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Energiespeicher ebnen die Energiewende zur Energieautonomie

(13.11.2006) Welche Techniken bieten sich an, um Erneuerbare Energien zu speichern? Was leisten sie beim Aufbau einer Energieversorgung, die zu 100% regenerativ ist? Diese Fragen standen im Mittelpunkt der 1. Internationalen Konferenz "Energieautonomie durch Speicherung Erneuerbarer Energien" (IRES I), zu der sich vom 30. bis 31. Oktober 2006 über 200 Vertreter von Wissenschaft, Wirtschaft und Politik aus 25 Ländern im Wissenschaftspark Gelsenkirchen trafen. Zu der weltweit bisher einmaligen Konferenz hatten der Weltrat für Erneuerbare Energien (WCRE) und EUROSOLAR eingeladen, in Kooperation mit der Energieagentur NRW und der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW.

Eine Frage der Unabhängigkeit und Energiewende: photovoltaische Inselsysteme
Bild aus dem Beitrag "Eine Frage der Unabhängigkeit: photovoltaische Inselsysteme" vom 19.4.2005

Kein Energiesystem kommt ohne Speicher aus - egal, ob es um Elektrizität, Wärme oder Treibstoff geht. „Die Energiespeicherung ist das strategische Schlüsselelement zur Generalisierbarkeit eines Energieträgers. Indem wir die Nutzung von Energiespeichern forcieren, zeigen wir in der Öffentlichkeit unmissverständlich, dass die Erneuerbaren Energien tatsächlich in der Lage sind, atomare und fossile Energien vollständig zu ersetzen“, erklärte Dr. Hermann Scheer, Präsident von EUROSOLAR und General Chairman des WCRE - zumal insbesondere den Erneuerbaren Energien gerne vorgeworfen wird, dass sie nicht oder nur schwierig zu speichern seien.

Prof. Dr. Dirk Uwe Sauer von der RWTH Aachen, wissenschaftlicher Chairman der Konferenz, wies auf die vielfältigen Lösungen hin, die Speichertechnologien heute den Erneuerbaren bieten: „Die Teilnehmer werden überrascht sein von der großen Bandbreite verfügbarer Technologien für Wärme- und Stromspeicherung, von denen sich viele bereits in kommerziellen Anwendungen bewährt haben.“ Produzenten von Strom aus Erneuerbaren Energien würden sich neue Markmöglichkeiten erschließen können. So sei Dänemark z.B. zu Spitzenzeiten zu 100% mit Strom aus Windkraft versorgt, müsse diesen aber aufgrund fehlender Speicher billig nach Deutschland exportieren.

„Eine zukunftsfähige Energiepolitik muss sich an den Eckpunkten Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit ausrichten. Diese Eckpunkte schließen sich gegenseitig nicht aus, sie sind kompatibel und gleichzeitig realisierbar. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien ist neben der Energieeffizienz ein wichtiges Element einer zukunftsfähigen Energiepolitik“, betonte auch Dr. Volkhard Riechmann vom NRW-Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie als Vertreter des Landes. Riechmann wies zugleich auf die Bedeutung der Effizienzsteigerung und der regenerativen Energien für das Land Nordrhein-Westfalen hin: „Energiegewinnung und Energienutzung kann sich nicht alleine auf die Bereitstellung fossiler Energieträger und deren Umwandlung in Strom, Wärme und Bewegungsenergie beschränken. Auch eine Versorgung, die Abhängigkeiten von Energieimporten senkt, Beschäftigung schafft und gleichzeitig dem Klimaschutz dient, bedarf ständiger technologischer Innovationen.“

Kältespeicher
Bild aus dem Beitrag "Eisspeicher minimiert Energiekosten zum Heizen und Kühlen" vom 12.9.2005

„Wir müssen nicht die Batterie neu erfinden, sollten uns aber ihrer genialen Funktionsweise wieder bewusst werden und hier weiter arbeiten, um dazu beizutragen, dass sich die regenerativen langfristig durchsetzen,“ erklärte Prof. Dr. Norbert Hüttenhölscher, Leiter der Energieagentur NRW. Die Marktfähigkeit und Wirtschaftlichkeit von Energiespeichersystemen sei notwendige Voraussetzung für nachhaltige Energieversorgung. Vorher sei nicht mit einer weiteren Dynamisierung des Marktes für Erneuerbare Energien zu rechnen. Ziel müsse nun sein, die erprobten Technologien zur Marktreife fortzuentwickeln.

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