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Gemeinsame Fenstermarktstudie der führenden Branchenverbände

(27.3.2006) Die Statistik des deutschen Fenster- und Türenmarktes soll verbessert und vereinheitlicht werden. Führende Branchenverbände wollen über das Marktforschungsinstitut Heinze GmbH jährlich eine gemeinsame Statistik zum Fenster- und Türenmarkt erstellen. Das vereinbarten ...

  • der Bundesverband Flachglas,
  • der Fachverband Schloss- und Beschlagindustrie,
  • der Gesamtverband kunststoffverarbeitende Industrie sowie
  • der Verband der Fenster- und Fassadenhersteller

... auf der fensterbau/frontale in Nürnberg, der wichtigsten Messe der Branche. Sie wollen damit den 8.700 Fensterbaubetrieben und den rund 15.000 Fachbetrieben für Bauelemente sowie allen Firmen, die auf diesem Markt agieren, die Orientierung erleichtern. Dieses Zahlenmaterial dient nicht zuletzt auch Dienstleistern wie Banken und Unternehmensberatern rund um die Fensterbranche.

Bundesverband Flachglas, Fachverband Schloss- und Beschlagindustrie, Gesamtverband kunststoffverarbeitende Industrie, Verband der Fenster- und Fassadenhersteller, Fenstermarktstudie, Fenstermarkt, Fensterkonjunktur
v.l.n.r.: Dr. Jochen Mignet (Dr. Mignat PR), Dr. Christian Kaiser (Heinze Marktforschung), Stephan Schmidt (Fachverband Schloß- und Beschlagindustrie), Ulrich Tschorn (Verband der Fenster- und Fassadenhersteller), Ralf Olsen (Gesamtverband kunststoffverarbeitende Industrie), Rüdiger Graap (Bundesverband Flachglas e.V.) Bild vergrößern

"Die vier führenden Branchenverbände wollen mit dieser gemeinsamen Statistik eine einheitliche Informationsplattform schaffen. Das wird den Fenster- und Türenbetrieben, aber auch der Flachglasbranche und anderen die Orientierung im Markt erleichtern", erklärte Rüdiger Graap, Geschäftsführer vom Bundesverband Flachglas e.V. in Troisdorf. "Die Basis und die Aussagekraft der Zahlen verbessern sich mit der gemeinsamen Statistik beträchtlich. Fensterbauer und andere Marktteilnehmer können jetzt noch präziser als zuvor auf die Marktentwicklung reagieren", so Stephan Schmidt, Geschäftsführer vom Fachverband Schloß- und Beschlagindustrie e.V. in Velbert.

Bisher haben mehrere Anbieter sowie die einzelnen Verbände auf unterschiedlicher Datenbasis teilweise abweichende Daten zur Entwicklung des deutschen Fenster- und Türenmarktes verbreitet. In Zukunft wird das Marktforschungsinstitut Heinze am Anfang eines jeden Jahres eine Statistik zum Fenster- und Türenmarkt erstellen, die Mitte des Jahres nochmals aktualisiert wird. Ein paritätisch besetzter Arbeitskreis mit Experten der vier Verbände wird das Zahlenmaterial überprüfen, mit den Verbänden abstimmen und freigeben. Auf einer jährlichen Pressekonferenz sollen die Ergebnisse der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Dritte können die Untersuchungsergebnisse über die Verbände erwerben.

Fenstermarkt konsolidiert sich

Die Fensterhersteller erwarten eine Konsolidierung des Marktes. Die baunahe Branche mit ihren 8.700 Fensterbetrieben sowie rund 15.000 Fachbetrieben für Bauelemente rechnet 2006 mit einem Absatzrückgang von 11,6 auf 11,5 Millionen Fenstereinheiten (eine Fenstereinheit entspricht dabei 1,69 Quadratmetern.). Während der Absatz 2005 noch um 7,8 Prozent sank, kann die langjährige Talfahrt in diesem Jahr aber nun voraussichtlich auf minus 1,6 Prozent abgebremst werden. So eines der Ergebnisse der ersten gemeinsamen Studie zum deutschen Fenstermarkt.

Für den Wohnbau wird für 2006 ein Rückgang von 3,1 Prozent erwartet. Dagegen wird für den Nichtwohnbau sogar ein geringes Wachstum um 1,2 Prozent vorausgesagt. Im Vorjahr betrugen die Rückgänge für den Wohnbau noch 10,0 Prozent und für den Nichtwohnbau 3,3 Prozent.

Auch in den beiden Marktsegmenten Neubau und Renovierung spiegelt sich die deutlich gebremste Talfahrt wider.

  • Für den Neubau beträgt das Marktvolumen 2006 voraussichtlich 5,0 Millionen Fenstereinheiten nach 5,2 Millionen in 2005 und 5,8 Millionen in 2004. Der Rückgang beträgt voraussichtlich nur noch 2,2 Prozent nach zuletzt 11,6 Prozent.
  • Im Renovierungsmarkt wird für 2006 ein Absatz von 6,4 Millionen Fenstereinheiten erwartet. 2005 wurden 6,5 Millionen und 2004 noch 6,8 Millionen Fenstereinheiten verbaut. Hier verringert sich der Rückgang von 4,6 Prozent auf 1,1 Prozent.

Aluminiumrahmen gewinnen

  • Bei den Rahmenmaterialien für Fenster kann lediglich Aluminium hinzugewinnen, das von der erwarteten positiven Entwicklung im Nichtwohnbau profitiert. Aluminium legt 2006 voraussichtlich um 0,6 Prozent zu, nachdem es von 2004 auf 2005 noch um 4,7 Prozent zurückgegangen war.
  • Kunststoff verliert in 2006 voraussichtlich nur noch 2,1 Prozent nach 8,3 Prozent im Vorjahr.
  • Die entsprechenden Rückgänge betragen für Holz 2,3 Prozent in 2006 nach 9,1 Prozent im Vorjahr.
  • Alu-Holz wird in diesem Jahr um 1,3 Prozent zurückgehen nach 8,1 Prozent in 2005.

Für die Anteile der einzelnen Rahmenmaterialien am Gesamtmarkt bedeutet dies nur wenige Änderungen. Der Anteil von Fenstern und Fassaden aus Aluminium, die im Nichtwohnbau dominieren, steigt 2006 auf 19,6 Prozent. Der weiter sinkende Holzanteil wird 2006 ebenfalls bei 19,6 Prozent liegen. Weiter wachsen wird der Anteil von Kunststoff, der für 2006 mit 55,5 Prozent vorausgesagt wird. Der Anteil von Aluminium-Holz schließlich steigt in 2006 voraussichtlich auf 5,2 Prozent.

"Das Gebäudesanierungsprogramm der Bundesregierung und der Energiepass geben dem Fenstermarkt wichtige Impulse. Denn die Fenstersanierung durch Fenster- oder Glastausch, die sich für mehr als zwei Drittel aller Fenster im Bestand lohnt, wird neuerdings auch als Einzelmaßnahme im Rahmen der energetischen Wohnraumsanierung gefördert. Mehr als in früheren Jahren können wir hoffen, dass eine nachhaltige positive Wende auf dem Fenstermarkt bevorsteht", so Ulrich Tschorn, Geschäftsführer vom Verband der Fenster- und Fassadenhersteller e.V. in Frankfurt.

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