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Plastiken wie Putten und Löwen aus hochfestem Beton

(9.1.2006) Sie stehen ungeschützt in Wind und Wetter. Doch sie sind hart im Nehmen. Im Zuge dringend notwendiger Sanierungsmaßnahmen wurden die meisten Putten, Reliefs, Vasen und Löwen am Cottbusser Staatstheater ausgetauscht (siehe Bing-Maps und/oder Google-Maps). Die neuen Figuren bestehen jetzt aus einem besonders dichten und hochfesten Beton auf Basis des Hochleistungszementes Duraspezial von Lafarge.

Hochleistungszement Duraspezial, Zement, hochfester Beton, Putten, Reliefs, Vasen, Restaurierung, Plastiken, Frost-Tauwechsel-Beständigkeit, Zementgehalt, Bindemittel, Betonzusatzmittel, Druckfestigkeit, selbstverdichtender Beton, Jugendstilplastiken in Beton

Ausgeführt wurden die Arbeiten von der Hollerung Restaurierung GmbH aus Reichenbach. Der Beton für die insgesamt 83 Plastiken ist von einer so hohen Festigkeit, dass die Figuren keinerlei Bewehrung mehr benötigen. Und das absolut dichte Betongefüge läßt nicht nur eine sehr hohe Frost-Tauwechsel-Beständigkeit erwarten; das feine Material sorgt auch für edle, glatte Oberflächen. Um den gewünschten warmen Farbton zu erreichen, waren nur 0,33% vom Zementgehalt an gelben Pigmenten erforderlich.

Das hier eingesetzte sehr helle Bindemittel Duraspezial enthält spezielle pulverförmige Additive, vor allem Hochleistungsfließmittel. Für die Herstellung von hochfesten und dichten Betonen sind somit keine teuren Betonzusatzmittel und -stoffe mehr notwendig. Druckfestigkeiten im Beton von über 100 N/mm² und überproportionale Biegezugfestigkeiten im Beton von mehr als 10 N/mm² sei mit diesem Bindemittel zielsicher realisierbar. Der Beton wurde als hochfließfähiges selbstverdichtendes System konzipiert.

Jugendstilplastiken in Beton

Das 1908 im spätsezessionistischen Stil errichtete Bauwerk gilt als eines der schönsten Jugendstil-Theatergebäude Europas. In nur 16 Monaten baute der Berliner Architekt Bernhard Sehring das Cottbusser Staatstheater. Der umfangreiche Fassadenschmuck war von Anfang an größtenteils aus Beton. 1986 gab es den ersten Sanierungsversuch, doch die Arbeiten misslangen. Die seinerzeit zu porösen, stahlbewehrten Figuren begannen zu "rosten". Bei der gegenwärtigen Sanierung legte man deshalb großen Wert auf einen unbewehrten Beton mit einem möglichst dichten Gefüge.


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