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Sichere Verbundabdichtung unter keramischen Belägen

  • Maßgeschneiderte Lösungen gemäß ZDB-Merkblatt von Ceresit Bautechnik

(21.2.2006) Nach den Bauordnungen der Bundesländer sind Bauwerke so zu errichten, dass keine Gefahren oder unzumutbare Belästigungen durch Feuchtigkeit oder andere Einflüsse für Bewohner und Nachbarn entstehen. Daher sind jegliche durch Feuchtigkeit beanspruchte bauliche Anlagen wie Schwimmbäder, Duschen, Terrassen etc. gegen Durchfeuchtung zu schützen. Ceresit Bautechnik bietet aktuell einen tabellarischen Überblick über verschiedene Systeme der Abdichtung, die den Anforderungen des aktuellen ZDB-Merkblattes gerecht werden (siehe auch Beitrag "Merkblatt: Verbundabdichtungen mit Fliesen und Platten" vom 14.2.2005).

Feuchtigkeitsbeanspruchte Räume werden in der Regel mit Boden- und Wandbekleidungen aus Fliesen und Platten versehen. Diese Beläge sind bedingt wasserdurchlässig und erfordern daher eine zusätzliche Abdichtung. Das entsprechende ZDB-Merkblatt beschreibt Verbundabdichtungen mit Fliesen und Platten unter Berücksichtigung definierter Feuchtigkeits-Beanspruchungsklassen für bauaufsichtlich geregelte (öffentliche Bereiche) und nicht geregelte Abdichtungen (private Bereiche). Es unterscheidet daher erstmals zwischen privaten und öffentlich / gewerblich genutzten Räumen sowie zwischen hoch und mäßig feuchtigkeitsbeanspruchten Bereichen.

Als hoch beanspruchte Flächen gelten beispielsweise Böden und Wände in öffentlichen Schwimmbädern. Mäßig beansprucht sind dagegen private Bäder und Duschbereiche. Je nach Beanspruchungsgrad wird hier noch einmal in verschiedene Klassen eingeteilt: für den öffentlichen, bauaufsichtlich geregelten Bereich bei hoher Beanspruchung gelten die Klassen A 1, A 2, B und C, bei privaten, bauaufsichtlich nicht geregelten Bereichen die Beanspruchungsklassen 0, A 01, A 02 und B 0 (siehe auch Tabelle im PDF-Format).

Höhere Trockenschichtdicken unter keramischen Belägen

Das aktuelle Merkblatt definiert je nach Beanspruchung und Anwendungsfall verschiedene Produkte. Grundsätzlich stehen zur Abdichtung unter Fliesen und Platten Polymerdispersionen, Kunststoff-Mörtelkombinationen und Reaktionsharze zur Verfügung.

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Während bislang für die mäßig feuchtigkeitsbeanspruchten privaten Bereiche keine genormte Regelung vorlag, sondern nach Herstellerangaben gearbeitet wurde, muss jetzt nach Merkblatt auch hier eine höhere Trockenschicht unter Fliesen und Platten aufgebracht werden. Für Kunststoff-Mörtelkombinationen ist eine Mindestschichtdicke von 2 mm vorgegeben, für Reaktionsharzabdichtungen gelten 1 mm und Polymerdispersionen müssen mindestens 0,5 mm dick aufgetragen werden.

Für den öffentlichen, bauaufsichtlich geregelten Bereich (stark feuchtig-keitsbeansprucht) sind die Angaben des jeweiligen allgemeinen Prüfzeugnisses einzuhalten. Je nach Produkt und Beanspruchungsklasse werden hier die einzuhaltenden Trockenschichtdicken zur Verbundabdichtung genau definiert.

Ceresit verspricht für jeden Anwendungsfall das geeignete Produkt

In übersichtlichen Tabelle im PDF-Format gibt Ceresit Bautechnik einen guten Überblick über die Einsatzbereiche unterschiedlicher Abdichtungsprodukte. Sortiert nach geregelten und nicht geregelten Bereichen finden sich hier jeweils die unterschiedlichen Produktgruppen, Anwendungsfälle und Beanspruchungsklassen.


Für die flexible Abdichtung mit einer Polymerdispersion eignet sich zum Beispiel die CL 51 Dichtfolie. Sie ist wasserdicht und eignet sich für eine naht- und fugenlose Abdichtung von Feucht- und Nassräumen innen und außen. Die zweikomponentige Alternative Abdichtung CL 50 wird als Kunststoff-Mörtelkombination ebenfalls innen und außen eingesetzt und eignet sich besonders zum Schutz des Untergrundes auf Terrassen und Balkonen. Der Reaktionsharz CE 49 Epoxi Flexdicht schützt vor der Einwirkung von Säuren und Laugen. Als flexible zweikomponentige Abdichtung ist CE 49 chemikalienbeständig und eignet sich daher besonders für den Einsatz in industriellen Betrieben wie Großküchen oder Textilfabriken.

Hohe Schichtdicken mit wenig Aufwand

Gerade, wenn eine Trockenschichtdicke von 2,0 mm gefordert ist, bedeutet dies für den Verarbeiter einen enormen Aufwand. Bei der Abdichtung mit traditionellen Kunststoff-Mörtelkombinationen müssen in der Regel 4 bis 5 Aufträge erfolgen, um die geforderte Schichtdicke von 2,0 mm zu erreichen. Eine schnelle Alternative bietet Ceresit mit der "CR 72 Flexschlämme 1K": Eine sichere Verbundabdichtung entsteht beim Einsatz von "CR 72" schon durch nur 2 bis 3 Aufträge. Die geforderte Trockenschichtdicke von mindestens 2,0 mm ist dann bereits erreicht. Die erste Schicht ist nach einer Stunde, der zweite Auftrag nach vier Stunden trocken. Wände können nach fünf Stunden belegt, Böden nach 10 Stunden begangen werden (siehe auch Beitrag "Flexible Dichtungsschlämme von Ceresit für innen und außen" vom 24.6.2005).

Die Ceresit Broschüre "Systemlösungen für die Fliesen- und Natursteinverlegung", die alle tabellarischen Übersichten enthält, kann kostenlos per Ceresit-Bautechnik@henkel.com mit Angabe der Bezeichnung CER0362 abgerufen werden.

Das ZDB-Merkblatt für die Ausführung von Verbundabdichtungen kann bei der Verlagsgesellschaft Rudolf Müller GmbH & Co. KG als Servicestelle des Fachverbandes des Deutschen Fliesengewerbes bestellt werden. Für einen Kostenbeitrag von 15 Euro kann das Merkblatt im Internet unter baufachmedien.de/fliesen_platten angefordert bzw. als PDF-Datei abgerufen werden.

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