr 2005 eine Mietwohnung bezogen hat, musste ca. ein halbes Prozent mehr Miete bezahlen als im Vorjahreszeitraum. Zu diesem Ergebnis kommt der Wohnimmobilienpreisspiegel des Immobilienverbands Deutschland (IVD). Der Preisspiegel basiert auf den aktuellen Marktpreisen des 2. und 3. Quartals 2005 für 282 deutsche Städte.

Mit dem Anstieg von einem halben Prozent stiegen die Mieten im Mittel weniger schnell als die allgemeine Inflationsrate in Deutschland. "Allerdings fallen die Mietpreissteigerungen insgesamt sehr unterschiedlich aus. Besonders große Preissteigerungen waren bei Wohnungen mit einfachem Wohnwert und in Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern zu verzeichnen", sagt Jürgen Michael Schick, Vizepräsident und Sprecher des IVD.

Die bundesdeutsche Durchschnittsmiete für eine 70 Quadratmeter große 3-Zimmer-Wohnung mit mittlerem Wohnwert beträgt 5,20 EURO / m². Die höchsten Mieten wurden 2005 dabei mit 9,00 EURO / m² in Bad Homburg bezahlt. In München beträgt die entsprechende Miete 8,75 EURO / m², in Wiesbaden 8,00 EURO / m². Zu den zehn für Mieter teuersten Städten zählen außerdem Stuttgart, Heidelberg, Köln, Bonn, Frankfurt, Düsseldorf und Freiburg.

Preise für einfache Wohnungen steigen schneller

Im Fünf-Jahres-Vergleich sind die Preise für einfache Wohnungen in Deutschland deutlich schneller gestiegen als für Wohnungen mit mittlerem oder gutem Wohnwert. Der Preisanstieg für Wohnungen mit einfachem Wohnwert fällt um so höher aus, je größer die Städte sind. In Großstädten ab 300.000 Einwohner kosten Wohnungen dieser Kategorie heute knapp 10 Prozent mehr als im Jahr 2000. Dagegen sind Wohnungen mit gutem Wohnwert in diesen Städten nur um etwa 5 Prozent teurer geworden. "Auch in den kommenden Jahren ist aufgrund des weiterhin hohen Anteils von Transferleistungsempfängern und Geringverdienern mit einer weiter zunehmenden Nachfrage nach günstigem Wohnraum zu rechnen", so Schick. Engpässe verzeichnen alle größeren Städte bei großflächigen Wohnungen. "Vor allem Familien mit Kindern haben durch die Verknappung bei großen Wohnungen mit steigenden Mieten zu rechnen", so Schick.

Nach zum Teil spürbaren Preisrückgängen im Zeitraum 1995 bis 2000 ist zwischen 2000 und 2005 wieder eine allgemeine Mietpreissteigerung festzustellen. Die Mietpreisrückgänge aus Ende der 90er Jahre sind in den verschiedenen Teilmärkten dadurch zwischenzeitlich wieder kompensiert worden. "Vor allem in den Metropolregionen und im Segment der einfachen Wohnwerte sind in den nächsten Monaten weiterhin überproportionale Steigerungen zu erwarten", sagt Schick.

Allmähliche Preisstabilisierung bei Eigenheimen

Die Preise für freistehende Einfamilienhäuser verzeichnen nur noch einen geringen Preisrückgang. Im bundesweiten Vorjahresvergleich gibt es nur noch Preisrückgänge bis zu -1,3 Prozent, wobei keine großen Unterschiede zwischen Eigenheimen mit einfachem, mittlerem oder hohem Wohnwert zu verzeichnen waren. Kontinuierliche Preissteigerungen haben im Vergleich der letzten zehn Jahre Eigenheime in Großstädten erfahren. So stiegen die Kaufpreise für Eigenheime zwischen 1995 und 2005 in Städten ab 300.000 Einwohner bei gutem Wohnwert um 5 Prozent, bei sehr gutem Wohnwert um 4,4 Prozent. Wer dort 1995 ein Einfamilienhaus mit sehr gutem Wohnwert im Wert von 611.500 EURO gekauft hat, erzielt bei einem Verkauf heute im Durchschnitt 27.000 EURO mehr.

Im Bundesdurchschnitt kostete 2005 ein freistehendes Eigenheim mit mittlerem Wohnwert und ca. 125 Quadratmeter Wohnfläche sowie Grundstück und Garage knapp 219.300 EURO. Die höchsten Preise werden für Objekte dieser Art mit 465.000 EURO in München bezahlt, gefolgt von Bad Homburg und Frankfurt mit 440.000 bzw. 400.000 EURO.

Reihenhäuser - preisstabil nur in großen Städten

Leicht nachgebend sind die Kaufpreise für Reihenhäuser in Deutschland. Bei einfachem oder mittlerem Wohnwert kostete ein Reihenhaus im Bundesschnitt 1,7 Prozent weniger als 2004. Bei gutem Wohnwert beträgt der Preisrückgang 1,26 Prozent. In großen Städten herrscht allerdings Preisstabilität bzw. steigen die Preise für Reihenhäuser leicht an.

Von einer traditionell höheren Volatilität sind Eigentumswohnungen gekennzeichnet. Bei einfachen und mittleren Wohnwerten lag der Preisrückgang im Vorjahresvergleich bei 2,8 bzw. 2 Prozent. Eigentumswohnungen mit guten bzw. sehr guten Wohnwerten gaben um 1,46 bzw. um 1,39 Prozent nach. Im Bundesdurchschnitt kostete eine 70 Quadratmeter große Eigentumswohnung mit drei Zimmern und mittlerem Wohnwert rund 1.060 EURO / m². Die höchsten Preise werden dafür in München mit 2.000 EURO / m² gezahlt, gefolgt von Frankfurt und Düsseldorf mit 1.800 EURO / m². Diese Werte beziehen sich auf Schwerpunktpreise in den jeweiligen Teilmärkten und stellen keine Spitzenpreise dar.

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